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06.07.2003 16:48 Uhr
Wave Race: Blue Storm
Wasserratten und Rennspielfans aufgepasst! Nintendo veröffentlicht den wohl besten Jetski-Racer der Konsolen-Welt.
| Steuerung - |
Grafik 86 |
Sound 71 |
Multiplayer - |
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06.07.2003 16:48 Uhr - Shigeru Miyamoto ist doch immer wieder für eine Überraschung gut. Dies bewies er erst kürzlich mit der erstklassigen Gartensimulation Pikmin und auch zum Start des Nintendo 64 im Jahre 1997 hatte der Mario-Erfinder eine faustdicke Sensation parat: Wave Race 64 überzeugte mit einer fantastischen Optik und einer bis dahin nie da gewesenen Wasserphysik, wodurch Miyamoto für offene Münder und klingelnde Nintendo-Kassen sorgte. Nun liegt - passend zum Europa-Launch des GameCube am 3. Mai - die Neuauflage des Nintendo-64-Klassikers in den Händlerregalen. Unter dem wachsamen Auge Miyamotos versucht ein relativ frisch formiertes Nintendo-Team die Ur-Auflage zu überflügeln. Aus Alt mach Neu Am Spielprinzip hat das neue Team jedoch nichts geändert: Immer noch heizt der Spieler mit einem Jetski über tosende Wellen und versucht, Bojen auf der richtigen Seite zu umkurven und sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Die Strecken beruhen dabei zum großen Teil auf den Original-Strecken der Nintendo-64-Version. Doch wer jetzt denkt, bei Wave Race: Blue Storm handle es sich um einen lauen Wiederaufguss des Originals, der irrt sich. Die alten Strecken wurden optisch sowie spielerisch komplett renoviert und mit neuen Abkürzungen und Wegstrecken versehen. Des Weiteren hat der Spieler jetzt die Qual der Wahl aus acht Jetski-Piloten - die Ur-Version bot nur vier. Wie gehabt unterscheiden sich die Fahrer und Fahrerinnen - den jeweiligen körperlichen Stärken entsprechend - in Beschleunigung, Endgeschwindigkeit und Kurvenverhalten. Habt ihr euch für einen Piloten entschieden, geht's auch schon ab ins kühle Nass. Anders als beim Original tretet ihr bei Blue Storm gegen sieben Konkurrenten an. Gleich geblieben sind dagegen die roten und gelben Bojen, die ihr rechts oder links umfahren müsst. Aber Vorsicht: Verpasst ihr fünf Bojen, schimmert euch das Game Over schneller entgegen, als euch lieb ist. Dies kann euch auch passieren, wenn ihr euch nicht gegen die Konkurrenz durchsetzt. Geht man zu Beginn des Spiels noch häufig als Sieger aus den Rennen hervor, so ziehen die Gegner in den späteren Schwierigkeitsgraden stark an und rempeln euch auch schon mal rüde vom Jetski, wenn ihr ihnen zu nahe kommt. Taktisch Gott sei Dank kann man sich aber dank der exzellenten Steuerung häufig gut aus der Affäre ziehen. Die Programmierer verstanden es, den GameCube-Controller clever in Szene zu setzen. Mit den analogen Schultertasten könnt ihr euer Gewicht verlagern, um eleganter um die Bojen zu kurven. Klasse ist auch die besonders feinfühlige Unterstützung des Analog-Sticks - diese braucht ihr aber auch, da beim Umzirkeln der Bojen Präzision gefragt ist. Mit A wird beschleunigt und mit Z oder X aktiviert ihr einen Turbo. "Einen Turbo?" werden Kenner des Ur-Wave Race jetzt fragen. "Den gab es aber beim Original nicht!" Stimmt, für die Wave Race-Neuauflage spendierten die Programmierer dem Wasser-Spektakel eine Boost-Funktion, die für einen taktischen Einschlag im Spiel sorgt. Der Turbo macht euch für eine bestimmte Zeit schneller, allerdings riskiert ihr dann häufig, eine Boje zu verpassen und/oder gegen die Uferböschung zu rasen. Lauft ihr unsanft auf Grund oder berührt einen gegnerischen Piloten, macht sich euer Controller mittels des integrierten Rumble Paks sanft, aber deutlich bemerkbar - dies unterstützt das Spielgefühl und ihr glaubt, wirklich auf einem Jetski zu sitzen. Überzeugend Die Grafiken bei Blue Storm sind über jeden Zweifel erhaben. Absolut flüssige 30 Bilder in der Sekunde sowie tolle Wassereffekte wie Gischtspritzer auf der Kamera und gute Animationen der Fahrer sorgen für ein gelungenes Spielvergnügen. Selbst der Vierspieler-Splitscreen läuft absolut flüssig, ohne dabei grafisch allzu viele Details einzubüßen - allerdings ohne Computerfahrer. Einziger grafischer Wermutstropfen sind die teilweise lieblosen Randbebauungen, die aber zum Glück während des normalen Rennens nicht weiter auffallen. Auch soundtechnisch kann Wave Race: Blue Storm überzeugen. Besonders der brummige Motorensound und die Wassergeräusche gefallen. Nicht überragend, aber solide und wesentlich abwechslungsreicher als beim Vorgänger gestalten sich der Renn-Kommentator und die Begleitmusik. Wetterfühlig Richtig klasse ist allerdings das Wettersystem. Wie der Titel-Zusatz Blue Storm bereits andeutet, finden die Rennen nicht nur bei eitel Sonnenschein, sondern häufiger auch mal bei richtigem Sauwetter statt. Doch anders als beim Nintendo-64-Vorgänger ist das Wetter nicht vorher bestimmt. Ein Zufallsgenerator sorgt für den einen oder anderen plötzlichen Wetterumschwung - und das während des Rennens! Startet ihr bei strahlendem Sonnenschein, kann es passieren, dass ihr im finstersten Gewitter über die Ziellinie rauscht. Hinzu kommt, dass ein Sturm - wie in der Realität - auch Auswirkungen auf den Seegang hat. So habt ihr bei einem Orkan nicht nur mit eingeschränkter Sicht zu kämpfen, sondern auch mit den riesigen Wellen. Physikalisch Doch auch wenn ihr bei gutem Wetter unterwegs seid, kann euch die exzellente Wasserphysik einen Strich durch die Rechnung machen. Denn herrscht in der ersten Runde noch Flut, kann der Wasserstand bis zur letzten Runde deutlich abnehmen. Und wo man am Anfang des Rennens noch bequem entlangfahren kann, ragt dann in der zweiten Runde etwa plötzlich eine Sandbank aus den Fluten, die ein flüssiges Durchkommen erheblich erschwert. Wave Race: Blue Storm bietet nicht nur einen Meisterschafts- und Mehrspielermodus, sondern auch das Zeitfahren und den Score-Attack-Modus. Beim Zeitfahren tretet ihr nicht gegen Gegner, sondern nur gegen die Stoppuhr an und versucht, eure eigenen Bestzeiten zu verbessern. Weniger um die Zeit als vielmehr um Punkte geht es beim Score-Attack-Modus. Hier müsst ihr durch Ringe fahren und diverse Tricks absolvieren - dafür gibt es Punkte.
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(Fabian Sluga)
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Nachdem ich schon den N64-Vorgänger bis zum Umfallen gezockt hatte, freute ich mich besonders auf die GameCube-Version. Und ich wurde nicht enttäuscht. Tolle Grafik, wechselndes Wetter während des Rennens und eine exzellente Steuerung machen richtig Laune. Noch besser hätte ich es allerdings gefunden, wenn Nintendo dem Spiel mehr als sieben Strecken spendiert hätte, zumal diese auch noch auf Originalstrecken basieren. Seis drum: Blue Storm ist ein klasse Spiel und wenn ihr ein gutes Rennspiel sucht oder Fans des Originals seid, dann solltet ihr zugreifen.
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