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07.07.2003 17:15 Uhr
P.N.03 (Japan-Import)
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Grafik 77 |
Sound 85 |
Multiplayer - |
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07.07.2003 17:15 Uhr - Gelingt Shinji Mikami ein neuer Superhit wie einst mit Resident Evil?
Neben Viewtiful Joe, Resident Evil 4, Killer 7 und Dead Phoenix kündigte Capcom Ende des vergangenen Jahres auch das Science-Fiction-Spiel P.N.03 an, welches von Resident Evil-Schöpfer Shinji Mikami höchstselbst betreut wird. Die Erwartungen sind dementsprechend hoch. Obwohl er seinen bisher größten Erfolg mit einem Horror-Spiel hatte, schlägt Shinji Mikami mit P.N.03 eine andere Richtung ein. P.N.03 ist ein waschechter Science-Fiction-Shooter, der aus der dritten Person gesteuert wird. Ihr lenkt Vanessa Z. Schneider, ihres Zeichens Elite-Kämpferin, über den Boden eines fernen Planeten. Der Hauptcomputer des Planeten ist durchgedreht und hat seine Roboter-Armee in den Kampf geschickt. Der Computer hat bereits fast das gesamte Leben auf dem Planeten vernichtet, darunter auch Vanessas Eltern. Terminator lässt grüssen Das Abenteuer beginnt vielversprechend. Ihr startet auf der Planetenoberfläche und beobachtet Vanessa, wie sie sich Terminator-like materialisiert (leider nicht wie im großen Kinofilm ohne Klamotten). Langsam nähern sich die ersten Roboter; ein paar Lasersalven zeigen dem Roboter-Volk aber schnell, wer hier das Sagen hat. Auch die ersten Geschütztürme stellen kein Problem dar. Praktischerweise werden Gegner automatisch anvisiert, auf Knopfdruck kann man aber auch zu einem selbst gewählten Ziel umschalten. Bereits recht früh betritt man den ersten Innenlevel. Von nun an geht es abwechselnd in Innen- und Außenmissionen weiter. Die Levels sind in zahlreiche Räume unterteilt, die man meist zuerst von sämtlichen Kampfmaschinen befreien muss, bevor man den nächsten Raum betreten kann. Zwischendurch halten einen Funksprüche über die Missionsziele auf dem Laufenden. Leider bestehen diese fast ausschließlich aus Text, eine Sprachausgabe sowie schmucke Videosequenzen hätten hier wahre Wunder gewirkt. Für jeden zerstörten Feind erhaltet ihr Punkte. Habt ihr einen Gegner besiegt, läuft eine Zeit herunter. Besiegt ihr innerhalb dieser Zeit weitere Feinde, erhaltet ihr Bonuspunkte. Diese könnt ihr an bestimmten Positionen innerhalb eines Levels sowie nach jedem Level in einem Shop gegen einen neuen Kampfanzug eintauschen. Dort könnt ihr auch eure bisherigen Anzüge aufrüsten. Waffen erhaltet ihr aber nicht, denn Vanessa feuert aus ihren Unterarmen. Je nachdem mit welchem Kampfanzug ihr eine Mission startet, kann Vanessa auf bestimmte Spezial-Attacken zurückgreifen, die ihr mit dem Digitalkreuz aktivieren könnt. Mit dem Papillon-Kampfanzug, könnt ihr diese Attacken auch frei auswählen. Leider gibt es bei P.N.03 einen Haufen Kritikpunkte. So werden bestimmte Level-Abschnitte recycelt und tauchen immer wieder auf - Gleiches gilt für die Endgegner. Die Steuerung ist relativ hakelig, so dass die Protagonistin nicht immer auf Anhieb die gewünschte Aktion ausführt. Das Spielprinzip ist darauf ausgelegt, dass man sich eine gute Position sucht, schießt und anschließend wieder in Deckung geht. Dass man nicht in Bewegung schießen kann, verlangt aber eine gewisse Eingewöhnungszeit. Technik-Probleme Auch die Grafik muss sich Kritik gefallen lassen. So überzeugen zwar die Charaktermodelle, die Lichteffekte und die Weitsicht - die relativ monotone Darstellung der Umgebung sowie das starke Kantenflimmern dagegen nicht. Auch die verschiedenen Spezial-Attacken der Anzüge können nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein paar Waffen dem Spiel ganz gut getan hätten. Der Verzicht auf spektakuläre Zwischensequenzen ist relativ unverständlich, da die restliche Aufmachung zum Coolsten gehört, was Videospieler seit langem gesehen haben. Leider ist auch das Spielprinzip auf Dauer etwas eintönig. Spezielle Rettungs- und Angriffsmissionen, das Zerstören von bestimmten Objekten, die Untersuchung von bestimmten Zielen hätten bereits Abwechslung ins Spiel gebracht. Unverständlich ist auch, warum man keinen Mehrspieler-Modus integriert hat. Hinzu kommt, dass man P.N.03 an einem Abend auf einem der drei Schwierigkeitsgrade locker durchspielen kann. Doch nun genug gemeckert. P.N.03 ist bei weitem kein schlechtes Spiel. Die Notwendigkeit, Deckung hinter den zahlreichen Vorsprüngen zu suchen, ist in keinem Spiel der jüngeren Vergangenheit so clever genutzt worden. Das Aufrüsten der verschiedenen Anzüge macht Spaß, und man ist immer bestrebt, seine bisherigen Punkterekorde zu brechen. Würde es einen Preis für die coolste Hauptdarstellerin eines Spiels geben, dann würde P.N.03 ihn sicher gewinnen. Denn in keinem anderen Titel tänzelt die Protagonistin dermaßen grazil über den Bildschirm, während rechts und links die Granaten einschlagen. Nur in P.N.03 gibt es eine Vanessa Z. Schneider, die lässig mit dem Bein wippt und lasziv mit dem Hintern wackelt, während die Lasersalven nur so über den Bildschirm zischen. Voll überzeugen kann auch die akustische Seite des Spiels. Treibende Techno-Beats begleiten die Bildschirm-Action und passen perfekt zur kühlen Science-Fiction-Atmosphäre. Die Soundeffekte donnern in Dolby Pro Logic II aus den Boxen. Schade Capcom, da wäre mehr drin gewesen!
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Auch wenn das Spiel nicht vollends überzeugen kann, die Lichteffekte können es!
Mit leicht angesengtem Anzug übersteht Vanessa diese Attacke.
Per Special Move haben wir den fetten Gegner eliminiert.
Einige Gegner verfügen über einen Schutzschild,
den ihr zuerst ausschalten müsst.
Nach jedem Level erhaltet ihr eine Bewertung, wie gut ihr wart.
Die Partikeleffekte im Spiel sehen spektakulär aus.
Ein spektakulärer Sprung bringt uns aus der Schussbahn des todbringenden Lasers.
Vanessa trifft auf einen Feind (1)...
...sobald dieser mit seinen Lasern kontert, machen wir uns aus dem Staub (2)...
... und suchen hinter der Wand Deckung (3).
Einige Gegner verfügen über einen Schutzschild, den ihr zuerst ausschalten müsst.
Leider gibt es fast immer nur Text-Zwischensequenzen.
Die Gegner heizen euch mit
mächtigen Waffen ein.
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(Fabian Sluga)
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Ich bin von P.N.03 relativ enttäuscht. Nach der Vorab-Version von letztem Monat und dem fulminanten Spielauftakt habe ich mir deutlich mehr erhofft. Das Spiel wirkt in vielen Punkten einfach unfertig. Hätte man an der hakeligen Steuerung ein wenig Feintuning betrieben, ein paar weitere coole Zwischensequenzen eingebaut und das Leveldesign abwechslungsreicher gestaltet dann wäre P.N.03 ein sicherer Hit geworden! Es wäre wünschenswert, dass Capcom die PAL-Version noch mal nachbessert. Denn P.N.03 bietet unglaublich viele gute Ansätze. Wer auf kompromisslose Action steht, sollte P.N.03 jedoch auf seine Wunschliste setzen.
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