Fallout 4 im Test mit Video und Grafikvergleich: Würdiger Nachfolger oder "nur" ein Fallout 3 in schön? Jetzt mit PC-Wertung!

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Fallout 4 im Test für PS4
Quelle: Bethesda

Fallout 4 endlich im Test mit Wertung und mehreren Videos: Im umfassenden Review blicken wir hinter den Hype und schauen, ob Fallout 4 den riesigen Erwartungen gerecht werden kann. Ebenfalls im Test-Artikel: Ein Grafikvergleich der Versionen und ein Hands-on-Video der Pip-Boy-App.

Mehr Lesestoff zu Fallout 4: • Einsteiger-Tipps für Ödland-Abenteurer
• Komplettlösung der Hauptquest
• Die ersten Mods
• Tweaks und ini-Tricks
• PC-Probleme und Lösungen
• Cheats
• Begleiter einkleiden

Eine praktische Übersicht auf alle aktuellen Themen seit Release findet ihr hier in unserer neuen Sammlung Fallout 4: Test, Mods, Lösungen, Tweaks - Alles auf einen Blick.

Fallout 4 im Test: Es gibt Vorfreude, es gibt Hypes. Und dann gibt es noch Fallout 4. Das genießt gerade so etwas wie eine Sonderstellung unter Rollenspielern, die kaum einen Titel sehnlicher erwarten. Kein Wunder: Bethesda hat das Spiel vor gerade mal fünf Monaten angekündigt und seitdem eine riesige Erwartungshaltung in kürzester Zeit aufgebaut! Wo das Marketing flutschte, haperte es dafür beim Termin: Die Vorfreude vieler Spieler schlug zuletzt in Frust um, als massenhaft Konsolenversionen einige Tage vor offiziellem Release in den Handel gerieten. Besonders PC-Spieler, die auf die Steam-Freischaltung angewiesen waren, machten ihrem Ärger Luft. Andere beklagten sich über Spoiler und Leaks, die viele Foren zum Spiel verpesteten und einen Austausch unter Fans kaum noch möglich machten.

Doch damit es nun hoffentlich vorbei, ab Dienstag kann sich endlich jeder selbst ein Bild von Fallout 4 machen. Und soviel sei schon mal verraten: Das Warten hat sich gelohnt. In Bethesdas neuem Open-World-Monster stecken vier Jahre harte Entwicklungsarbeit und das merkt man im Test auch - das Spiel fühlt sich vom ersten Moment an wie eine verbesserte, detaillierte, hübschere Version von Fallout 3. Kein Wunder also, dass sich Fallout 4 im Test hervorragend spielt - wenn auch mit ein paar Einschränkungen. Welche das sind? Das Review zu Fallout 4 gibt Antworten.

So haben wir Fallout 4 getestet: Update mit PC-Wertung und zweitem Testvideo

Die PS4- und Xbox-One-Versionen von Fallout 4 spielen wir bereits seit Ende Oktober. So konnten unsere Tester Felix und Katha deutlich über 100 Stunden an Spieleindrücken sammeln. Die PC-Fassung erhielten wir einige Tage später zum Test, weshalb wir uns inhaltlich zunächst auf die PS4 konzentriert haben, während unsere Kollegen von PC Games Hardware sich um umfassende Benchmarks und Technik-Checks mit der PC-Version gekümmert haben. Im Anschluss ging es für uns auf dem PC weiter - mittlerweile haben wir die Fassung mit mehreren Redakteuren rauf und runter gespielt und liefern heute die Einschätzung plus PC-Wertung und einem zweiten Testvideo. Der Text wurde an mehreren Stellen um PC-Infos erweitert, am Ende des Artikels gibt's außerdem nochmal eine Zusammenfassung.

Willkommen im Commonwealth

200 Jahre in der Zukunft entführt uns Fallout 4 ins sogenannte Commonwealth - so heißt die postnukleare Einöde, die nach einem Atomkrieg vom US-Bundesstaat Masschussetts und seiner Hauptstadt Boston übriggeblieben ist. Nachdem unser Held - wahlweise männlich oder weiblich - durch einen ausgesprochen (un)glücklichen Umstand den Weltuntergang verpennt hat, kommt er nach einem kurzen Tutorial in Vault 111 an die Oberfläche, mit nur einem Ziel: er will inmitten der Trümmerlandschaft seinen verschollenen Sohn finden. Keine Sorge wegen Spoilern, denn mehr wollen wir dazu gar nicht verraten. Wer Fallout 4 allerdings vor allem wegen seiner Handlung spielen will, sollte Folgendes wissen: Die Geschichte ist leider keine große Stärke des Spiels. Der ganze Plot um die Familiensuche beginnt zwar recht interessant, verliert in seiner zweiten Hälfte aber an Bodenhaftung und endet überraschend spannungsarm und unpersönlich.

Gegner sind aggressiver als in Fallout 3, gehen in Deckung oder suchen auch gezielt den Nahkampf. (PS4) Quelle: PC Games Gegner sind aggressiver als in Fallout 3, gehen in Deckung oder suchen auch gezielt den Nahkampf. (PS4)
Schade: In Dialogen können wir nur mittels Charisma-Wert auf andere NPCs einwirken. (PS4) Quelle: PC Games Schade: In Dialogen können wir nur mittels Charisma-Wert auf andere NPCs einwirken. (PS4) Da hilft's auch nur bedingt, dass sich Fallout 4 im Test als erster Serienteil zeigt, in dem unser Held durchweg vertont ist. Die Inszenierung peppt das zwar deutlich auf, doch richtig dramatisch oder lustig wird's leider trotzdem nur selten. Im Vergleich zu einem Witcher 3 sind die Charaktere und ihre Gespräche einfach nicht sonderlich packend gemacht. Im Gegensatz zu Fallout 3 und New Vegas wurde das Dialogsystem außerdem vereinfacht, diesmal haben wir stets nur vier Antworten (als Stichpunkte zusammengefasst) zur Auswahl. Besonders schade: Im Gegensatz zu Fallout 3 spielen hier Fertigkeiten wie Medizin oder Wissenschaft überhaupt nicht mehr hinein - wenn wir NPCs überzeugen wollen, brauchen wir lediglich einen hohen Charisma-Wert, damit lassen sich alle Überredungsoptionen meistern. Alles in allem ist das vereinfachte System damit leider ein Rückschritt.

Vier Fraktionen kämpfen um die Macht

Dafür hat sich das Setting ordentlich weiterentwickelt! Fallout 4 dreht sich diesmal weniger um Mutanten, Ghule oder Strahlung, denn das kennen wir ja schon zur Genüge. Stattdessen stehen nun die Synth-Androiden im Mittelpunkt - künstliche Menschen, die vom geheimnisvollen Institut ausgeschickt werden und das Ödland in Angst und Schrecken versetzen. Das sorgt für mächtig Spannungen, zu denen wir natürlich nach Leibeskräften beitragen: Dazu schließen wir uns im Handlungsverlauf vier großen Fraktionen an, zum Beispiel der Brotherhood of Steel oder den patriotischen Minutemen. Ziemlich spät im Handlungsverlauf müssen wir uns dann für eine Seite entscheiden - auf den ersten Blick macht das alles einen super Eindruck, weil die Fraktionen anfangs schön unterschiedlich und interessant aufgezogen sind. Die Begeisterung verfliegt allerdings gegen Ende, weil uns jede Fraktionsgeschichte in viel zu enge Bahnen lenkt - es gibt schlichtweg keine Möglichkeit, Fallout 4 auf diplomatische Art abzuschließen oder zumindest eine moralisch halbwegs "gute" Lösung zu finden. Stattdessen zwingt uns jede Partei zu roher Gewalt - was für ein Rollenspiel, das den Namen Fallout trägt, leider ziemlich unbefriedigend ist.

Begleiter, Romantik und Sex

Der Roboter-Detektiv Jack Valentine zählt zu den besten Charakteren in Fallout 4. (PS4) Quelle: PC Games Der Roboter-Detektiv Jack Valentine zählt zu den besten Charakteren in Fallout 4. (PS4) Dafür gefallen uns die neuen Begleiter ausgesprochen gut! Zum Beispiel der kluge Roboterdetektiv Nick Valentine, der ungeduldige Mutant Strong oder die putzige Roboterdame Curie, die uns mit ihrem französischen Akzent und schüchternen Bemerkungen beim Testen blitzschnell um den Finger gewickelt hatte. Es gibt insgesamt 12 Stück solcher Kumpels, jeder mit einer besonderen Stärke, Geschichte und einem speziellen Perk. Letzteren müssen wir uns allerdings erst verdienen, indem wir die Beziehung zu der Figur verbessern. Das geht meist ganz simpel, beispielsweise können wir der gerissenen Reporterin Piper durch das Knacken von Schlössern imponieren. Mit manchen Charakteren dürfen wir uns sogar in romantische Beziehungen stürzen, auch wenn man hier nichts im Stil von Witcher 3 oder Mass Effect erwarten sollte - intime Gespräche, tiefschürfende Erkenntnisse oder nackte Haut gibt's hier nicht zu sehen. Löblich dagegen: Die Geschlechter spielen keine Rolle, hier darf jeder mit jedem anbandeln. Gilt auch für Roboter. Richtig so.

  1. Seite 1 Fallout 4 im Test: Story und Fraktionen mit Schwächen, coole Begleiter
  2. Seite 2 Fallout 4 im Test: Tolle Spielwelt, viele Nebenaufgaben, fetzige Kämpfe
  3. Seite 3 Fallout 4 im Test: Power Rüstung, Waffenbau und Siedlungs-Crafting
  4. Seite 4 Fallout 4 im Test: Kein Level-Cap, riesiges neues Perk-System, PC-Version
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