Xenoblade Chronicles 3D im Test für New 3DS: Gute Umsetzung eines sehr guten Rollenspiels
Test
Mit Xenoblade Chronicles 3D wandert das erste exklusive Spiel für den New Nintendo 3DS in unser Testlabor. Was taugt die Handheld-Umsetzung des sehr guten Wii-Rollenspiels? In unserem umfangreichen Test lest ihr, ob sich der Kauf von Xenoblade Chronicles 3D für den New 3DS lohnt.
Xenoblade Chronicles 3D im Test! Vorneweg eine kurze Anmerkung in eigener Sache: Da wir derzeit noch über keine entsprechende Hardware verfügen, mit der man New-Nintendo-3DS-Software aufzeichnen kann, müssen wir für diesen Test auf von Nintendo zur Verfügung gestellte Bilder zurückgreifen. Wir können aber bestätigen, dass das Spiel genauso aussieht, wie im Test hier abgebildet.
Nur noch kurz die Welt retten
Bei Xenoblade Chronicles 3D handelt es sich um die New-3DSexklusive Umsetzung des ursprünglich für Wii erschienenen Japano-RPGs – welches gemeinhin als einer der besten Genrevertreter der letzten Konsolengeneration gilt. Weil in Rollenspielen aus Nippon generell geklotzt und nicht gekleckert wird, steht natürlich wieder einmal nicht weniger als das Schicksal der Welt auf dem Spiel. In diesem Fall handelt es sich bei dieser Welt um Bionis, den gigantischen Körper eines im Kampf mit seinem Widersacher Mechonis gefallenen Gottes, auf dem sich Jahrtausende nach dieser epischen Schlacht allerlei verschiedene Völker und Lebewesen tummeln. Einer von ihnen: Shulk, Nintendo-Fans spätestens seit seinem Auftritt in Super Smash Bros. für Wii U und 3DS bekannt, der aus unerfindlichen Gründen als einziger Mensch in der Lage ist, eine uralte, magische Klinge namens Monado zu führen. Besonders praktisch: Er stellt fest, dass er mithilfe des mysteriösen Schwertes kommende Ereignisse sehen und durch dieses Wissen die Zukunft verändern kann.
Quelle: Nintendo
Gegner, die deutlich stärker sind als man selbst, sind durch den in roter Schrift gehaltenen Namen gekennzeichnet.
Als die Bewohner der angrenzenden Welt Mechonis zu Beginn des Spiels ihre Nachbarn angreifen, ist's mit dieser Gabe jedoch noch nicht allzu weit her und Shulks Jugendfreundin Fiora muss dran glauben. Um ihren Tod zu rächen, zieht er in die große, weite Welt hinaus – und sieht sich freilich schon bald mit Ereignissen konfrontiert, die weit über die recht simple Prämisse hinausgehen. Wir haben es ja schon erwähnt: Ohne drohenden Weltuntergang läuft in einem guten Rollenspiel natürlich nichts! Ab und an wird's dann aber auch zu viel des Guten, gerade gegen Ende sorgen wirre Handlungsverläufe dafür, dass man ein wenig den Überblick darüber verliert, was eigentlich gerade passiert. Zudem sind die Protagonisten dem Einmaleins der japanischen Rollenspielhelden-Klischees entnommen und erlauben es nur bedingt, sich in sie hineinzuversetzen. Kultverdächtig sind lediglich die putzigen Nopons – kleine, Mogry-ähnliche Kreaturen, von denen sich eine sogar eurer Party anschließt.
Episches Abenteuer in klein
Dass das Spiel auf dem technisch aufgemotzten, neuen Nintendo-Handheld läuft, ist übrigens eine ganz schöne Leistung: Die offenen, teils riesigen Gebiete von Xenoblade Chronicles brachten anno 2010 bereits die Wii ordentlich zum Schwitzen, was in teilweise sehr verwaschenen Texturen resultierte. Der New-3DS-Port hat zwar mit noch unschöneren Oberflächen zu kämpfen, ab und an stören leichte Ruckler das Bild und die Ladezeiten fallen deutlich länger aus als im Original, ansonsten gibt sich der Port aber keine Blöße. Eher mau umgesetzt wurde der stereoskopische 3D-Effekt: Der funktioniert dank im Vergleich zum Standard-3DS deutlich stabilerer Darstellung zwar tadellos, wird allerdings nur sehr dezent genutzt und hat nur wenig Mehrwert, sodass der 3D-Regler in unserem Test meist unten blieb.
