Resident Evil: Revelations 2 im Test mit Video zu allen vier Episoden - Raid und Grusel gut?
Test
Die im Spieletitel angedeutete Offenbarung: Capcom kann Story! Warum Fans von guten Geschichten und motivierenden Hack&Slays gleichermaßen einen Kauf von Resident Evil: Revelations 2 in Erwähung ziehen sollte, verraten wir euch im Test inklusive Video-Review! Jetzt im Update mit Erkenntnissen aus allen vier Episoden.
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Wenn der Bösewicht von Revelations 2 nach rund zehn Stunden den Löffel abgibt, geht das neue Resident Evil erst so richtig los. Das stückchenweise in vier Episoden veröffentlichte, inzwischen komplette Third-Person-Actionspiel übt nach dem Ende der Kampagne einen beachtlichen Weiter- und Wiederspielreiz aus. Wer schon den Vorgänger mochte, greift blind zu und bereut nichts.
Zwei mal zwei macht vier
Auf einer verlassenen Insel ist einmal mehr ein Virus ausgebrochen, der unbescholtene Anwohner in sabbernde Monster verwandelt. Mittendrin: Claire Redfield und Barry Burton. Die beiden sind Resident Evil-Fans bestens bekannt und streunen zeitversetzt über das Eiland. Dabei haben sie stets einen Partner im Schlepptau: Moira Burton (Barrys Tochter) und Natalia, ein übernatürlich begabtes Mädchen.
Quelle: PC Games
Quick-Time-Events sind selten und unaufdringlich.
Während ein Charakter die gefundenen Schusswaffen wie Schrotflinte, Magnum und Scharfschützengewehr benutzt (Claire, Barry), übernimmt der andere Unterstützungsaufgaben (Moira, Natalia). Im Einzelspielermodus funktioniert der Wechsel zwischen den Figuren anstandslos per Knopfdruck; immer wieder müsst ihr mit der kleinen Natalia durch enge Öffnungen kriechen oder als Moira per Taschenlampe nach ansonsten unsichtbaren Objekten fahnden, ähnlich wie mit dem Scanner im ersten Revelations. Mittels des übersichtlichen und geräumigen Inventars tauscht ihr Gegenstände, ansonsten könnt ihr den gerade nicht gesteuerten Partner dank der cleveren KI getrost sich selbst überlassen. Nerviges Babysitting wie mit Ashley in Resident Evil 4 ausgeschlossen!
Quelle: PC Games
Die Kampagne lässt sich zu zweit lediglich an einem PC spielen. Dafür werden zwei Gamepads benötigt.
Im optionalen Splitscreen-Modus (inzwischen auch für den PC erhältlich) teilen sich zwei Spieler die Aufgaben. Einer der beiden ist dann aber darauf beschränkt, als Moira Feinde für den Kollegen zu blenden und ihnen mit der Brechstange im Nahkampf eins auf den Dez zu geben oder als Natalia Ziegelsteine zu werfen und Gegner durch Wände hindurch ausfindig zu machen. Das funktioniert gut und ist bei Weitem nicht so aufdringlich wie in Resident Evil 5+6, wo die Spannung der Solo-Kampagne massiv unter dem Koop-Ansatz litt.
Die sich langsam entfaltende Geschichte von Revelations 2 ist ein echter Höhepunkt mit überraschenden Wendungen und spannenden Cliffhangern am Ende der Episoden. Logikfehler und Klischee-Charaktere wie beim Vorgänger fehlen gänzlich und der große Gegenspieler jagt einem sogar den einen oder anderen Schauer über den Rücken. Das Ergebnis: einer der bis dato besten Resident Evil-Plots!
Resident Evil: Revelations 2 - Video-Review
Guter Gameplay-Mix mit Extras
Die Geschwindigkeit, in der sich panische Actionszenen gegen eine Übermacht mit ruhigen Momenten abwechseln, in denen ihr nach Heilkräutern und Munition sucht, ist wohldosiert. Rätsel beschränken sich darauf, Kisten herumzuschieben und Hebel zu betätigen, nutzen aber clever die Vorteile des Charakterwechsels. Das gefürchtete Backtracking, also die Rückkehr an bereits besuchte Orte, nimmt eine andere Form als im Vorgänger an: Mit Barry und Natalia schlagt ihr euch auch durch Level-Abschnitte, die ihr bereits zuvor als Claire und Moira erkundet habt.
Quelle: PC Games
Die Zwischenbosse haben alle bestimmte Schwachstellen, die es auszunutzen gilt.
Das ermüdet auf Dauer ein wenig, genau wie die Dominanz optisch öder Umgebungen. Von den Abwasserkanälen geht es in eine Mine und später auf eine Mülldeponie. Grau und Braun sind die vorherrschenden Farben, zudem ist alles ausnehmend düster gehalten. Zum Glück kommt das meist der unangenehmen Geisterstadt-Atmosphäre zugute, akzentuiert von Spannungsspitzen, wenn etwa unsichtbare Widersacher auftauchen und nur mit einem Trick erledigt werden können.
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Allerdings dürft ihr trotz einiger Schockmomente und unbequemer Szenen (Beispiel: ein Waldspaziergang bei Nacht) kein reines Gruselspiel erwarten. Die gewalttätigen Auseinandersetzungen mit einer Reihe von widerwärtigen Monstern stehen klar im Vordergrund. In denen stören einzig gelegentliche KI-Fehler die Stimmung, wenn Feinde an Objekten hängen bleiben.
