Topagent James Bond steht mal wieder im Kreuzfeuer - diesmal gespielt von Pierce Brosnan!
Hersteller:
Electronic Arts GmbH (DE)
Termin:
29.11.2002
Spieler:
-
Testurteil:
82
Steuerung
-
Grafik
82
Sound
85
Multiplayer
-
Das Spiel gibt es außerdem für folgende Plattformen:
19.12.2002 17:04 Uhr - Abgesehen von dem smarten Schauspieler, der erstmals auch digital die Rolle des berühmten Spezialagenten spielt, ist der Rest der Hauptfiguren hier ebenso frei erfunden wie austauschbar: Wie in so ziemlich jedem Bond-Film geht's um einen Großindustriellen, der ziemlich menscheinfeindliche Pläne hegt, die es zu vereiteln gilt - sein Name lautet in diesem Fall Raphael Drake. Ein bis zwei hübsche Frauen an Bonds Seite und der obligatorische Schlägertyp auf der des Bösewichts dürfen natürlich auch nicht fehlen, und schon geht's los - in bester Filmmanier natürlich gleich mit einer einführenden Action-Szene, noch ehe die Rahmenhandlung überhaupt in Fahrt gekommen ist.
Der bewährte Action-Cocktail Genau wie bei den Filmen hat man auch hier keine Experimente gewagt, sondern an dem Erfolgsrezept des Vorgängers Agent im Kerzenfeuer, äh Kreuzfeuer festgehalten: Neben etlichen Ego-Shooter-Levels, wo Sie mal vorsichtig anschleichend, mal wild um sich feuernd vorgehen können, gibt es erneut etliche selbstablaufende Action-Szenen, bei denen Sie Gegner mittels Fadenkreuz unter Beschuss nehmen. Und auch die Fahrzeug-Levels dürfen nicht fehlen - neben Auto-Ausflügen auf weitgehend asphaltierten Strecken gibt's diesmal sogar einen Unterwasser-Level mit Bonds Amphibien-Rennwagen! Klar, dass kein Bondmobil ohne die typischen Spezialwaffen wie Lenkraketen und Nebelwerfer auskommt. Wenn es mal nicht damit getan ist, alle Gegner über den Haufen zu schießen oder zum Aufgeben zu bewegen, kommen meist die Q-Gadgets zum Einsatz. Ob der Mini-Computer zum Knacken von Codeschlössern, der Taschenlaser zum Öffnen von Safes oder die Greifkralle zum Erreichen von hoch gelegenen Orten, die kleinen Geheimwaffen helfen Ihnen in Situationen, die mit reiner Feuerkraft kaum - oder gar nicht - zu meistern wären.
Das Bond-Flair Eine der Stärken des Spiels ist der hervorragende Soundtrack im typischen Bond-Stil, der sich der aktuellen Spielsituation anpasst. Laut Electronic Arts wird die deutsche Version komplett lokalisiert sein (Text und Sprachausgabe), unsere Testversion war noch komplett in Englisch. Es ist aber unwahrscheinlich, dass die typischen One-Liner auf Deutsch weniger gezwungen klingen. Zumal Bond im Originalton halt doch noch etwas uriger ist - alleine die sagenhaft schlechten Akzente von angeblichen Ausländern, die gebrochenes Englisch reden, sind immer wieder für einen unfreiwilligen Lacher gut. Die Grafik wirkt generell noch einen Tick besser als bei Agent im Kreuzfeuer, doch läuft das Spiel deshalb insgesamt aber auch merklich ruckeliger. Die Spielbarkeit ist aber dadurch zum Glück kaum beeinträchtigt. Der mit allerlei Matcharten ausgestattete Multiplayer-Modus ist ebenfalls gut spielbar, auch wenn in einigen Spielmodi die Anzeigen von Gegnern und Funktionen die Übersicht doch ziemlich einschränken. Übrigens bleibt dieser Spielmodus auch mit bis zu vier Bots (computergesteuerten Gegnern) gut spielbar. Schade nur, dass diese ähnlich wie ihre Kollegen aus dem Einzelspielermodus, nicht gerade die hellsten sind - wenn's bei 007 NightFire an einem hapert, was einen Hit ausmachen sollte, dann ist es die oft wirklich enttäuschende Gegnerintelligenz.
Kein Bond-Fahrzeug ohne Raketen an Bord!
Dieser Gegner wollte sich hinter einem Tisch verschanzen!
Die Gegner sehen auch von nahem noch gut aus!
Pierce Brosnan gibt sich auf der PS2 die Ehre.
Das Nachladen sollten Sie besser vorher erledigen.
Die reinen Ballerlevels sind simpel, aber ziemlich explosiv!
Im Assassination-Modus wirken die Anzeigen oft störend.
Das Spezialwerkzeug kommt eher selten zum Einsatz.
Eigentlich könnte man hier ohne größere Änderungen mein Fazit vom Test des Vorgängers nochmals abdrucken, denn die Stärken und Schwächen sind fast identisch: Auch das neue Bond-Spiel punktet durch viel Abwechslung, das typische Bond-Flair und einen ordentlichen Mehrspieler-Modus. Negativ erwähnen muss ich leider erneut die Ruckeleinlagen und den relativ geringen Umfang - auch 007 NightFire kann man locker an einem Wochenende durchspielen. Und erneut motiviert der Titel durch das clevere Freispielen-Konzept danach noch etwas länger. Daher gibt's auch die gleiche Wertung - für Fans ein guter Kauf!