Zelda: A Link Between Worlds im Test - Würdiger Nachfolger zum SNES-Klassiker
Test
The Legend of Zelda: A Link Between Worlds im Test: Der Nachfolger zum SNES-Klassiker für Nintendo 3DS beweist, dass Nintendo frische Ideen in die Zelda-Serie einbringt, ohne alte Stärken zu vernachlässigen. Egal ob Remake mit The Wind Waker oder die Fortsetzung mit A Link Between Worlds, The Legend of Zelda zeigt sich dieses Jahr von beiden Seiten. Ein Glück, dass beide in jeder Hinsicht überzeugen können.
Zelda: A Link Between Worlds für Nintendo 3DS im Test: Neues Spiel, neues Glück. Auf dieses Sprichwort verlassen sich in der Videospielbranche nur noch wenige Entwickler. Noch bevor ein Titel in den Händlerregalen steht, wird hinter den Kulissen schon über einen zweiten oder dritten Teil debattiert, um aus dem neu entstandenen Franchise eine langjährige, profitable Serie zu machen. Sind diese Titel inhaltlich meist miteinander verknüpft, geht Nintendo mit seinen wichtigsten Marken hier etwas anders um. The Legend of Zelda weist bei jeder neuen Legende zwar Parallelen mit den Vorgängern auf, steht aber in fast allen Fällen auf eigenen Beinen. Fortsetzungen sind hier eher eine Ausnahme - und mit A Link Between Worlds bekommt ihr jetzt so eine! Vertraut und doch anders. Dieses Mal müsst ihr nicht nachts in das Schloss eindringen, um Zelda zu retten, sondern werdet von ihr selbst empfangen. Das große, innovative Feature: Plattgedrückt an flache Wände, kann Link so Orte wie dieses Portal hier erreichen, die ansonsten unzugänglich gewesen wären.
Lebendes Bildspektakel
Wie es der Untertitel schon leicht andeutet, spielt A Link Between Worlds in derselben Welt wie A Link to the Past. Dessen Ereignisse rund um Agahnim, die Schattenwelt und Ganons Niederlage liegen bereits einige Generationen zurück, das Leben der Bewohner verläuft dementsprechend sehr friedlich ab. Das ändert sich eines Tages schlagartig, als der unbekannte Magier Yuga damit anfängt, scheinbar wahllos Leute in verzauberte Gemälde einzusperren. Selbst vor Prinzessin Zelda kennt der Schuft mit der roten Lockenmähne kein Halten. Das stellt den in bester Serientradition eher zufällig in die Story hineinstolpernden Link vor die Aufgabe, nicht nur Zelda, sondern gleich das gesamte Reich Hyrule zu retten. A Link Between Worlds macht seine Aufgabe, eine Verbindung zum Klassiker herzustellen, erstaunlich gut. Vor allem die Ereignisse am Ende des Spiels sind eine echte Überraschung, die man so wahrhaft nicht erwartet hätte.
Quelle: Videogameszone
The Legend of Zelda: A Link Between Worlds - Hmmm, das Vieh kennen wir doch von irgendwoher. Stimmt, der erste Boss vom Palast der Dunkelheit!
Von Anfang an auffallend sind natürlich die enormen Gemeinsamkeiten mit der alten Spielwelt, an der besonders Kenner des ersten Teils ihre Freude haben werden. Schon in den ersten Spielminuten ist man bis zum Anschlag vom Verlangen erfüllt, jede Ecke Hyrules auszukundschaften. Im Vorgänger war dies teils nur mit den passenden Gegenständen wie Enterhaken, Bomben oder Feuerstab möglich. Fast all diese Items sind jetzt schon sehr früh beim Hasenhändler Ravio erhältlich, der euer Eigenheim flugs zum Geschäft umgebaut hat. Den "Service" gibt's aber nicht umsonst: Für ein kleines Sümmchen dürft ihr den gewünschten Gegenstand unbefristet ausleihen. Erst bei einem Game Over wird die gesamte Ausrüstung, die ihr nicht zum vollen Preis (800 bis 1200 Rubine) erstanden habt, wieder konfisziert. Eine Fee in der Flasche dabeizuhaben ist also wichtiger denn je.
Geht, wohin ihr wollt!
Durch diesen verfrühten Zugriff auf wichtige Items bietet euch Zelda: A Link Between Worlds ein großes Maß an Freiraum, das auch auf die Reihenfolge der Dungeons Einfluss nimmt. Bevor ihr das Verlies eurer Wahl betretet, gibt es kleine Hinweise darauf, welchen Gegenstand ihr zwingend im Inventar haben müsst, um hier als Sieger hervorzugehen. Anspielungen gibt es bei den Dungeons massig. Sei es das Eskortieren der Diebin im Dorf der Verbannten oder der Schildkrötenfelsen, welcher nicht mehr nordöstlich auf dem Todesberg zu finden ist: Nintendo hat viele Elemente bewusst an anderer Stelle platziert, um jeder Gruppe von Spielern etwas Neues zu bieten. Sogar Verweise auf Link's Awakening und Ocarina of Time können mit einem geschulten Auge erkannt werden. Dabei zwingt einen das Spiel aber gleichzeitig zum Umdenken: Wer seit über 20 Jahren weiß, was er tun muss, um das Master-Schwert aufzustufen, muss hier wieder bei null anfangen. Großes Lob verdienen die eben schon erwähnten Kerker des Spiels. Durch die Mischung aus der Spielperspektive und dem gut eingesetzten 3D könnt ihr die unteren Stockwerke des Verlieses erkennen und vorausahnen, wo es als Nächstes langgeht. Zwar sind nur wenige Bosse eine wirkliche Herausforderung, beim Level- und Rätseldesign wurde hingegen echte Kunst bewiesen, wie es nur The Legend of Zelda hinbekommt.
Flaches Gameplay
Quelle: Videogameszone
The Legend of Zelda: A Link Between Worlds - Das große, innovative Feature: Plattgedrückt an flache Wände, kann Link so Orte wie dieses Portal hier erreichen, die ansonsten unzugänglich gewesen wären.
Bei all der Nostalgie hat auch ein innovatives Feature Einzug ins Spiel gefunden. Stellt sich Link an eine flache Wand ohne Hindernisse, kann er in diese eintauchen und als Wandgemälde so Abgründe und weitere Hindernisse umgehen, bis sein Magievorrat erschöpft und wieder von selbst aufgeladen ist. Diesen müsst ihr euch übrigens auch für alle anderen Gegenstände im Spiel einteilen. Durch diese simple wie geniale Idee der Fortbewegung kommen ganz neue Aspekte beim Erforschen der beiden Spielwelten ans Tageslicht. Ja, richtig gelesen: Erneut gibt es eine zweite Welt, in die ihr durch seltene Risse in den Wänden eintauchen könnt. Das Pendant zur Schattenwelt ist in A Link Between Worlds das Reich Lorule, welches Hyrule in vielen Punkten ähnelt, aber doch vollkommen anders ist.
Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr nach rund 15 Stunden Spielzeit, die ihr aber locker verdreifachen könnt, wenn ihr alle Herzteile, MeiMeis und Bonusgegenstände finden wollt. Und auf die harten Kerle wartet dort, wo einst Ganons Turm stand, eine ganz spezielle Herausforderung. Fast schwieriger wird es jedoch, zumindest für die älteren Zocker, nicht sentimental zu werden. Man erlebt schon fast so etwas wie Heimatgefühle, wenn ihr Schloss Hyrule betretet, Prinzessin Zelda trefft und in ihren Augen ein herzliches "Schön, dass du wieder da bist" erkennen könnt.
