God of War: Ascension im Test - Tolle Atmosphäre, Top-Präsentation und gewohnt guter Gameplay-Mix - Jetzt im Handel
TestGod of War: Ascension im Test für PS3 - Mit dem neuen Actionspiel um Antiheld Kratos liefert Sony zum Ende der PlayStation 3 noch einmal einen Leckerbissen ab. Wir haben Kratos durch die rund neun Stunden lange Kampagne gescheucht und klären, warum Ascension nicht ganz an den dritten Teil der Reihe heranreicht. Den Test zu God of War: Ascension lest ihr an dieser Stelle.
God of War: Ascension im Test! Die PlayStation 4 ist endlich angekündigt – für Sony noch lange kein Grund die nun kleine Konsolenschwester PS3 verkümmern zu lassen. Neben Beyond: Two Souls und The Last of Us ist vor allem God of War: Ascension noch einmal ein echter Leckerbissen zum bevorstehenden Ende der Konsolengeneration. Wir haben Kratos durch die rund neun Stunden lange Kampagne gescheucht und klären, warum Ascension nicht ganz an den dritten Teil der Reihe heranreicht, aber trotzdem noch mit 95 Prozent des Genres den Boden aufwischt.
Info zum Mehrspieler-Modus von God of War: Ascension: Wir hatten zwar die Gelegenheit in die Multiplayer-Beta von Ascension reinzuschnuppern und hätten auch an einer Testsession teilnehmen können, sind aber der Meinung, dass Online-Inhalte am besten unter Live-Bedingungen zu testen sind. Nur so können wir Dinge wie Spieleraufkommen, Matchmaking und Serverstabilität vernünftig bewerten. Kurz nach Release des Spiels werden wir daher ein Update nachliefern, das auf die Vor- und Nachteile des Mehrspielerparts eingeht und ihn wertungstechnisch einordnet. Wer trotzdem noch neugierig ist, hier unser Ersteindruck aus der Beta: Überraschend gut mit typischem God of War-Gameplay, aber auch äußerst brutal und noch nicht final gebalanced.
Das hat uns an God of War: Ascension gefallen
Das Kampfsystem
Quelle: PC Games
Am Kampfsystem von God of War: Ascension haben sich nur Details geändert.
Keine Überraschung: Am Kampfsystem haben sich nur Details geändert. Klar, wenn eine Serie bereits den sechsten Ableger (inklusive der beiden PSP-Teile) hervorbringt, dann wirft man nicht mehr ganze Konzepte über Bord, sondern macht sich an die Feinjustierung. Im Falle von Ascension sieht die wie folgt aus: Die Waffenvielfalt des dritten Teils ist Geschichte. Ihr wechselt nicht mehr zwischen Artemis-Bogen, Cestus-Fäustlingen und unterschiedlichen Schwertern hin und her, sondern vertraut voll und ganz auf Kratos' Chaosklingen. Als Ausgleich dafür sammelt ihr a) regelmäßig relativ unspektakuläre, temporär nutzbare Zweitwaffen ein, deren Nutzen sich auf eine Handvoll Szenen beschränkt und könnt b) eure Chaosklingen mit unterschiedlichen Gottesmächten verzaubern. Eine Zeusklinge elektrisiert und betäubt eure Gegner, eine Poseidonklinge friert sie fest, Ares steht für das Feuer und Hades für Schattenmagie und Lebensentzug. Zwischen diesen vier Gottesmächten könnt ihr bequem per Steuerkreuz umschalten und sie beeinflussen sogar eure jeweiligen Spezialattacken und Magie-Fähigkeiten. Was also anfangs nach Vereinfachung klingt, ist im Grunde nur eine andere Art der Komplexität. Wir mögen's. Oh, und wer seine Blocks gut timed, der pariert nun sogar gegnerische Angriffe und betäubt die Kontrahenten kurzzeitig – sehr praktisch.
Die Story
Zugegeben, ganz so episch wie im dritten Teil der Reihe fällt die Hintergrundgeschichte von Ascension nicht aus. Aber man kann halt auch nur einmal auf dem Rücken eines Titanen den Olymp erklimmen und das halbe Pantheon zerhäckseln. In Ascension steht dafür die emotionale Vergangenheit von Kratos im Mittelpunkt. Kurz nach dem Tod seiner Familie hat Kratos dem Kriegsgott Ares abgeschworen. Für diesen Bruch seines Blutschwures wird er allerdings von den Furien, den Rachegöttinnen in der griechischen und römischen Mythologie, gefoltert und mit Illusionen einer heilen Welt gefüttert. Ultimativ wollen die Furien ihn so zurück auf die Seite des Kriegsgottes Ares ziehen. In Rückblenden und Traumsequenzen zeigt Kratos hier noch einmal deutlich mehr Emotionen als im in dieser Hinsicht bereits bemerkenswerten PSP-Ableger Ghost of Sparta. An einer Stelle lächelt er sogar – kein Sch… erz!
Die Präsentation
Auch wenn nicht ständig Götter, Halbgötter, Titanen und andere riesige Mythenwesen durch das Bild rennen, gehört die Präsentation von Ascension zum Besten, was das Action-Genre zu bieten hat. Mehr noch, durch den spärlicheren Einsatz solcher Bombast-Szenen wirkt es gleich noch einmal viel epischer, wenn ihr auf dem Körper des vielarmigen Hekatoncheiren Aegaeon (eine Art Titan) herumturnt und seine Extremitäten bekämpft, euch einem riesigen Seeungeheuer stellt oder auf einer schlangenförmigen, metallischen Bahn hockt.
Die Technik
Quelle: PC Games
Mit God of War: Ascension holt Sony noch einmal alles aus der Konsole heraus.
Mit Ascension holt Sony noch einmal alles aus der Konsole heraus. Sogar im Vergleich zum ohnehin schon brillanten God of War 3 steigern sich die Macher, gerade was die Mimik der Charaktere angeht. Bei den rasanten Kamerafahrten, den Zeitlupen-Finishern in Nahaufnahme und in den Cutscenes wirkt Kratos lebendiger als je zuvor. Aber auch der Rest des Spiels sieht fantastisch aus, ganz gleich ob Lichteffekte, Schattenwurf, Spiegelungen oder Animationen, Sony leistet hier ganze Arbeit. An der Soundfront hat sich hingegen nicht sonderlich viel getan, aber das musste es ja auch nicht. Bereits im Vorgänger waren Soundtrack, Effekte und die Sprecher (sowohl in der deutschen als auch in der englischen Version) nah an der Perfektion.
Das Gameplay
Wie von der Serie gewohnt, wechseln sich auch in Ascension Rätsel, Geschicklichkeitspassagen und Kämpfe ab. Und wie von der Serie gewohnt, ist der Mix gelungen. Die Rätsel sind knackig und mal mehr, mal weniger umfangreich, die Kämpfe fordernd und die Geschicklichkeitspassagen gut ins Spielgeschehen eingebettet. Nervige Passagen wie das Balancieren aus dem zweiten Teil der Reihe fanden sich schon im dritten Teil nicht mehr und Ascension setzt das fort. Mehr noch, die Geschicklichkeitsszenen sind nun viel besser ans Gesamtbild der Levelarchitektur angepasst. Sprich: Auffällige Balken oder unrealistisch platzierte Vorsprünge gehörten (größtenteils) der Vergangenheit an, dafür kraxelt ihr an Mini-Felskanten und rostigen Metall-Löchern entlang. Dass Kratos dabei deutlich flinker als im Vorgänger vorgeht, macht das Ganze gleich noch einmal fluffiger. Aber auch die Rätselfans kommen voll auf ihre Kosten. Wenn ihr im Verlauf des Spiels erst einmal diverse Spezialgegenstände findet und miteinander kombinieren müsst, werden die grauen Zellen durchaus gefordert. Dann erzeugt ihr mit dem ersten Gegenstand einen Doppelgänger von euch, der einen Hebel festhält, spult mit dem zweiten Gegenstand die Zeit vor und entzaubert mit dem dritten eine Illusion der Furien – witzig!
