Zone of the Enders - The 2nd Runner
Die Effekte sind wie beim Vorgänger vom Feinsten.
Das erste Zone of the Enders war in der Anfangszeit der PlayStation 2 die Grafikdemo schlechthin, und das nicht im negativen Sinne. Der zweite Teil knüpft natürlich an die Handlung des Vorgängers an: Im 22. Jahrhundert kämpfen die so genannten Enders, Bewohner der von der Erde aus kolonisierten Planeten Mars und Jupiter, gegen die Unterdrückung durch die elitären Menschen, die auf der Erde geboren sind. Durch die Entdeckung des neuen Metatron-Erzes gelingt es den Erdfeinden auf dem Mars, eine Armee von Kampfrobotern (Orbital Frames) aufzustellen und den Spieß umzudrehen - die Fertigstellung der uneinnehmbaren Basis der Mars-Armee (genannt BAHRAM) steht kurz bevor. Gut, dass Sie zufällig den Orbital Frame Jehuty aus dem ersten Spiel finden - auf geht's zum Mars!
Alles im Griff
Während das erste ZOE-Spiel noch zwischen Erforschungs- und Kampfmodus wechselte, ist beim zweiten Teil jetzt eigentlich dauernd Action angesagt. Durften Sie beim ersten Teil die feindlichen Mechs schon durch die Gegend schleudern, so können diese nun als Wurfwaffen gegen Ihresgleichen eingesetzt werden, oder fungieren unfreiwillig als Schutzschild und überdimensioniertes Schlagwerkzeug. Wenn gerade kein Gegner zur Hand ist, tut's aber auch der nächstbeste Pfeiler aus der zusammengestürzten Umgebung ... Auch beim Einsatz von Fernkampfwaffen hat sich einiges getan. Die wohl wichtigste Änderung ist das neue Zielsystem, das problemlos zig Gegner auf einmal erfassen und unter Beschuss nehmen kann. Noch wichtiger und zahlreicher als beim ersten Teil dürften diesmal die Bosskämpfe geraten - alleine in den bislang spielbaren drei Abschnitten stellten sich uns neben allerlei Kanonenfutter auch drei besonders hartnäckige Mechs und ein riesiges Kampfschiff in den Weg, zu deren Bekämpfung bestimmte Taktiken nötig sind.
Blendende Optik
Grafisch legt The 2nd Runner gegenüber dem Vorgänger noch einen Gang zu: Die Gegner sind deutlich zahlreicher, die Effekte spektakulärer, die Umgebung hübscher anzusehen und - zumindest in dem bisher spielbaren Teil des Spiels - Slowdowns gibt es absolut gar keine. Angesichts des oft wirklich zum Bersten mit Gegnern, Lasern und Explosionen gefüllten Bildschirms äußerst beeindruckend. Erneut wird die fantastische Grafik dem hervorragenden Mech-Design gerecht. Die Zwischensequenzen werden diesmal mit gezeichneten statt gerenderten Figuren präsentiert, ansonsten hat sich entgegen des ersten Eindrucks am optischen Stil des Spiels relativ wenig geändert - was in diesem Fall sicher kein Manko ist.
Die Steuerung von Jehuty im freien Raum ist ebenso gelungen wie beim Vorgänger, womit als größte Fragezeichen die beiden Schwächen des Vorgängers bleiben: Wie sieht's mit Umfang und Abwechslung aus? Doch diese Frage wird wohl erst der Test des fertigen Spiels beantworten können. Dann wird sich auch zeigen, ob ein Spiel wie Zone of the Enders bei uns auch ohne ein beiliegendes Demo/Video von Metal Gear Solid 2 auf Spielerinteresse stößt. Wenn Sie Probleme haben, auf den Bildern auf dieser Seite etwas zu erkennen, so liegt das übrigens vor allem an dem abstrakten Design der Mechs. Ein Standbild kann die Schönheit des Spiels in Bewegung leider nicht widergeben.