Ys: The Ark of Napishtim
Der Dame mit dem tiefen Ausschnitt dürfen Sie Ihr Können beweisen.
The Ark of Napishtim ist eigentlich schon der sechste Teil der Ys-Serie. Dennoch wird es für viele europäische Spieler wohl der erste Kontakt mit einem Ys-Game sein. The Ark of Napishtim ist jedoch leider nicht gerade ein Highlight der Reihe und für heutige Standards recht unspektakulär. In der Rolle des Helden Adol, der übrigens schon die Hauptfigur in allen anderen Teilen war, helfen Sie den Rehdanern, indem Sie drei verloren gegangene Spiegelfragmente für sie finden und sich später sogar gegen das böse Imperium stellen, das das friedvolle Völkchen versklaven will.
Das geschieht im klassischen Action-Rollenspiel-Gewand. Aus der Vogelperspektive steuern Sie Ihren Recken durch Wälder und Dungeons und verkloppen in Echtzeit Blobs, Eichhörnchen und Giftpflanzen. Innovationen sucht man dabei vergebens. Dem Helden stehen gerade mal drei aufrüstbare Schwerter zur Verfügung, die jeweils eine individuelle Magieattacke sowie eine Spezialattacke zu bieten haben. Grafik und Sound sind ebenso unspektakulär wie die Hintergrundmusik und die Umgebungen ziehen belanglos am Spieler vorbei.
Auffallend nervig ist hingegen die Sprachausgabe, die mit das Schlechteste ist, was wir seit langem zu hören bekommen haben. Trotz dieser Kritikpunkte ist Ys - The Ark of Napishtim aber kein totaler Reinfall. Wer das Genre von vorne bis hinten auswendig kennt, wird mit diesem Titel kurzweilige Unterhaltung finden, die weder Hirn noch Fingerspitzengefühl fordert. Ein netter Zeitvertreib, der das Warten auf kommende Highlights immerhin ein wenig zu verkürzen vermag.