Razer Onza im Hands-On-Test: Der ideale Xbox-360-Controller für Profi-Spieler
Der Razer Onza im Hands-On-Test auf der Gamescom.
Einen besonders guten Ruf genießen Dritt-Hersteller-Controller nicht. Oftmals sind sie nicht sonderlich gut verbaut und liegen schlecht in der Hand. Hardware-Hersteller Razer will das ändern und veröffentlicht im Oktober mit dem Razer Onza seinen ersten Controller für Xbox 360. Auf der Gamescom 2010 hatten wir die Möglichkeit, das Joypad erstmals in der Hand zu halten und auszuprobieren. Als erstes fiel uns das lange Kabel auf: Das ist 4,5 Meter lang und dürfte für die meisten Wohnzimmer gänzlich ausreichend sein. Der Razer Onza bietet darüber hinaus einige tolle Verbesserungen gegenüber dem Microsoft-Original: Die beiden Analogsticks lassen sich über ein Drehrad unterhalb des Gummisticks im Widerstand einstellen. Wenig Widerstand für Ego-Shooter zum Beispiel, mehr Widerstand für feinfühlige Lenkmanöver in Rennspielen. Ein tolles Feature, zumal sich die Sticks stufenlos einstellen lassen.
Razer nutzt für die vier Aktionsknöpfe Technik aus Mäusen. Effekt: Der Weg der Knöpfe ist extrem kurz, was in Online-Gefechten die entscheidende Millisekunde Vorteil bringen kann. Trotzdem spürt man einen Druckpunkt. Der Controller verfügt über Trigger mit tiefen Mulden, was vor Abrutschen schützt. Außerdem hat er nicht nur zwei sondern vier Bumper-Tasten. Zwei lassen sich frei belegen, was man anhand zweier kleiner Knöpfe an der Gehäuserückseite ganz einfach tun kann. Allerdings fallen die Bumper-Knöpfe sehr schmal aus, was dazu führen kann, dass man aus Versehen beide gleichzeitig betätigt. R
Der Razer-Controller für Xbox 360 bietet jeweils drei Schultertasten und justierbare Sticks - prima!
azer wollte das Controller-Gehäuse allerdings nicht zu dick machen, daher nimmt man die schmalen Knöpfe in Kauf.
Beim Hands-on mit Split/Second: Velocity haben wir den Analogstick auf höheren Widerstand gestellt, wodurch sich das Fahrzeug exakter steuern ließ als gewohnt – prima!
Der Razer Onza kommt im Oktober als Professional Edition mit beleuchteten Aktionsknöpfen und Digital-Pad. Außerdem verfügt nur die Professional Edition über die justierbaren Analogsticks. Der Preis wird bei rund 50 Euro für die Professional und rund 40 Euro für die Standard Edition liegen.
Aufgefallene Stärken:
- Justierbare Analogsticks für mehr oder weniger Widerstand
- Zwei frei belegbare Schultertasten
- Liegt gut in der Hand
- 4,5 Meter langes stoffummanteltes Kabel
- Beleuchtete Aktionsknöpfe und Digi-Pad
Aufgefallene Schwächen:
- Die vier Schultertasten sind recht schmal