XIII
Eine gute Bewaffnung ist der halbe Sieg.
Das Spiel mit dem mysteriös klingenden Namen XIII basiert auf dem gleichnamigen Comic-Roman des Belgiers Jean van Hamme. Zwar kann sich sicherlich nicht jedermann für Cel-Shading begeistern, um aber Spieler tiefer in die Sphären eines Comics eintauchen zu lassen, eignet sich diese Technik hervorragend. Neben der sehr ansprechenden Cel-Shading-Grafik bediente man sich außerdem noch anderer Elemente, die das Comic-Flair weiter verstärken. So erscheinen Dialoge beispielsweise in Form von Sprechblasen und Geräusche werden durch Wortmalereien verdeutlicht. Ursprünglich sollte dieses Meisterwerk ja schon im März dieses Jahres erscheinen, allerdings hat sich der Release nun doch bis auf Oktober verschoben.
Die Hintergrundstory dieses First-Person-Shooters basiert auf einem Mordanschlag an dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Wenn ihr in die Rolle von Ubi Softs Hauptdarsteller schlüpft, so wacht ihr zu Beginn des Spiels schwer verletzt an einem einsamen Strandabschnitt der US-Ostküste auf. Ihr habt keinen blassen Schimmer, wie ihr dort hingekommen seid, geschweige denn, wer ihr überhaupt seid. Lediglich zwei Hinweise könnten Aufschluss auf eure Identität geben: eine Tätowierung mit der römischen Zahl 13 auf eurer rechten Schulter und ein Schlüssel zu einem Schließfach bei der Nationalbank von New York City. Um der Sa-che auf den Grund zu gehen, macht ihr euch auf den Weg dorthin und trefft sofort auf eine Menge feindlich gesinnten Pöbel. Zu eurem Erstaunen stellen diese Gegner aber kein allzu großes Hindernis dar. Die Professionalität, mit der ihr gegen eure Widersacher vorgeht, ist fast unglaublich. Je tiefer ihr in das Spielgeschehen eintaucht, umso mehr verstrickt ihr euch in ein Netz aus Geheimdienstaktivitäten und Intrigen. Nach und nach werdet ihr feststellen, dass ihr über überdurchschnittliche militärische Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt und zentraler Bestandteil einer groß angelegten Verschwörung gegen die amerikanische Regierung seid. "Es geht darum, die Verschwörung aufzudecken und zu vereiteln und gleichzeitig herauszufinden, wer man ist und auf welcher Seite man steht", so der französische Projektleiter Julien Bares.
Das Waffenarsenal
In XIII verfügt ihr über eine perfekte militärische Ausbildung und zudem noch über eine Art sechsten Sinn. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Radar und warnt euch, wenn sich Feinde in der Nähe aufhalten. Neben einer Beretta, einer M16, einer Pumpgun, einer AK 47 und einem Scharfschützengewehr dürfen sogar Stühle und Flaschen als Waffen verwendet werden. Durchschlagende Waffengewalt ist bei diesem Spiel ebenso gefragt wie lautloses Vorgehen. Hierfür könnt ihr auf Harpunen, Armbrüste und Wurfmesser zurückgreifen. Glasscherben können ebenfalls vom Boden aufgehoben werden, um dem Feind kurzfristig geringeren Schaden zuzufügen. Ähnlich wie in Splinter Cell kann man Gegner, indem man sie sich von hinten schnappt, sogar als menschliche Schutzschilde missbrauchen. Die verschiedenen Spielsituationen wurden zudem akustisch äußerst passend untermalt. Die Palette reicht von angenehm langsamer Hintergrundmusik in ungefährlichen Situationen bis hin zu bedrohlichen, hektischen Tönen beim Nähern von Feinden oder gar während eines Schusswechsels. Außerdem erwarten euch auch noch verschiedene Multiplayer-Modi für bis zu vier Spieler, beispielsweise Capture the Flag oder ein klassisches Deathmatch, die via Splitscreen gezockt werden können. Sogar über eine Online-Fähigkeit wird derzeit noch nachgedacht, allerdings steht es noch in den Sternen, ob dieses zusätzliche Feature seinen Weg in das Spiel findet. Wie es bisher scheint, wurde nicht nur für einen flüssigen Bildaufbau, eine ansprechende Grafik und ein abwechslungsreiches Gameplay gesorgt, sondern auch auf eine perfekt ausgewogene Gegner-KI größten Wert gelegt. Eines ist auf jeden Fall sicher: Die ersten Eindrücke machen definitiv Lust auf mehr.