X-Men: The Official Game

Test Thomas Eder

Erlebt die Vorgeschichte zum neuen X-Men-Film hautnah!

Diesen Schlag vergisst Sabretooth sicher nicht so schnell. Diesen Schlag vergisst Sabretooth sicher nicht so schnell. Passend zum dritten X-Men-Film, der zurzeit in den deutschen Kinos läuft, erscheint auch Activisions neueste Superhelden-Versoftung. Die Story, die sich Co-Drehbuchautor Zak Penn und Comic-Schreiber Chris Claremont ausgedacht haben, ist - wie oben angedeutet - eine Art Vorgeschichte zum kommenden Kinostreifen und ein Nachschlag zum zweiten Leinwandauftritt der mutierten Superhelden - ein ganz besonderer Leckerbissen für X-Men-Fans. Um euch die Vorfreude nicht zu verderben, halten wir uns mit weiteren Details zur spannenden Story bedeckt und nehmen stattdessen Gameplay und Technik unter die Lupe.

Gute Ansätze

Beim Gameplay will Activision vor allem durch Abwechslung punkten: Die drei Charaktere Wolverine, Nightcrawler und Iceman spielen sich aufgrund ihrer verschiedenen Fähigkeiten sehr unterschiedlich. Wolverine prügelt sich durch die Reihen der Gegner, Iceman friert seine Widersacher ein, während er auf einem Eisstrahl entlanggleitet, und Nightcrawler benutzt seine Teleportationsfähigkeit, um Feinde zu verwirren und ins Jenseits zu schicken.

Bei Wolverines Auftritten steht eher stumpfsinniges Button-Gehämmere im Vordergrund - bei Iceman geht es mehr darum, den frostigen Helden geschickt durch die Areale schlittern zu lassen und dabei Gegner mit gezielten Schüssen auszuschalten. Nightcrawler ist der wohl interessanteste Charakter im Spiel - mit ihm macht es einfach Laune, sich durch die Abschnitte zu beamen oder wie aus dem Nichts hinter Gegnern aufzutauchen und diese mit stylischen Combos im Handumdrehen unschädlich zu machen.

Doch auch wenn sich die Charaktere unterschiedlich spielen, kommt vor allem in den Wolverine-Abschnitten Langeweile auf, wenn Sie sich zum Beispiel Ewigkeiten im selben Raum kloppen und ständig neue Gegner in den Bereich strömen. In den Abschnitten mit den beiden anderen Charakteren hat man ebenfalls gelegentlich den Eindruck, dass das Spiel stellenweise durch lange Laufwege und viele Gegner künstlich in die Länge gezogen wurde.

Eine nette Abwechslung sind die Nightcrawler- und Iceman-Passagen, in denen der Spieler gelegentlich sogar seine grauen Zellen auf Touren bringen muss, wenn ein Missionsziel einmal nicht offensichtlich auf der Hand liegt oder ein Bossgegner widerspenstiger ist als zunächst angenommen. Für eure Erfolge in den 28 einzeln anwählbaren Missionen werdet ihr abhängig vom Schwierigkeitsgrad mit Mutationen belohnt, mit denen ihr Eigenschaften eurer Spielfiguren wie Gesundheit, Stärke oder Geschwindigkeit verbessert.

Solide Technik

Mit Nightcrawler könnet ihr euch hinter den Gegner teleportieren. Mit Nightcrawler könnet ihr euch hinter den Gegner teleportieren. Wie die Vorgänger gibt sich auch das neueste X-Men in technischer Hinsicht sehr ordentlich. Die Grafik ist weitgehend gut, auch wenn gelegentlich Probleme bei der Kameraführung oder Slowdowns in Kämpfen mit zu vielen Widersachern auftreten. Während die Außenareale meist sehr aufwendig und nett gestaltet sind, wirken die Innenbereiche häufig etwas eintönig und lieblos.

Dafür gibt's satt was auf die Ohren: Der Soundtrack mit seinen orchestralen Klängen passt hervorragend zum Geschehen und die Stimmen der Originalsprecher werden wie die Story vor allem eingefleischte Fans begeistern. Lediglich gesellige Spielernaturen schauen in die Röhre - X-Men: The Official-Game bietet keinen Mehrspieler-Modus

Bildergalerie

Wertung zu X-Men: The Official Game (GC)

Wertung:

75 /10
Pro & Contra
3 unterschiedlich spielbare CharaktereOrdentliche TechnikPackende Story
Künstliche Längen
Fazit

Das ordentliche Gameplay machen das neue X-Men nicht nur für Fans spielenswert.

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