id Software: "Wolfenstein hat mit dem Zweiten Weltkrieg nicht viel zu tun"
In Wolfenstein schlüpfen Sie in die Rolle des Agenten BJ Blazkowicz.
Der Kreativdirektor von Wolfenstein, Eric Biessman, erläuterte kürzlich in einem Interview, dass der Ego-Shooter von Raven Software mit dem Zweiten Weltkrieg nicht viel am Hut hätte: "Obwohl der Titel im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist, kann man ihn nicht darauf reduzieren - das ist so, als würde man behaupten, dass die Indiana-Jones-Streifen Zweiter-Weltkrieg-Filme wären." Klingt plausibel, vor allem, wenn man das zugrundeliegende Spielkonzept mit Parallelwelten, unerschöpflichen Energiequellen und anderen obskuren Dingen betrachtet. Biessman erklärte weiter: "Dunkle Wissenschaften in Kombination mit absonderlichen okkulten Mysterien ermöglichen in der Größe nicht mit realen Vorbildern vergleichbare Charaktere, Waffen und Gegner. So können wir außerhalb der Realität bleiben, um eine schlüssiges Spielwelt zu erschaffen."
So kommt es beim düsteren Ego-Shooter Wolfenstein also nicht darauf an, Horden von Nazis ins virtuelle Jenseits zu schicken, sondern vielmehr geht es darum, ein gut durchdachtes "Was-wäre-wenn"-Gedankenspiel zu erkunden. So beendet auch Biessman das Interview mit "Was wäre, wenn? Was wäre, wenn die Nazis Zugang zu einer unerschöpflichen Energiequelle hätten? Was wäre, wenn die Nazis Strahlenwaffen bauen könnten? Was wäre, wenn die Nazis Kampfanzüge herstellen könnten? Es war schon ziemlich cool, sich die ganzen Möglichkeiten auszudenken und dann zu beobachten, wie sie in Wolfenstein Realität werden."
Wir müssen uns noch ein klein wenig gedulden, bis wir das ebenfalls zu sehen kriegen, das hierzulande von Activision vertriebene Wolfenstein soll im dritten Quartal 2009 erscheinen.
Ebenfalls interessant:
Wolfenstein-Screenshots: Glühende Gegner und Hauptheld im Blickpunkt
Zu blutrünstig? Landen diese Horror- und Action-Schocker auf dem Index?
Modern Warfare 2 soll das bestverkaufte Spiel aller Zeiten werden
- Schlagwörter:
- , wolfenstein
- , ego-shooter