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  • White Knight Chronicles im Test für PlayStation 3: Hübsche Grafik, schick inszenierte Geschichte, aber etliche Schwächen

    Über ein Jahr nach der Veröffentlichung in Japan erscheint der weiße Ritter auch hierzulande - wir nehmen White Knight Chronicles in unserem Test unter die Lupe.

    Ein edler Ritter in einer strahlend weißen Rüstung rettet eine Prinzessin - und die Welt gleich mit, wo er schon mal dabei ist. So oder so ähnlich habt ihr es sicher schon in zahlreichen Geschichten gelesen oder in Filmen gesehen. Auch White Knight Chronicles bedient sich dieser sehr westlich geprägten Grundhandlung, wandelt dabei jedoch auch auf typisch japanischen Rollenspielpfaden.

    STATISTEN-EDITOR
    Im rund anderthalbstündigen Prolog erfahrt ihr, warum Protagonist Leonard den namensgebenden weißen Ritter kontrollieren kann und was für einen Auftrag er erfüllen muss. Zuvor erstellt ihr euch jedoch mithilfe des Editors einen Spielcharakter. Moment, Spielcharakter? Leonard ist doch der Protagonist? Richtig, nichtsdestotrotz entwerft ihr einen Helden. Dieser ist fortan der erste Begleiter Leonards. Leider sieht man dem Helden gerade in den zahlreichen Spielgrafik-Zwischensequenzen an, dass er eben selbst erstellt ist. Ein Großteil der NPCs und die Gruppenmitglieder wirken einfach viel detaillierter und lebensnaher. Zudem fällt die Identifikation mit der Figur schwer, da sie keine besondere Rolle in der Geschichte spielt, kaum einen gesprochenen Satz von sich gibt und meist nur dumm dreinblickend in der Gegend herumsteht. Zwar kann man seinem Alter Ego im Charakter- Editor eine Stimme aussuchen, genutzt wird sie jedoch zu 99 Prozent nur für "Uhhs!" und "Ahhs!" in den Kämpfen. Hier verschenkt White Knight Chronicles viel Atmosphäre-Potenzial.

    Widersacher: Auch die Bösewichte kontrollieren einen - leider schwachbrüstigen - Ritter, ganz schick in Schwarz. Widersacher: Auch die Bösewichte kontrollieren einen - leider schwachbrüstigen - Ritter, ganz schick in Schwarz.

    RITTERSCHLÄGER
    Kommen wir jedoch zurück zum Prolog. Leonard und der Spielcharakter (in unserem Fall Horstkevin) sind Angestellte eines Weinladens und sollen im nahe gelegenen Dorf Parma (nein, nicht das in Italien) eine Weinlieferung für ein königliches Fest abholen. Auf dem Weg dorthin bekämpft man kleine Koboldwesen, Wespen und am Ende sogar einen Troll. Hauptsächlich dient die Kurzreise jedoch dazu, dem Spieler das Kampfsystem Schritt für Schritt beizubringen. Beispielsweise könnt ihr euch selbst Kombos erstellen und mehrere Angriffe aneinanderreihen, weitere Einzelheiten erklären wir euch im Extrakasten "Das Kampf-Interface". Eine weitere Besonderheit: Begegnungen finden in Echtzeit statt und ihr könnt euch frei bewegen. Leider wurde auch dies nicht konsequent zu Ende gedacht. Egal wo ihr steht, Nahkampfangriffe eurer Gegner treffen euch. Zudem gibt es keine besonderen Boni, wenn ein Gegner umzingelt wird, oder für Angriffe von hinten. Hier wäre ein stärkerer taktischer Anspruch möglich und auch weitaus interessanter gewesen. Zusätzlich sind die meisten Kämpfe schlicht und ergreifend zu leicht.

    AUFSTIEGS-ASPIRANT
    Screenshots aus unserem PS3-Test zu White Knight Chronicles (1) Screenshots aus unserem PS3-Test zu White Knight Chronicles (1) Für jeden erlegten Gegner erhaltet ihr genretypisch Erfahrungspunkte und levelt eure Helden hoch. Pro Stufe dürft ihr mehrere Punkte in verschiedene Fähigkeitsbäume wie Zweihandschwerter, offensive Magie, Stabkampf und so weiter stecken. Eurem Spielcharakter stehen dabei alle Fähigkeiten offen, bei den anderen Gruppenmitgliedern sind meist ein oder zwei Fertigkeitsgruppen nicht verfügbar. Leonard beispielsweise kann nicht mit Stäben und Speeren kämpfen. Da die Maximalstufe bei 50 liegt, sind eurer Fantasie, was Kombinationen angeht, keine Grenzen gesetzt. Ein bogenschießender Heiler? Ein Magier mit Zweihandaxt? Kein Problem. Auf wilde Experimente solltet ihr dennoch verzichten, denn einmal verteilte Punkte könnt ihr erst mit Stufe 50 wieder rückgängig machen. Damit ihr neu erworbene Fähigkeiten dann auch im Kampf nutzen könnt, habt ihr - ähnlich wie in Online-Rollenspielen - drei Aktionsleisten, auf denen ihr eure Attacken und Kombos positioniert. Dort wird der Platz schnell zu eng, weswegen ihr oft damit beschäftigt sein werdet, eure Angriffe neu auf den Leisten anzuordnen. Zuschaltbare Extraleisten wären hier die sinnvollere Alternative gewesen, wenn man sich schon an gängigen MMOs orientiert.

    PARTY-CRASHER
    Nachdem ihr euch mit dem Kampfsystem vertraut gemacht habt, geht es in die Hauptstadt zurück, wo das königliche Fest bereits begonnen hat. Was genau passiert, wollen wir euch hier nicht verraten, aber es lässt sich mit den Worten "Chaos, Mord und Entführung" zusammenfassen. Und wie das in Rollenspielen nun mal so ist, ist euer Spielcharakter mittendrin. Nein, Moment, Leonard ist mittendrin, euer Spielcharakter steht stumm daneben und guckt zu. Der junge Weinladen-Angestellte stößt nämlich auf eine riesige Rüstung, die einem uralten Volk als Waffe diente. Der Geist, der dieser Rüstung innewohnt, erachtet Leonard für würdig und so kann dieser sich fortan - sofern genug Aktionschips (AC) vorhanden sind - im Kampf zum namensgebenden weißen Ritter transformieren. Die se Momente stellen dann auch das Highlight dar, was die Kämpfe anbelangt - dank schicker neuer Fähigkeiten und toller Inszenierung. Wie normale Begegnungen kranken jedoch auch diese Szenen an mangelnder taktischer Tiefe und einem zu leichten Schwierigkeitsgrad. Trotz dieser neu gewonnenen Macht wird eine Prinzessin entführt, ein Abspann beendet den Prolog und Leonards Aufgabe ist es nun, die entführte Hoheit zurückzuholen.

    Screenshots aus unserem PS3-Test zu White Knight Chronicles (2) Screenshots aus unserem PS3-Test zu White Knight Chronicles (2)

    REISE, REISE
    Zu diesem Zweck reist ihr quer durch alles, was der Rollenspiel- Atlas so hergibt. In den meisten Fällen ist auch alles sehr hübsch anzusehen, genauso wie das Gegnerdesign. Lediglich der Aufbau einiger Gegenden verwirrt anfangs und erweckt den Eindruck, dass hier künstlich gestreckt werden sollte. Auf euren Reisen werdet ihr immer wieder auf besondere Missionen stoßen, die ihr allein oder aber mit bis zu drei Mitspielern online lösen könnt. Die einzigen Voraussetzungen, um diese Aufgaben anzugehen, sind eine Mindeststufe und ein bestimmter Gildenlevel. Letzteren erhöht ihr durch das Erfüllen einfacherer Missionen. Als Belohnung winken Erfahrung und spezielle Ausrüstungsgegenstände. Achtung: Hier steuert ihr euren selbst erstellten Charakter, habt also Leonard mitsamt Transformation nicht dabei. Leider konnten wir diese Missionen mit unserer Version noch nicht testen, sie führen euch allerdings nur in bekannte Gegenden und gegen bekannte Monster. Sind euch Story und Online-Missionen nicht genug, so könnt ihr noch eine Stadt errichten, in der ihr beispielsweise besondere Gegenstände herstellen könnt. Um dies in Angriff zu nehmen, solltet ihr jedoch über einen prall gefüllten Geldbeutel verfügen, da Städtebau und Einwohner-Beschaffung Unsummen verschlingen.

    NETT, MEHR NICHT
    Was sich im Prolog andeutet, zieht sich auch durch den Rest der rund 40 Spielstunden. Die Geschichte ist nett erzählt und wird mit zahlreichen Zwischensequenzen vertieft, wirkt aber vorhersehbar. Das Kampf system bietet außer der Transformationsmöglichkeit und den Kombos keinerlei taktische Tiefe und allgemein sind die Begegnungen zu leicht. Zudem bleibt euer Charakter stets ein Statist, sodass kaum Atmosphäre aufkommen mag. Kurz: viel verschenktes Potenzial.

    Screenshots aus unserem Test zu White Knight Chronicles für PlayStation 3:

    White Knight Chronicles (PS3)

    Spielspaß
    74 %
    Grafik
    7/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schick inszenierte Geschichte mit vielen
    Cutscenes, hübsche Grafi k
    Dank Online-Modus und Städtebaukasten viel Beschäftigung
    Umfangreicher Charakter-Editor für eure Spielfigur …
    Gelegentliche technische Schwächen, etwa Tearing
    Geringer Schwierigkeitsgrad, kaum Taktik, daher wenig Anspruch
    ... die jedoch absolut keine Rolle im Singleplayer-Modus spielt – kaum Atmosphäre
  • White Knight Chronicles
    White Knight Chronicles
    Developer
    Level-5
    Release
    26.02.2010

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White Knight Chronicles
White Knight Chronicles im Test für PlayStation 3: Hübsche Grafik, schick inszenierte Geschichte, aber etliche Schwächen
Über ein Jahr nach der Veröffentlichung in Japan erscheint der weiße Ritter auch hierzulande - wir nehmen White Knight Chronicles in unserem Test unter die Lupe.
http://www.videogameszone.de/White-Knight-Chronicles-Spiel-42227/Tests/White-Knight-Chronicles-im-Test-fuer-PlayStation-3-Huebsche-Grafik-schick-inszenierte-Geschichte-aber-etliche-Schwaechen-743459/
27.03.2010
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2010/03/Play3_PS3_WhiteKnightChronicles_01.jpg
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