Die Grafiken bei Blue Storm sind über jeden Zweifel erhaben. Absolut flüssige 30 Bilder in der Sekunde sowie tolle Wassereffekte wie Gischtspritzer auf der Kamera und gute Animationen der Fahrer sorgen für ein gelungenes Spielvergnügen. Selbst der Vierspieler-Splitscreen läuft absolut flüssig, ohne dabei grafisch allzu viele Details einzubüßen - allerdings ohne Computerfahrer. Einziger grafischer Wermutstropfen sind die teilweise lieblosen Randbebauungen, die aber zum Glück während des normalen Rennens nicht weiter auffallen. Auch soundtechnisch kann Wave Race: Blue Storm überzeugen. Besonders der brummige Motorensound und die Wassergeräusche gefallen. Nicht überragend, aber solide und wesentlich abwechslungsreicher als beim Vorgänger gestalten sich der Renn-Kommentator und die Begleitmusik.
Wetterfühlig
Richtig klasse ist allerdings das Wettersystem. Wie der Titel-Zusatz Blue Storm bereits andeutet, finden die Rennen nicht nur bei eitel Sonnenschein, sondern häufiger auch mal bei richtigem Sauwetter statt. Doch anders als beim Nintendo-64-Vorgänger ist das Wetter nicht vorher bestimmt. Ein Zufallsgenerator sorgt für den einen oder anderen plötzlichen Wetterumschwung - und das während des Rennens! Startet ihr bei strahlendem Sonnenschein, kann es passieren, dass ihr im finstersten Gewitter über die Ziellinie rauscht. Hinzu kommt, dass ein Sturm - wie in der Realität - auch Auswirkungen auf den Seegang hat. So habt ihr bei einem Orkan nicht nur mit eingeschränkter Sicht zu kämpfen, sondern auch mit den riesigen Wellen.
Physikalisch
Doch auch wenn ihr bei gutem Wetter unterwegs seid, kann euch die exzellente Wasserphysik einen Strich durch die Rechnung machen. Denn herrscht in der ersten Runde noch Flut, kann der Wasserstand bis zur letzten Runde deutlich abnehmen. Und wo man am Anfang des Rennens noch bequem entlangfahren kann, ragt dann in der zweiten Runde etwa plötzlich eine Sandbank aus den Fluten, die ein flüssiges Durchkommen erheblich erschwert. Wave Race: Blue Storm bietet nicht nur einen Meisterschafts- und Mehrspielermodus, sondern auch das Zeitfahren und den Score-Attack-Modus. Beim Zeitfahren tretet ihr nicht gegen Gegner, sondern nur gegen die Stoppuhr an und versucht, eure eigenen Bestzeiten zu verbessern. Weniger um die Zeit als vielmehr um Punkte geht es beim Score-Attack-Modus. Hier müsst ihr durch Ringe fahren und diverse Tricks absolvieren - dafür gibt es Punkte.
