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  • Warhammer: The End Times - Vermintide: Ausführlicher Test des Left-4-Dead-Klons im Warhammer-Universum

    Die Story wird mit einigen wenigen Cut-Scenes erzählt, dient aber hauptsächlich nur zur Untermalung der Atmosphäre und als Ausgangspunkt für die Massengefechte. Quelle: PC Games

    Warhammer: The End Times - Vermintide vermixt das Gameplay des Valve-Klassikers Left 4 Dead mit dem Warhammer-Fantasy-Universum. In unserem Test erklären wir euch, was ihr im Shooter der Fatshark Studios zu erwarten habt. Update: jetzt mit Testvideo!

    Warhammer geht immer und Left for Dead war seinerzeit ein Riesenerfolg - diese unerschütterlichen Fakten gingen Fatshark, den Entwicklern von Warhammer: The End Times - Vermintide, wohl im Vorfeld der Entwicklung durch den Kopf. Und genau wie bei der Zombie-Hatz aus dem Hause Valve können wir die Story für unseren Test relativ schnell abhaken, was natürlich aufgrund der starken Lizenz etwas schade ist: Vermintide spielt – wie der Name schon verrät – zu Zeiten der sogenannten End Times. Im Warhammer-Universum ist dies quasi das Apokalypse-Szenario. Die Chaos-Truppen, angeführt von Archaon, dem "Herrn der letzten Tage", verheeren die Imperien der Menschen und auch über den Rest der Welt bricht Krieg und Verwüstung herein. Auch in Ubersreik in der Provinz Reikland herrscht Krieg, denn die Skaven sind aus ihren unterirdischen Behausungen über die Handelsstadt hergefallen. Und ihr spielt einen der letzten Verteidiger und versucht zu retten, was zu retten ist.

    05:00
    Warhammer: The End Times - Vermintide: Test-Video zum Koop-Shooter


    Vermintide im Test: Nieder mit der Skaverei!
    Das Gameplay von Warhammer: The End Times - Vermintide selbst orientiert sich sehr stark am eingangs erwähnten Koop-Ego-Shooter Left 4 Dead. Dort wie hier zieht ihr mit einem Vierer-Team los, erfüllt in den insgesamt 13 Missionen kleinere Zielvorgaben (Sprenge das Tor, aktiviere die Schleuse, entkomme aus dem Skaven-Bau etc.) und erwehrt euch einer Übermacht an relativ hirnlosen, aber wegen ihrer Vielzahl Der Packmaster ist eine Mischung aus L4D-Smoker und L4D2-Jockey. Mit einer Rute samt befestigtem Seil zieht er euch aus der Gruppe heraus und versucht, euch zu isolieren. Fies: Hat er genug Zeit, rammt er die Rute einfach in den Boden und lyncht euch so, um sich dann dem nächsten Opfer zu widmen. Der Packmaster ist eine Mischung aus L4D-Smoker und L4D2-Jockey. Mit einer Rute samt befestigtem Seil zieht er euch aus der Gruppe heraus und versucht, euch zu isolieren. Fies: Hat er genug Zeit, rammt er die Rute einfach in den Boden und lyncht euch so, um sich dann dem nächsten Opfer zu widmen. Quelle: PC Games brandgefährlichen Gegner-Massen. Nur dass es in Vermintide eben Rattenmenschen statt Zombies sind. Sogar bei den Spezial-Gegnern hat man sich die "Special Infected" aus L4D zur Vorlage genommen, unserer Meinung nach fast schon dreist. Der Gutter Runner etwa ist ein unsichtbarer Skaven-Assassine, der sich bevorzugt auf einzelne Spieler stürzt und sie am Boden festpinnt – genau wie ein L4D-Hunter. Der Poison Wind Globadier deckt wie der Spitter ein ganzes Areal mit tödlichem Gift ein, der Rat Ogre ist ein mutierter, bärenstarker und aggressiver Gigant, ähnlich dem Tank, und der Packmaster versucht euch an einem kurzen Seil aus der Gruppe herauszuziehen und wegzuschleifen – eine Mischung aus Jockey und Smoker also. Lediglich der Ratling Gunner mit seinem MG und die in Gruppen auftretenden, gepanzerten, oftmals sogar patrouillerenden Storm Vermin wirken etwas eigenständiger. Auf einen Versus-Modus müsst ihr in Vermintide übrigens verzichten, in die Skaven-Rolle schlüpft hier nur die KI.

    Wer auf solche Gegnermassen trifft sollte entweder eine Wand im Rücken haben oder einen Teamkameraden. Normale Skaven nämlich sind allein zwar kaum gefährlich, in Gruppen aber nicht zu unterschätzen. Wer auf solche Gegnermassen trifft sollte entweder eine Wand im Rücken haben oder einen Teamkameraden. Normale Skaven nämlich sind allein zwar kaum gefährlich, in Gruppen aber nicht zu unterschätzen. Quelle: PC Games Dem Spielspaß von Vermintide tut dies jedoch keinen Abbruch, denn die gut 20-30 Minuten dauernden Missionen bieten Nervenkitzel pur. Zum einen, weil ihr durch einen arg begrenzten Munitionsvorrat fast schon in den Nahkampf gezwungen und somit leichter überrannt werdet, zum anderen, weil die wunderschön-dreckige Warhammer-Level-Architektur Hinterhalte und Überraschungsangriffe seitens der Skaven begünstigt. Dächer und Mauern sind keine Hindernisse für die flinken Ratten und aus zahlreichen Löchern und Kanalöffnungen strömen ebenfalls unentwegt Gegnermassen. Daraus ergibt sich ein äußerst knackiger Schwierigkeitsgrad, der Teamplay und den regelmäßigen Einsatz eurer Block-Fähigkeit überlebenswichtig macht und selbst Left-4-Dead-Veteranen vor die eine oder andere knifflige Aufgabe stellen sollte. Mit uneingespielten Gruppen, in denen womöglich einer der Spieler noch einen auf Rambo macht und alleine herumrennt, ist hingegen oftmals schon auf "Normal", dem zweiten der fünf Schwierigkeitsgrade Schluss. Einsteigerfreundlichkeit ist sicherlich was anderes, erfahrenere Spieler freuen sich aber über die Herausforderung, die Vermintide bietet.

    Vermintide im Test: Warhammer trifft Vier gewinnt
    Bei Vermintide verkörpert ihr in eurem Vierer-Team einen von fünf Charakteren, die sich größtenteils jedoch nur durch Aussehen und Bewaffnung unterscheiden. Der zwergische Ranger Bardin Goreksson zieht mit Zweihand-Axt oder Schild & Axt sowie Armbrust ins Gefecht, die Waywatcher-Elfin Kerillian setzt auf edle Schwerter und ihren Bogen, der Hexenjäger Victor Saltzpyre trägt ein Rapier bzw. einen Bidenhänder und eine Armbrust oder Schrotpistolen, die Feuerzauberin Sienna Fuegonasus (Bright Wizard im Original) geht mit Schwertern und Zauberstäben zu Werke und der Imperiale Soldat Markus Kruber zuletzt hat eine klassische Schild-Einhandwaffen-Kombo oder einen Zweihänder sowie eine (Schrot-)Flinte im Gepäck.

    Rettet sich euer Team ins Ziel, so würfelt nämlich (jedes Teammitglied für sich) um bessere Items. Nur wer richtig Glück hat oder in den Missionen sorgfältig war, staubt Gegenstände höherer Qualität ab. Rettet sich euer Team ins Ziel, so würfelt nämlich (jedes Teammitglied für sich) um bessere Items. Nur wer richtig Glück hat oder in den Missionen sorgfältig war, staubt Gegenstände höherer Qualität ab. Quelle: PC Games Da für erfolgreich beendete Missionen jedoch Loot in Form von Ausrüstungsgegenständen unterschiedlicher Qualitätskategorien (weiß, grün, blau, lila – wie mittlerweile üblich) winkt, dient die Anfangs-Bewaffnung nur als grobe Richtungsvorgabe. Jedes gefundene Item ist jedoch nicht nur auf einen bestimmten Charakter gemünzt, sondern unterscheidet sich auch hinsichtlich seiner Stats vom Rest. Schmuckstücke etwa verleihen euch verschiedene, passive Boni, Waffen hingegen weisen Werte wie Schaden, Angriffsgeschwindigkeit oder Knockback auf – den experimentierfreudigen unter euch ist in Warhammer: The End Times – Vermintide also deutlich mehr Spielraum als im Valve'schen Vorbild gegeben. Schön: Die Lootvergabe am Ende einer Mission folgt klassischen RPG-Pfaden, indem ihr eine Handvoll Würfel in eine Blechschüssel werft. Wer besser würfelt, erhält bessere Items, wer in der Mission selbst alles abgrast und spezielle Gegenstände ins Ziel rettet, erhält Bonuswürfel – eine sehr witzige Idee, die zudem noch risikofreudige Spieler potenziell belohnt.

    Technik mit Licht und Schatten
    Was die technische Seite anbelangt, sind wir bei Vermintide etwas zwiegespalten. Zum einen sehen die dreckig-heruntergekommenen Areale und die Charaktere wirklich hübsch aus und vermitteln sehr viel Warhammer-End-Times-Atmosphäre. Der hohe Gore-Anteil, bei dem es schon mal Körperteile in alle Richtungen regnet, tut sein Übriges dazu bei. Und auch die Soundkulisse stimmt, von der schön unauffälligen Hintergrundmusik, über die Schlachtengeräusche, bis hin zu den regelmäßigen Sprach-Samples der Mitstreiter, die vor speziellen Gegnern warnen oder herumliegende Munition und Heiltränke ansagen.

    Vermintide ist äußerst blutig, herumfliegende Körperteile sind keine Seltenheit. Wer aus erhöhter Position kämpft, sorgt dabei natürlich meist für rollende Köpfe ... Vermintide ist äußerst blutig, herumfliegende Körperteile sind keine Seltenheit. Wer aus erhöhter Position kämpft, sorgt dabei natürlich meist für rollende Köpfe ... Quelle: PC Games Zum anderen merkt man Warhammer: The End Times - Vermintide aber nicht nur an der bereits erwähnt-kruden KI an, dass wir es hier mit einem Budget-Titel eines kleinen Studios zu tun haben. Der Netzcode etwa hat auch nach mehreren Patches noch mit regelmäßigen Problemen zu kämpfen. Lags sind zwar eher selten, dafür crashen Partien schon mal gänzlich. Auch eine Host-Migration hat es nicht ins Spiel geschafft. Verlässt also der Host die Partie – ob freiwillig oder unfreiwillig –, endet die Mission sofort. Das ist natürlich extrem ärgerlich und nicht mehr sonderlich zeitgemäß. Ein weiteres Problem sind die inkonsistenten Hitboxen. Mal treffen euch die Skaven noch aus drei Metern Entfernung, mal durch Wände hindurch, dann wiederum selbst auf freiem Feld aus 50 Zentimetern nicht. Und für euch gilt dasselbe: Hin und wieder gehen Attacken selbst aus kürzester Distanz ins Leere, obwohl der Gegner quasi schon in eurem Schwert steht. Allerdings hat sich diese Problematik seit Release schon stark gebessert und fällt nur noch sporadisch negativ auf.

    02:13
    Warhammer: The End Times - Vermintide - Actionreicher Release-Trailer


    Zu guter Letzt liefen wir gleich mehrfach ein und demselben Bug über den Weg: Nach Betreten einer bereits laufenden Mission war unser Charakter durchsichtig, die Steuerung war seitenvertauscht und per linkem Mausklick griffen wir nicht mehr an, sondern schalteten per Verfolgerkamera durch unser Team – auch hier besteht also noch Patch-Bedarf. Immerhin haben die Entwickler all diese Probleme bereits erkannt und arbeiten an weiteren Updates, die Fehler beheben und auch dedizierte Server bringen sollen. Und DLCs sind auch bereits in Planung.

    Falls ihr neben unserem Test noch mehr über Warhammer: The End Times - Vermintide erfahren wollt, besucht doch unsere Themenseite.

    Warhammer: The End Times - Vermintide (PC)

    Spielspaß
    82 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schön umgesetzte Warhammer-Atmosphäre
    Knackig-forderndes Left-4-Dead-Koop-Gameplay
    Motivierendes Lootsystem, das allerdings erst auf höheren Schwierigkeitsgraden in Fahrt kommt
    Hübsch designte Welt, gut animierte Charaktere
    Abwechslungsreiches Missions-Design
    Diverse technische Probleme, von Crashes über Bugs bis zu fehlender Host-Migration
    Story relativ unbedeutend
    Bockschwer und daher in Zufallsgruppen mitunter frustrierend
    Aktuell nur 13 Missionen in je fünf Schwierigkeitsgraden
    Fazit
    Packender Koop-Shooter mit starker Lizenz, der sich aber eher an Profis richtet und aktuell noch unter Kinderkrankheiten leidet.
  • Warhammer: The End Times - Vermintide
    Warhammer: The End Times - Vermintide
    Developer
    Fatshark
    Release
    23.10.2015

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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http://www.videogameszone.de/Warhammer-The-End-Times-Vermintide-Spiel-55247/Tests/Review-zum-Koop-Shooter-1176138/
03.11.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/10/Vermintide_GutterRunner-001-pc-games_b2teaser_169.jpg
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