Warhammer 40K: Space Marine im Test für PS3 und Xbox 360 - Ein echter Atmosphäre-Brocken
Harte Kost: Gerade den Nahkämpfen merkt man die Herkunft aus dem brutalen Warhammer-Universum an - nichts für Kinder.
Warhammer 40K: Space Marine im Test für PS3 und Xbox 360 - Orks: Das sind meist grüne, hässliche, mit einem Sprachfehler versehene Viecher irgendwo zwischen Warzenschwein und Mensch. Schon in griechischer Mythologie und westeuropäischer Folklore kommen die bösartigen Wesen vor. Salonfähig gemacht wurden sie dann spätestens durch den Schriftsteller J. R. R. Tolkien und seitdem sind sie aus dem Standard- Bösewichter-Sortiment nicht mehr wegzudenken. Auch im beliebten Warhammer-Universum sorgen die chaotischen Grünhäute regelmäßig für Unruhe.
In Space Marine etwa greifen sie die Forgeworld Graia an, im Grunde eine planetengroße Waffenfabrik. Dabei haben sie es auf riesige Kampfroboter abgesehen, die sogenannten Titanen. Kein Wunder also, dass im menschlichen Imperium Aufruhr herrscht und schnell ein Sondereinsatzkommando in Form einer Truppe Ultramarines auf den Planeten geschickt wird - und deren Chef Titus verkörpert ihr. Wie sich der Held macht, lest ihr im nachfolgenden Test zu Warhammer 40K: Space Marine.
Krisengebiet
Geschütz: Schnappt ihr euch dicke Waff en wie den Schweren Bolter oder den Sturmbolter, sind selbst solche Fluggeräte kein Problem.
Euren Charakter steuert ihr dabei wie in einem klassischen Third-Person-Shooter, sprich: Ihr schaut ihm beim Kämpfen über die Schulter. Um euch eurer Feinde zu entledigen, stehen euch diverse, teils dem Warhammer-Original nachempfundene Waffen zur Verfügung. Unterteilt wird dabei in Fern- und Nahkampfwaffen. Neben eurer Boltpistole und dem normalen Bolter (eine Art Gewehr) könnt ihr noch ein bis zwei weitere Waffen mit euch führen. Ob ihr euch dabei für ein dickes MG, einen Granatwerfer oder ein Scharfschützengewehr entscheidet, obliegt ganz euch. Zudem habt ihr eine Nahkampfwaffe im Gepäck - zur Wahl stehen hier unter anderem Kettenschwert und Energiehammer. In den Kämpfen habt ihr grundsätzlich die freie Wahl, wie ihr vorgeht. Ganz gleich, ob ihr Gegner lieber aus sicherer Ferne beharkt oder den Nahkampf sucht - beides ist praktikabel. Für Fernkämpfer allerdings etwas ärgerlich: Die Magazingröße ist gerade bei den dickeren Wummen doch arg begrenzt.
Munitionskisten liegen zwar alle fünf Meter herum, aber gerade in größeren Schlachten seid ihr des Öfteren damit beschäftigt, Munition zu suchen. In ruhigeren Momenten hingegen lauft ihr an zig Kisten vorbei, die ihr gar nicht benötigt. Hier wären vielleicht größere Magazine und rar gesäte Munition sinnvoller gewesen, auch wenn das nicht ganz ins Warhammer-Universum gepasst hätte. Nahkämpfe laufen nach genretypischem Kombosystem ab. Je mehr Angriffe ihr aneinanderreiht, desto mehr Schaden verursacht euer Ultramarine. Zusätzlich könnt ihr Gegner betäuben und ihnen schließlich mit einem Finisher den Rest geben. Gerade Letztere sind vor allem in Massenschlachten äußerst praktisch, füllen sie doch zusätzlich einen Teil eurer Lebensenergie wieder auf. Die regeneriert sich nämlich - anders als eure Schildenergie - nicht nach einer Weile von selbst. Ein Deckungssystem gibt es in Space Marine nicht. Die Begründung der Entwickler: Ein Ultramarine verstecke sich nicht, sondern suche immer die Konfrontation. Immerhin kann euer Alter Ego schnelle Rollen vollführen, um auszuweichen.