War of the Monsters

Test

Wer auch immer noch im Tankwagen sitzt, hat jetzt ein Problem. Wer auch immer noch im Tankwagen sitzt, hat jetzt ein Problem. Was haben die Filme Tarantula, Godzilla und Showgirls gemeinsam? Richtig, sie haben alle diesen Trash-Charakter, der einen zum Schmunzeln bringt. Genau diesen Faktor hielten die Macher von Twisted Metal: Black für ausreichend, um ein ganzes Spiel darauf aufzubauen. In der Praxis sieht das dann so aus, dass Sie mit einem von insgesamt 10 Monstern prügelnd, brüllend und wild um sich schlagend Level für Level den Storymodus bewältigen oder sich zu zweit vor dem Bildschirm einfinden und sich gegenseitig auf die Mütze geben.

Twisted Metal mit Monstern
Die Ähnlichkeiten zu Twisted Metal sind unübersehbar. Die Grafikengine ist identisch, was absolut positiv zu verstehen ist. Butterweiche 50 Frames werden nur sehr selten unterschritten, trotz der vielen Action, die auf dem Bildschirm zu sehen ist. Doch nicht nur technisch ähneln sich die Spiele. Der gesamte Spielaufbau wirkt fast so, als würde man nun anstelle von Autos mit Monstern ins Getümmel stürzen. Die Kolosse, die allesamt an "echte" Filmmonster angelehnt sind, beherrschen eine respektable Menge an Manövern. Zwei Schlagbuttons sind für den Nahkampf zuständig, Gebäude können per Tastendruck erklommen werden und so ziemlich alles, was an Schutt und Inventar in der Gegend rumsteht, kann als Schlag- und Wurfwaffe genutzt werden. Zwei Special-Moves pro Charakter stehen zur Verfügung, unterteilt in Nah- und Fernkampfattacke. In Verbindung mit dem Analog-Stick oder Steuerkreuz ergeben sich unzählige Schlag- und Trittkombinationen. Eine Lock-on-Funktion erleichtert es, den Gegner im Blickfeld zu behalten, trotzdem sorgt die Kamera hin und wieder für Verwirrung. Im Storymodus warten insgesamt drei Bosse, die für etwas Abwechslung sorgen. Wesentlich mehr Spaß kommt aber im Multiplayermodus auf. Hier bietet das Spiel eine echte Neuerung, die auch tatsächlich gut funktioniert: Kommen beide Kontrahenten sich besonders nah, wird der Splitscreen zusammengelegt und schafft mehr Übersicht.

Wie gemein
Die Ähnlichkeiten zur Car-Combat-Referenz nehmen kein Ende: Solospieler hatten auch schon in Twisted Metal: Black angesichts des überzogenen Schwierigkeitsgrades nicht viel zu lachen. Gleiches gilt für War of the Monsters. Bei Auseinandersetzungen mit mehreren Gegnern, die selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad erstklassig kämpfen, ist Frust vorprogrammiert. Würde man das Spiel am Automaten zocken, wäre man bei der Vielzahl an benötigten Continues ruckzuck bankrott. Irrwitzigerweise gehören die Boss-Kämpfe zu den leichteren, weil kalkulierbareren Auseinandersetzungen. Zu zweit fällt dieser Umstand zwar nicht mehr ins Gewicht, doch hier mangelt es an Abwechslung. Die großen Levels sind hübsch anzusehen, wo man letztendlich kämpft ist aber verhältnismäßig egal. Strategisches Vorgehen ist fast nicht vonnöten, dadurch nutzt sich das Spielprinzip relativ schnell ab. Ein Vierspielermodus wäre sicher eine Bereicherung gewesen, allerdings nutzt der Titel die Konsole auch so schon konsequent aus. Immerhin dürfen noch bis zu drei Computergegner hinzugezogen werden, ein richtiger Cooperative-Modus hätte aber sicherlich mehr Spaß gemacht.

Bildergalerie

Wertung zu War of the Monsters (PS2)

Wertung:

80 /10

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