WWE SmackDown! vs. RAW 2007

Test

Diese neue Ecke in 
Ringnähe ist ideal für Hardcore-Matches. 
BILD: PLAYZONE Diese neue Ecke in Ringnähe ist ideal für Hardcore-Matches. BILD: PLAYZONE In Sachen Umfang muss man THQ erneut ein Lob aussprechen: Über 60 Wrestler sind spielbar, die Hälfte davon war letztes Jahr noch nicht mit von der Partie. Der Saison-Modus präsentiert sich wieder umfangreicher, bietet aber dennoch jede Menge Zwischensequenzen mit authentischer Sprachausgabe - klasse! Eine äußerst interessante Neuerung ist die Multiplayer-Erweiterung: Vor jedem angesetzten Match können sich auf Wunsch mehrere menschliche Mitspieler einschalten, um Ihnen etwa als Tag-Team-Partner zu helfen oder Ihnen als Gegenspieler eine besondere Herausforderung zu bieten. Ein geniales Feature!

Die genaue Anzahl der verfügbaren Matcharten zu zählen ist fast unmöglich, da es von fast jeder nochmals etliche Variationen gibt, was die Teilnehmerzahl und Team-Aufteilung angeht. Generell gibt es neben diversen "normalen" Matches (in verschiedenen Variationen mit bis zu fünf Teilnehmern) die Massenkeilerei Royal Rumble (maximal sechs der bis zu 30 Teilnehmer gleichzeitig im Ring) und 16 sogenannte "Main Events". Letztere umfassen verschiedene Kämpfe in Käfigen, Tisch- und Leiter-Matches sowie allerlei Sonderregeln. Richtig neu ist nur das Money-In-The-Bank-Match, das eine spezielle 6-Mann-Variante des Leitermatches darstellt. Hatte man sich in den letzten Jahren immer wieder neue Spezialmatches für die WWE-Damen einfallen lassen, gibt es diesmal nichts dergleichen - einer der wenigen Rückschritte für die Serie.

Harte Daumen und Geduld benötigt

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Auch einige andere Elemente aus den Vorgängern wurden diesmal nicht aufgegriffen, als Beispiel seien das PSP-Verbindungsfeature und die Minispiele zu Matchbeginn genannt. Zusammen mit der umgemodelten Steuerung wird deutlich, dass die SmackDown!-Entwickler viele Details ihrer Spiele stets überdenken. Schade bloß, dass man nach wie vor in zahlreichen Situationen darauf angewiesen ist, so schnell wie möglich die Controllertasten zu drücken. Sei es, um eine Aufgabe zu erzwingen (oder sich aus einem Griff zu lösen), um einen Gegner im Royal Rumble aus dem Ring zu werfen (oder sich wieder hineinzuretten), um sich aus einem Cover zu retten oder schlichtweg, um nach einem eingesteckten Move wieder auf die Beine zu kommen. Und wo wir schon beim Meckern sind: Es ist ja nett, dass man im Saison-Modus jetzt seine Mailbox abhören, im WWE-Magazin blättern und auf der WWE-Webseite surfen kann, um sich über die neuesten Entwicklungen der aktuellen Storyline zu informieren. Aber wieso kann das nicht alles in einem einzigen Menü Platz finden? Alleine das Aufrufen der Umkleidekabine dauert fast 20 Sekunden und dann kann man darin nicht mal direkt speichern - das geht erst vom PC aus (fünf Sekunden Wartezeit), von dem aus man wieder zurückspringen muss (noch mal fünf Sekunden), bevor man sich auf den Weg zum Ring machen kann. Es gibt zwar auch eine Speicher-option im Saison-Hauptmenü, doch verpasst man dort wiederum aktuelle Nachrichten und Artikel.

Titelverteidigung geglückt

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE So ist das neue SmackDown! immer noch nicht perfekt, doch trotz dieser Detailkritik ein wahnsinnig gutes Stück Software, das vor zehn Jahren in dieser Form völlig undenkbar gewesen wäre. Neben dem gewaltigen Umfang macht das vor allem die grandiose Präsentation aus. Wenn Bret Hart zum Ring gelaufen kommt, ertönt ganz selbstverständlich seine bekannte Einmarschmusik, und man erkennt den Hitman nicht bloß daran, dass er schwarz und pink trägt, sondern tatsächlich auch am Gesicht. Vieles davon hängt natürlich mit dem technischen Fortschritt der letzten Jahre zusammen.

Doch wenn Bret nach dem Einmarsch den Ring kurz verlässt, um in typischer Manier einem Fan in der ersten Reihe seine Sonnenbrille zu schenken, dann liegt das nicht daran, dass eine PlayStation 2 mehr Power hat als ein Super Nintendo, sondern an der Detailverliebtheit der Entwickler. Und wer weiß - wenn SmackDown! in einem Jahr erstmals für die PlayStation 3 erscheint, wird die Umgebungsgrafik vielleicht schon gut genug sein, dass wir auch diesen glücklichen Fan zu sehen kriegen ...

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