WWE Legends of WrestleMania für die Xbox 360 im Test

Test Manfred Patrick Reichl

Wrestling-Fans können es kaum noch bis zum 5. April erwarten. Mit WrestleMania 25 steht an diesem Tag nämlich die Jubiläumsausgabe der wichtigsten Wrestling-Veranstaltung des Jahres bevor.

Anlässlich dieses Ereignisses veröffentlicht THQ wenige Tage vorher mit WWE Legends of WrestleMania das passende Spiel dazu.
Wer mit THQs WWE Smackdown vs. Raw-Reihe vertraut ist, wird beim Umfang von Legends of WrestleMania allerdings ein langes Gesicht machen. Ihr könnt elf Arten von Schaukämpfen bestreiten, ansonsten erwarten euch nur noch die beiden Spielmodi Legendkiller und WrestleMania-Tour. In Legendkiller tretet ihr mit einem selbst erstellten Wrestler gegen WWE-Legenden an und müsst diese besiegen, um die nächsten Gegner freizuschalten. Dieser Modus läuft extrem unspektakulär ab, immerhin könnt ihr aber einen Wrestler importieren, den ihr in WWE Smackdown vs. Raw 2009 erstellt habt.
Wesentlich unterhaltsamer ist der WrestleMania-Tour-Modus, das Herzstück des Spiels. In diesem dürft ihr in 19 geschichtsträchtige WrestleMania-Momente eintauchen. Der Modus ist nochmals unterteilt in die Rubriken "Nacherleben", "Neu schreiben" und "Neu definieren".

WrestleMania-Revival
In "Nacherleben" müsst ihr dafür sorgen, dass ein Match so ausgeht wie in der Realität. Genau andersrum läuft es in "Neu schreiben". In dieser Variante muss derjenige Wrestler gewinnen, der in der Realität unterlegen war. In "Neu definieren" spielt ihr ebenfalls bekannte WrestleMania-Matches nach, allerdings mit anderen Regeln. Mit gerade mal 19 Matches ist aber auch der WrestleMania-Tour-Modus etwas kurz ausgefallen.
Für zusätzliche Motivation sollen Medaillen sorgen, die ihr euch in den Matches verdienen könnt. Ihr erhaltet eine Medaille, wenn ihr vorgegebene Ziele erfüllt. Beispielsweise bekommt ihr in einem Match Punkte, wenn ihr zwei Mal erfolgreich vom obersten Turnbuckle einen Gegner attackiert. Je mehr Medaillen ihr einheimst, desto mehr zusätzliche Matcharten und Outfits schaltet ihr frei.
Der zweite große Unterschied zu Smackdown vs. Raw ist die Spielmechanik. WWE Legends of WrestleMania wurde zwar vom gleichen Studio entwickelt, allerdings setzen die Macher hier auf arcadelastiges Gameplay. Mit simpelsten Tastenkombinationen traktiert ihr eure Gegner. Allerdings ist die Steuerung sehr umfangreich ausgefallen und ihr müsst euch extrem viele Kombinationen merken. Anfangs überfordert dies, mit der Zeit lernt ihr aber mehr und mehr Aktionen dazu. Und obwohl das Spiel zwischen Schlag- und Griff-Manövern unterscheidet, könnt ihr bei Weitem nicht so viele Moves anwenden wie in der Smackdown vs. Raw-Reihe. Immerhin ladet ihr mit erfolgreichen Aktionen aber eine Anzeige auf. Ist diese gefüllt, führt ihr härtere Manöver aus. Finishing Moves funktionieren zudem erst, wenn die Anzeige auf die dritte und höchste Stufe aufgeladen wurde.

Drückerkolonne
Zudem setzen die Macher am laufenden Band auf Quick-Time-Events. In bestimmten Kampfsituationen löst ihr ein Skript mit einigen Moves aus. Während der Aktionen wird eine der vier Haupttasten des Controllers eingeblendet und ihr müsst diese im richtigen Moment drücken. Schafft ihr es, zeigt ihr eine erfolgreiche Aktion. Verpatzt ihr es, bekommt ihr von eurem Widersacher auf die Glocke. Klingt anspruchslos? Ist es auch.
Trotz der anderen Spielmechanik kam wenigstens bei der grafischen Umsetzung die Engine der Smackdown vs. Raw-Reihe zum Einsatz. Die Wrestling-Charaktere sehen gut aus, etliche wirken allerdings überzeichnet (Hulk Hogans Oberkörper!) und comicartig. Die Wrestler in TNA iMPACT! gefallen uns immer noch besser. Große Freude bereitete uns dafür die Sounduntermalung. In den Menüs laufen die trashigen Old-School-Entrance-Themes der Wrestler und die Kommentare von Jim Ross und Jerry Lawler machen durchaus Laune.

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