WWE All Stars (PS3)

Release:
01.04.2011
Genre:
Sportspiel
Publisher:
THQ

WWE All Stars im Test: Die ultimative Wrestling-Show

01.04.2011 15:30 Uhr
|
Neu
|
Mit Comicgrafik und ohne jeglichen Realismus geht THQs Wrestling-Reihe in die nächste Runde. In unserem Test zu WWE All Stars klären wir, ob sich der Kauf der neuen Wrestling-Simulation lohnt.

Ready to rumble? In einem Elimination-Match stellt sich The Rock den Altstars Randy Savage, Bret Hart und Shawn Michaels. Ready to rumble? In einem Elimination-Match stellt sich The Rock den Altstars Randy Savage, Bret Hart und Shawn Michaels. [Quelle: Siehe Bildergalerie] WWE All Stars im Test für PS3 und Xbox 360: Wenn verschiedene Generationen aufeinander treffen, muss das nicht zwangsweise etwas mit einem durchschnittlichen Star-Trek-Film zu tun haben. In THQs neuestem Wrestling-Spiel treffen nämlich auch zwei Generationen aufeinander, genauer gesagt die Stars der 80er- und 90er-Jahre auf die Kämpfer des neuen Jahrtausends. Und wer will, erstellt sich natürlich serientypisch einen eigenen Wrestler.

Passend zur Garde der alten Kämpfer orientierten sich die Entwickler beim Gameplay an älteren Wrestlingspielen, etwa WWF Royal Rumble für das SNES. Will heißen: Man entfernt sich vom Sportspielanspruch der letztjährigen WWE-Spiele. Stattdessen präsentiert sich der neueste Spross der Reihe als unrealistischer Mix aus Beat'em-Up, Sportspiel und Actiontitel. Zwei Buttons für Griffe, zwei für Schläge, hinzu kommen Funktionen wie Konter auf den Schultertasten. Das ist genauso eingängig wie es klingt, dennoch hätte dem Spiel ein klassisches Tutorial gutgetan. Ein Großteil der Funktionen wird nämlich nur anhand von Einblendungen während der Matches erklärt, der Rest überhaupt nicht. Wer während seines ersten Kampfes nicht planlos in der Gegend herumeiern will, öffnet also das Optionsmenü und prägt sich alle Tastenbelegungen ein - das ist umständlich und nicht mehr zeitgemäß. Letzteres galt in den vergangenen Jahren auch für die grafische Gestaltung der WWE-Spiele. Also kippte man die Engine über Bord und setzt nun auf einen völlig überzeichneten Comic-Stil. Der sieht zwar objektiv betrachtet auch nicht besser aus, versprüht dafür aber mehr Charme als der sterile Look der Vorgänger.

KÄMPF DICH DURCH!
Würg: Triple H hat John Cena in diesem Steelcage-Match wahrlich im Griff. Würg: Triple H hat John Cena in diesem Steelcage-Match wahrlich im Griff. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Neben Einzelmatches (Normaler Kampf, Tag Team, 3er- und 4er-Elimination, No Rules, Steel cage) prügeln sich Solospieler noch durch zwei weitere Modi. In den sogenannten Fantasy Warfares treten verschiedene Generationen von Wrestlern gegeneinander an. Dann kämpfen etwa Bret Hart und Edge um den Titel des besten Technikers. Als Einstimmung dienen jeweils Originalfi lmschnipsel der beiden Athleten - hier kommt eine tolle Wrestling-Atmosphäre auf. Der zweite Einzelspielerpart ist der Path of Champions. In drei kleinen Mini- Storys fordert ihr beispielsweise den Undertaker beim Summerslam heraus, müsst euch aber vorher in neun weiteren Matches beweisen. In beiden Modi schaltet ihr neue Wrestler, Arenen und Editoroptionen frei - motivierend! Für die Duelle gegen die KI gilt dummerweise: Auf dem höchsten der drei Schwierigkeitsgrade lauert Frustgefahr, da die Gegner beinahe jeden eurer Angriffe kontern. Solche Probleme habt ihr natürlich nicht, wenn ihr gegen menschliche Kontrahenten antretet. Dann prügelt ihr euch mit bis zu drei Mitspielern online oder gemeinsam vor einer Konsole.

WWE All Stars (PS3)
Spielspaß-Wertung

81 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik
Sound
Multiplayer
7/10
8/10
8/10
Sehr atmosphärische Fantasy-Warfare-Matches, nette Mini-Storys
Unzureichende Tutorialfunktionen, vieles wird sogar überhaupt nicht erklärt
Große Kämpferriege mit alten und neuen Stars der WWE-Geschichte
Unausgegorener Schwierigkeitsgrad, vor allem auf höheren Stufen
Simples, arcadiges, mitunter sogar oldschooliges Kampfsystem
   
Sascha Lohmüller
Meine Damen und Herren, Wrestling ist pure Show. Sorry, wenn ich damit jemandes Weltbild zerstört habe. Umso mehr freue ich mich, dass THQ es mit WWE All Stars nun wieder einmal wagt, ein völlig übertriebenes, arcadiges Wrestlingspiel zu veröffentlichen. Denn meiner Meinung nach wird dieser Ansatz dem Show-Spektakel weitaus mehr gerecht als ein Sportspiel mit Simulationsanstrich. Es ist einfach ein Heidenspaß, einen 300-Kilo-Koloss wie Andre the Giant quer durch den Ring zu werfen oder mit ihm auf dem Rücken fünf Meter hoch zu springen. Da kann ich auch über den oft seltsam schwankenden Schwierigkeitsgrad (ich hasse dich und deine Konter, Rey Mysterio!) und die nicht mehr allzu frische Comicgrafik hinwegsehen. Allerdings hätten es ruhig ein paar Solo-Inhalte mehr sein können, denn die drei „Path of Champions“-Storys und die Fantasy Warfares hat man recht fix durch.
   
Redakteur
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01.04.2011 15:30 Uhr
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