Virtua Tennis 3

Test

Endlich neue Bälle! Segas dritter Teil des digitalen weißen Sports ist da.

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Es gibt Genres, die von ganz wenigen Herstellern mit Spielenachschub versorgt werden. Was die virtuelle Variante des Tennissports angeht, teilten sich auf der PS2 Top Spin und Virtua Tennis den Konsolen-Hartplatz. Auf der PlayStation 3 ist Sega mit Virtua Tennis 3 zumindest im Moment der Platzhirsch.

Der Weg an die Spitze ist lang

Bei Tennisspielen ergibt sich immer dasselbe Problem: Wie gestaltet man die Ausstattung, um dem Spieler immer wieder aufs Neue einen Anreiz zu bieten, sich das Spiel zu kaufen? Die Integration des allseits beliebten Karriere-Modus ist ein ungeschriebenes Gesetz und deshalb auch in Virtua Tennis 3 zu finden. Dabei gehen die Entwickler nicht völlig neue Wege, sondern staffieren das im Vorgänger etablierte System mit einigen Neuerungen aus.

Wer Virtua Tennis 2 gespielt hat, weiß, dass er es wieder mit zahlreichen neuen Minispielen zu tun bekommt, in denen der selbst erstellte Tennisrecke seine unterschiedlichen Fähigkeiten schult. Die über den ganzen Globus verteilten Trainingseinheiten konzentrieren sich jeweils auf einen bestimmten Bereich. Wenn Sie die Beinarbeit Ihres Boris-Becker-Nachahmers verbessern möchten, stellen Sie sich einer Lawine an mannsgroßen Tennisbällen und sammeln dazwischen herumkullerndes Obst ein.

Fegen Sie mit kräftigen Aufschlägen Kegel vom Platz, um genau diesen Schlag zu verbessern. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Tennisakademie neu hinzugekommen. An dieser Einrichtung werden besondere Herausforderungen an Sie gestellt. Machen Sie beispielsweise erst mit Ihrem vierten Schlag den Punkt oder punkten Sie mit einem Rückhandschlag. Insgesamt schulen Sie im Verlauf Ihrer Tenniskarriere die vier Grundfähigkeiten Aufschlag, Volley, Beinarbeit und Grundschläge.

Allerdings sollten Sie darauf Acht geben, Ihrem Körper nicht zu viel zuzumuten, sonst drohen Erkältungen oder Muskelfaserrisse, die mitunter in einem Rückgang Ihrer Statuswerte enden. Nach ausreichendem Training winken dann auch die ersten Turniere. Der Schwierigkeitsgrad orientiert sich dabei an Ihrem Ranglistenplatz und wird nach dem Erreichen einer bestimmten Stufe spürbar, aber fair erhöht. Mit steigenden Erfolgen klettern Sie also in Richtung Spitze und erhalten darüber hinaus neue Ausrüstung.

Es ist mit Sicherheit schwierig, einen Karriere-Modus über mehrere Teile hinweg interessant und reizvoll zu halten, aber etwas mehr Mühe hätten sich die Entwickler schon geben können. Einfach ein paar neue Minispiele und eine Tennisakademie zu integrieren, reicht nicht aus. Verstehen Sie uns bitte nicht falsch, langweilig ist der World-Tour-Modus auf keinen Fall, aber eben auch ziemlich ideenlos.

Gewohnt gutes Arcade-Tennis

Da die Proportionen von Spieler und Platz realistischer sind, müssen Sie wesentlich genauer zum Ball stehen. 
BILD: PLAYZONE Da die Proportionen von Spieler und Platz realistischer sind, müssen Sie wesentlich genauer zum Ball stehen. BILD: PLAYZONE Die Ausstattung eines Tennisspiels kann noch so toll sein, was wirklich zählt, ist die Spielbarkeit. Und da löste Virtua Tennis 3 in uns gemischte Gefühle aus. Falls auch Sie zur Fangemeinde der Serie zählen, werden Sie nicht enttäuscht. Das Gameplay besticht immer noch durch seine unkomplizierte und arcadelastige Handhabung, ohne allzu sehr auf Realismus zu setzen.

Bildergalerie: Virtua Tennis 3
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