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  • Das jahrelange Training in der Heimat hat sich ausgezahlt: Segas Virtua Fighter gewinnt souverän das PS2-Turnier!

    Die Tekken-artigen Lichteffekte bei Treffern sind optional zuschaltbar Die Tekken-artigen Lichteffekte bei Treffern sind optional zuschaltbar Kurz nach der Veröffentlichung von Virtua Fighter 4 hörte man zu dem Spiel eigentlich nur eins: "Es flimmert." Niemand stellte die spielerische Qualität von Segas Beat"em Up in Frage, doch ging diese angesichts der flimmernden Grafik oft etwas unter. Mittlerweile liegt die deutsche Version des Spiels vor, angesichts derer viele Kritiker die Gewichtung von Grafikflimmern und Gameplay überdenken dürften. Ja, man sollte es nicht glauben, es handelt sich hierbei tatsächlich um ein Prügelspiel, bei dem das Verstehen von Bildschirmtexten einiges ausmachen kann!
    Einsteigerfreundlich
    ... ist wohl der letzte Begriff, den viele Skeptiker mit der VF-Serie in Verbindung bringen würden. Bei Virtua Fighter 4 ist er aber äußerst passend: Nicht nur ist die Steuerung grundsätzlich leicht nachvollziehbar, vor allem wird man in den insgesamt drei Trainingsmodi ausgiebig mit den Moves und Feinheiten der Spielmechanik vertraut gemacht. Und hier kommen die vorhin erwähnten Texte ins Spiel! Komplette Movelisten und endlose Trainingsrunden gegen wehrlose Gegner bieten mittlerweile ja die meisten Beat"em Ups. Aber nur Virtua Fighter 4 bietet detaillierte Erklärungen zur grundsätzlichen Steuerung, zahlreiche Taktik-Tipps und vielschichtige Combo-Lehrgänge. Der so genannte Trial-Modus besteht aus etlichen Lektionen zu allen erdenklichen Aspekten des Spielablaufs und ist optimal geeignet, Einsteiger an das komplexe Gameplay des Titels heranzuführen. Und nicht zuletzt durch die vielen Veränderungen gegenüber dem Vorgänger können auch alte Hasen hier noch einiges dazulernen! Die zahlreichen weiteren Spielmodi stellen wir Ihnen in einem gesonderten Kasten auf diesen Seiten vor.
    Gameplay in Kurzform
    Mit Abhandlungen über das Kampfsystem von Virtua Fighter 4 könnten wir ein ganzes Sonderheft füllen. Daher hier nur Kurzüberblick: Die Steuerung funktioniert über lediglich drei Knöpfe (Schlag, Tritt, Block) und deren Kombinationen. Mit dem Steuerkreuz können Sie sich frei in den Arenen bewegen und mit Ausfallschritten gegnerischen Angriffen ausweichen, was angesichts der diversen Begrenzungen auch taktisch notwendig ist: Wände können für spezielle Würfe oder besonders fiese Air-Combos genutzt werden, ohne Wand droht dagegen die Niederlage durch einen Ring-Out. In manchen Arenen ist beides möglich, wenn eine Wand nach dem Aufprall eines Kämpfers zusammenbricht. Würfe gibt es in vielerlei Ausführungen: Im Stehen, neben dem Gegner, hinter dem Gegner, mit dem Rücken zum Gegner, mit dem Rücken zur Wand und einige Kombinationen davon. Wer die Aktionen seines Gegners vorausahnt, kann sich durch rechtzeitiges Eingeben des identischen Kommandos aus einem Griff befreien. Viele Kämpfer verfügen über irgendeine Art von Konter für zumindest eine der drei Angriffshöhen. Aikido-Meisterin Aoi treibt die Sache auf die Spitze, indem sie selbst mit dem Rücken zum Gegner noch spektakulär animierte Reversals ausführen kann. Die Movepalette jedes einzelnen Kämpfers ist beachtlich. Der Wechsel von hohen, mittleren und niedrigen Angriffen sowie Würfen (auch hier gibt es hohe wie niedrige Griffe) auf der Offensiv-Seite und Blocks, Kontern, Ausfallschritten, Wurf-Kontern oder direkten Gegenschlägen in der Defensive sorgt für immer neue Spielsituationen. Dies ist nicht wirklich neu - was natürlich daran liegt, dass die Konkurrenz einfach viel von Sega geklaut hat! - funktioniert aber schlichtweg besser als bei Dead or Alive oder Tekken. Bei Virtua Fighter ist der Schlüssel zum Sieg in erster Linie das Vorausahnen der gegnerischen Aktionen - Anfänger sehen dadurch gegen erfahrene Spieler bald kein Land, während zwei ungefähr gleich erfahrene Kämpfer immer wieder neue Taktiken und Gegenmaßnahmen erarbeiten können.- In Virtua Fighter steckt Motivation für Jahre!
    Flimmernde Schönheit
    Die Grafik hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits sehen die Kämpfer sehr gut aus und sind konkurrenzlos gut animiert. Seien es die animierten Haare von Kickbox-Debütantin Vanessa, oder die wehenden Gewänder des zweiten Neulings, Shaolin-Mönch Lei-Fei - die Bewegungen der Kämpfer wirken unheimlich detailverliebt und überzeugend. Das beste Beispiel ist wohl nach wie vor "Drunken Master2 Shun Di, der zeitweise sternhagelvoll durch den Ring taumelt und dabei trotz allem souverän Matches gewinnen kann.- So manchen besonders waghalsigen Move nimmt der chinesische Opa sogar erst ab einem gewissen Promillegrad in sein Repertoire auf! Auch die Arenen sind zum größten Teil sehr gelungen und stimmungsvoll. Der Gesamteindruck wird getrübt durch einige unscharfe Texturen in manchen Arenen und das omnipräsente Flimmern, von dem man freilich als konzentrierter Spieler relativ wenig mitkriegt - für passive Zuschauer ist es dagegen unübersehbar.
    Stilvoll überarbeitet
    Nervte der dritte Teil selbst die harten Fans mit Düdelmusik und teils geschmacklosen Kämpfer-Outfits, so hat man die Serie für VF4 einer Generalüberholung unterzogen. Angefangen bei den schicken Menüs über den knackigen Soundtrack bis hin zu wirklich gelungenen Kleidungs-Designs wirkt Virtua Fighter nun stilvoller denn je. Die alten Haudegen wirken älter und erfahrener, ohne dass dieser Eindruck oberflächlich mit Bärten und grauen Haaren erweckt werden müsste, wie es Namco bei Tekken vorgemacht hat. Lediglich die Soundeffekte erinnern noch an die Vergangenheit und wirken manchmal etwas dumpf und schlichtweg veraltet.
    Die deutsche Version
    Um zum Abschluss noch einmal zu den Texten zurückzukommen: Die deutschen sollte man am besten gleich wieder vergessen! Diese wurden scheinbar ohne Zusammenhang aus dem Englischen übersetzt, so dass sie teilweise seltsam oder gar sinnverfälschend sind. Zum Glück kann man (über das Menü der PS2) auch die englischen Originaltexte anwählen. Ansonsten ist die PAL-Anpassung durch die 60-Hz-Option aber gelungen. Letztere ist hier besonders nützlich, denn bei den gewöhnlichen 50 PAL-Hertz flimmert die Grafik natürlich noch etwas stärker als eh schon. Wohl dem, der ein RGB-Kabel und einen 60-Hz-tauglichen Fernseher hat.

    Virtua Fighter 4 (PS2)

    Spielspaß
    91 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    9/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Virtua Fighter 4
    Virtua Fighter 4
    Release
    05.05.2002
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47735
Virtua Fighter 4
Das jahrelange Training in der Heimat hat sich ausgezahlt: Segas Virtua Fighter gewinnt souverän das PS2-Turnier!
http://www.videogameszone.de/Virtua-Fighter-4-Spiel-41306/Tests/Das-jahrelange-Training-in-der-Heimat-hat-sich-ausgezahlt-Segas-Virtua-Fighter-gewinnt-souveraen-das-PS2-Turnier-47735/
03.05.2002
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2002/04/flash.jpg
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