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  • Unreal Engine 4 auf der GDC 2013: Epic zeigt die Grafik der Zukunft - Vorschau mit Video zur Infiltrator-Demo

    Mit der Unreal Engine 4 hat Epic auf der GDC 2013 einen Next-Gen-Grafikmotor präsentiert, der nicht nur für eine atemberaubende Optik sorgt, sondern auch mit einigen genialen Entwicklertools daherkommt. Auf der Entwicklermesse in San Francisco konnten wir uns davon selbst überzeugen. In unserer Vorschau lest ihr alle neuen Details zur Unreal Engine 4 und bestaunt außerdem ein Video zur Infiltrator-Demo.

    Wenn Mark Rein, der Marketing-Haudegen von Epic, eine Engine vorstellt, dann hat das traditionell herzlich wenig mit Understatement zu tun. Im Falle der Unreal Engine 4 muss man Mister Rein aber einfach zugestehen: Die Angeberei ist berechtigt! Denn der Next-Gen-Grafikmotor sorgt nicht nur für eine atemberaubende Optik, er kommt auch mit einigen genialen Entwicklertools daher. Im Rahmen einer Präsentation auf der GDC-Messe in San Francisco konnten wir uns davon live überzeugen. Epic will seine Technik möglichst allen Entwicklern zur Verfügung stellen, unabhängig von deren Größe und Budget. Deshalb wird auch das kostenlose Unreal Development Kit (UDK) weiterhin verbessert. Nun unterstützt der Gratis-Download das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift. Außerdem sollen bald erste Browserspiele erscheinen, die auf der Unreal Engine 3 laufen – wohlgemerkt ohne Plugin oder sonstigen Download! Bei der Präsentation wirkte die von Mozilla erstellte Demo allerdings noch etwas arg ruckelig und unsauber.

    Weitaus spannender sind da schon die ersten Next-Gen-Spiele, die auf der Unreal Engine 4 basieren. Unter anderem arbeiten die Zombie Studios an einem Ego-Horror-Adventure namens Daylight. Der Clou daran: Gerade mal sechs (!) Entwickler werkeln an dem Projekt. Möglich gemacht wird diese schlanke Personalstruktur dadurch, dass alle Levels prozedural, also anhand von programmierten Regeln (zu 100 Prozent in C++) und eben nicht händisch, erstellt werden. Möglich wird das durch Epics Scripting Tool "Blueprint". Dieser faszinierende Editor ist so etwas wie die Schaltzentrale der Unreal Engine 4. Optisch erstaunlich aufgeräumt, zeigt Blueprint anhand von Baumdiagrammen an, welche Abläufe gerade im jeweiligen Spiel berechnet werden. Das Zauberwort lautet dabei Echtzeit: Jeder Tastendruck des Spielers, jede Bewegung der Spielfiguren, jede Veränderung in den Levels wird sofort visualisiert und mittels blinkender Leiterbahnen innerhalb des Baumdiagramms angezeigt. So können Designer blitzschnell Fehler entdecken und ausbügeln – ohne dass man gleich einen Programmierer benötigt.

    Doch Blueprint kann noch viel mehr! In Kombination mit dem brandneuen Content Browser der Unreal Engine 4 ist es möglich, ganze Levels mit nur wenigen Handgriffen komplett umzubauen. Der Browser erinnert dabei an den typischen Windows Explorer. Anhand von kleinen Vorschaufenstern (keine platten Bilder, sondern echte, drehbare 3D-Modelle!) werden alle Assets wie Texturen, Animationen und Materialprofile angezeigt. Per Drag & Drop zieht man diese nun einfach in den Blueprint-Editor und verwandelt so etwa eine Holzkugel in eine Steinkugel. Genial: Die Unreal Engine 4 berechnet parallel automatisch die zugehörige Beleuchtung inklusive Schatten. Denn jede Oberfläche und jedes Objekt besitzt ein (extrem fein justierbares) Lichtprofil, das der Software mitteilt, wie das virtuelle Licht reflektiert werden soll. Eine Wand wirkt zu glatt? Kein Problem: Einfach am passenden Regler gedreht – und schon sieht der Putz schön bröckelig aus und verhält sich auch in Sachen Verschattung so, wie man es aus der Realität kennt.

    Und wenn dann doch mal was schief geht, hilft die Hot Reload-Funktion: Während das Spiel läuft, können Programmierer den Code verändern – langwieriges Kompilieren ist also nicht mehr nötig. Dementsprechend imposant ist dann auch die aktuelle Techdemo: "Infiltrator" zeigt Science-Fiction-Szenen, die besser aussehen als 90 Prozent der heutigen, vorgerenderten Zwischensequenzen. Egal ob Effekte, Beleuchtung, Animationen oder Levelarchitektur – so haben wir uns die Zukunft der Spielegrafik vorgestellt! Das Ganze läuft dabei auf einem Mittelklasse-Rechner mit 16 GB Arbeitsspeicher und einer GTX 680 (der ungefähr den Spezifikationen einer PS4 entsprechen soll) ohne auch nur einmal zu ruckeln! Witzig: Erst als Mark Rein die Szene als blankes Wireframe-Modell (also ohne Texturen und Effekte) abspielen lässt, kommt die Grafikkarte nicht mehr hinterher. Alles in allem bietet die Unreal Engine 4 nicht nur extrem viel Power, sondern auch extrem viele clevere Tools – nun müssen die Entwickler nur noch extrem tolle Spiele daraus zimmern, dann erwartet uns alle eine goldene Software-Zukunft!

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    Unreal Engine 4 - Infiltrator Techdemo im Video
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http://www.videogameszone.de/Unreal-Engine-Software-239301/News/Unreal-Engine-4-auf-der-GDC-2013-praesentiert-Epic-zeigt-die-Grafik-der-Zukunft-1063238/
02.04.2013
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