Wenig Neues, viel Brillantes: Das PS3-exklusive Action-Adventure setzt in Sachen Präsentation und Technik neue Maßstäbe. In unserem Test von Uncharted 3 lest ihr, was das neue Action-Adventure von Entwicklerstudio Naughty Dog auszeichnet - und wie gut es wirklich geworden ist.
Das hat uns an Uncharted 3 nicht gefallen:
Nur "gute" Schießereien
Spielerisch deutlich anspruchsvoll gestalten sich die Gefechte. Dies liegt allerdings nicht an der Intelligenz eurer Widersacher - denn die verhalten sich teilweise dümmer als der durchschnittliche play3-Redakteur nach 27 Bier. Vielmehr gleicht das Schurkenpack seine Dämlichkeit durch schiere Masse aus: An einigen Stellen werdet ihr von gut und gerne 20 ballernden Feinden gleichzeitig attackiert. Doch Nathan, ganz der Allround-Held, kann mit Schusswaffen prima umgehen. So schmeißt ihr euch in Deckung, lugt im richtigen Moment hervor und schaltet einen Gegner nach dem anderen aus - egal ob mit Pistole, Schrotflinte oder Raketenwerfer. Doch Vorsicht: Einige vermeintlich sichere Plätze sind alles andere als das. Hockt ihr hinter einer Holzkiste, so zersplittert diese unter Feindbeschuss nach und nach in ihre Einzelteile - und schon sitzt ihr vorne ohne da.
Zudem agieren die KI-Gegner außerordentlich offensiv: Einige stürmen sofort auf euch zu, andere wiederum werfen ständig Granaten. Letztere kann Nathan zum Absender zurückschicken - so ihr die Dreieck-Taste im richtigen Moment drückt. Anders als im Vorfeld von Naughty Dog angekündigt, sammelt Nathan Munition weiterhin nur manuell auf. Ihr müsst also jedes Magazin mühsam per Knopdruck aufsammeln, das nervt. Könnt ihr euch noch an das Capcom-Spiel Dark Void erinnern? An alle, die gerade "Ja" denken: Herzlich Glückwunsch, ihr beiden! An alle anderen: Uncharted 3 hat sich von diesem gescheiterten Action-Titel einen Trick abgeschaut. Denn euer Held kann nun auch in Deckung gehen, während er eine Wand hinauf klettert: Dann schlüpft Nathan unter einen Vorsprung, die Kamera kippt nach unten und ihr kämpft in der Vertikalen - eine nette Neuerung, die aber bei einigen Menschen für Magenprobleme sorgen könnte.
Quelle: Videogameszone
Weitere Screenshots aus Uncharted 3 findet ihr in unserer Galerie. Das Action-Abenteuer ist ab dem 2. November 2011 exklusiv für PlayStation 3 im Handel erhältlich.
Der eingeschränkte Splitscreen-Modus
Die Entwickler haben den brandneuen Splitscreen von Uncharted 3 am Rand mit schwarzen Balken samt Herzchen verziert! Im Klartext: Fast ein Drittel des Bildschirms bleibt ungenutzt, was schlichtweg lachhaft ist. Ansonsten ist der Splitscreen aber eine schöne Neuerung: Ihr könnt gemeinsam mit einem Kumpel gegen immer stärker werdende Gegnerwellen antreten oder aber abgewandelte Story-Einsätze absolvieren. Letztere verfügen sogar über eigene Zwischensequenzen und führen euch unter anderem auch an Schauplätze aus Uncharted 2. Sämtliche Koop-Modi lassen sich auch online (dann mit maximal drei Teilnehmern) zocken. Ebenfalls sehr gut: Der Splitscreen kommt wahlweise auch bei den gängigen Online-Gefechten zum Einsatz. So können also fünf Teams aus je zwei Spielern, die wiederum gemeinsam vor einer Glotze hocken, gegeneinander kämpfen.
