Ein schnelles Auto, mächtig viel Kohle und das passende Outfit machen sexy.
Die Spannung war greifbar, als die Redaktion endlich die DVD mit der Aufschrift "True Crime: New York City-Review-Version" entgegennahm. Zwei lange Jahre des Wartens, viel versprechende Vorschauversionen und die übermächtige Konkurrenz aus dem Hause Rockstar Games machten jeden in der Redaktion neugierig. Sie auch?
Das können wir verstehen. Und um Sie nicht ewig auf die Folter zu spannen, wollen wir nur kurz umreißen, worum es bei True Crime: New York City überhaupt geht. Hauptdarsteller Marcus Reed wurde von seiner eigenen Gang verraten und nimmt blutige Rache. Doch anstatt in den Knast zu wandern, schickt ihn sein Mentor und ein guter Freund seines Vaters Terrence Higgins auf die Polizeischule.
Fünf Jahre später soll Marcus als Undercover-Cop die Polizeieinheit gegen das organisierte Verbrechen (OCU) unterstützen. Kaum tritt er den neuen Job an, tritt sein Mentor ab - bei einer Bombenexplosion verliert Marcus seinen besten Freund. Erneut ist der Hitzkopf auf Rache aus und begibt sich auf die Suche nach dem Maulwurf in der OCU.
Actionkino
In der Motorhaubensicht spielt sich True Crime etwas leichter und präziser.
Wer den Vorgänger gespielt hat, erinnert sich vermutlich noch an die witzigen und klasse inszenierten Zwischensequenzen. Im Nachfolger herrscht ein etwas rauerer Ton, doch die Qualität der Inszenierung ist abermals hervorragend. Besonders die detaillierten Charaktermodelle mitsamt toller Mimik und klasse Animationen haben uns begeistert. Dank Starbesetzung klingen die Darsteller zudem auch sehr glaubwürdig. Schauspieler wie Mickey Rourke, Christopher Walken und Lawrence Fishburne machen ihre Sache sehr ordentlich und sorgen für Hollywood-Atmosphäre.
Großstadtflair
Nach einem kurzen Tutorial kann es endlich losgehen und Sie dürfen in der Gestalt von Marcus Reed frei durch den New Yorker Stadtteil Manhattan cruisen. Und was Luxoflux hier leistet, verdient Respekt. Die Stadt sieht schlicht und ergreifend fantastisch aus, glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Lichteffekten, voll gestopften Straßen und Bürgersteigen, Müll fliegt durch die Gegend, edle Texturen verzieren die Gebäude, Pop-ups und zu spät eingeblendete Texturen sind nicht zu erspähen.
Während Grand Theft Auto durch den Comic-Look stets allzu deftiger Kritik an der Optik entgeht, zeigt True Crime: New York City, wie realistisch man eine Metropole auf den Bildschirm zaubern kann. Leider hat die Sache einen Haken, denn während GTA stets etwas rucklig dargestellt wird, ist die Performance von True Crime noch eine Spur schlechter.
Zwar hat dies nur selten Auswirkungen auf die Spielbarkeit, doch ständig hat man das Gefühl, dass die PlayStation 2 auf dem letzten Loch pfeift und jeden Moment stöhnend mit den Worten "Ich kann nicht mehr!" aufgibt und auseinander fällt. Doch wie bei der Konkurrenz gewöhnt man sich auch hier nach einer Weile daran und bekommt ein Spiel präsentiert, das sich gegenüber dem Vorgänger in einigen Punkten deutlich verbessert zeigt.
Genremix
