True Crime: Streets of New York
Der Hechtsprung zur Seite darf in den Ballereinlagen nicht fehlen.
Auf der Games Convention waren wir noch zum Zusehen verdammt, jetzt konnten wir endlich selbst Hand anlegen an Activisions Cop-Thriller mit Hit-Ambitionen. Groß war der Andrang der Redaktion und viel wurde diskutiert. Wird Activision diesmal zur Konkurrenz von Rockstar Games aufschließen können? Hält die Optik den Erwartungen stand? Macht der Titel den erhofften Spaß?
Damit auch Sie sich ein genaueres Bild vom Spiel machen können, haben wir Ihnen ein Video für unsere DVD aufgenommen und auch gleich noch ein paar coole Screenshots gemacht. Am wichtigsten sind aber natürlich unsere Spielerfahrungen, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.
Noch mal mit Gefühl
Manche Moves von Marcus tun schon beim Hinsehen weh!
Vier sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Missionen konnten von uns gespielt werden, aber natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, noch ein wenig durch die Straßen von New York City zu cruisen. Hier fiel uns sofort die neue Fahrphysik positiv auf, die weniger hektisch ist als im Vorgänger. Gerade mit etwas schwerfälligeren Fahrzeugen oder Muscle-Cars kommt richtig Fahrspaß auf und gut kontrollierbare Drifts lassen die Herzen von Autofans aufgehen.
Derzeit würden wir das Fahrverhalten der Vehikel in der goldenen Mitte zwischen Grand Theft Auto San Andreas und Driv3r einordnen. Die abgefahrenen Spezialmanöver, wie auf zwei Rädern fahren, werden auch in True Crime: New York City wieder dabei sein, waren von uns aber noch nicht ausprobierbar. Ganz im Gegensatz zu den Motorrädern, auf die wir uns sofort schwingen wollten.
Diese sehen nicht nur klasse aus, sondern sind auch eine willkommene Abwechslung. Leider reagierte die Steuerung bei der uns vorgeführten Version noch mit einer leichten Verzögerung, was besonders bei den Zweirädern für Schwierigkeiten sorgte, doch vom fertigen Spiel erwarten wir hier noch eine deutliche Verbesserung.
Dies gilt auch für die derzeit noch recht instabile Bildrate. Keine Frage, New York City sieht absolut beeindruckend aus und glänzt mit vielen Details, jeder Menge Zivilverkehr, unzähligen Passanten und atmosphärischen Effekten, doch etwas flüssiger dürfte das Geschehen ruhig sein. Dennoch ist die Leistung der Entwickler absolut beeindruckend. Das Gefühl, mitten in der aufregendsten Stadt der Welt zu stehen, wurde hervorragend eingefangen!
Kampfbereit
Vom Schiebedach der Limousine aus nehmen wir die Verfolger auseinander.
Keinerlei Performance-Probleme gab es bei den komplett umgekrempelten Baller-Einlagen zu beklagen. Die liebevoll ausgestatten Levels würden sich auch in einem reinen Actiontitel ohne Großstadt-Bonus gut machen oder anders gesagt: die fetzigen Ballereien machen Genregrößen Konkurrenz und lassen GTA ganz schön alt aussehen. Das neue Zielsystem visiert Gegner auf Knopfdruck automatisch an, lässt aber auch freies Zielen zu.
Ebenfalls wieder möglich ist besonders präzises Zielen in Zeitlupe, um Gegner mit einem einzigen Schuss niederzustrecken oder um auf eines der großzügig verteilten explosiven Objekte zu schießen. Gasflaschen oder -tanks eignen sich hervorragend, um mehrere Gegner auf einmal auszuschalten, und demonstrieren zudem eindrucksvoll die Zerstörbarkeit der Umgebungen. Wenn in diesem Spiel etwas explodiert, dann fliegen wirklich die Fetzen!