Die Zwischensequenzen sind richtig cool inszeniert und synchronisiert.
Nachdem uns Activision in dieser Ausgabe bereits sehr gute Game-Cube-Umsetzungen bekannter Serien wie Call of Duty 2: Big Red One und Gun beschert hat, ist es nun auch an der Zeit, True Crime: New York City auf den Zahn zu fühlen. Nach der Testphase kann man sagen, dass sich der viel versprechende Großstadt-Krimi tatsächlich von den anderen GameCube-Umsetzungen abhebt. Allerdings nicht im positiven Sinne: Leider scheint den Entwicklern bei der Game-Cube-Version die Entwicklungszeit etwas davongelaufen zu sein.
Denn technisch präsentiert sich True Crime: New York City nicht ausgereift. Die Bildwiederholungsrate ist an belebten Knotenpunkten fast unspielbar niedrig. In Kombination mit eigenwilligen und trägen Fahrzeugen, wie beispielsweise SUVs, sind präzise Manöver nur schwer möglich. Damit nicht genug: Leider ruckelt die GameCube-Fassung in den Fahrsequenzen fast permanent, was deutlich auf den Spielspaß drückt.
Dies ist umso unverständlicher, weil die Game-Cube-Variante im Vergleich zur PS2-Fassung grafisch deutlich abgespeckt wurde. Lediglich in den Innenlevels läuft die Grafik flüssig, allerdings ist die Grafikqualität hier auch bescheiden. Die mangelnde Entwicklungszeit zeigt sich auch in einigen Bugs, welche leider in der von uns getesteten fertigen Verkaufsversion immer noch enthalten sind.
Diese reichen von Clipping-Fehlern bis hin zum Fehlen von missionsentscheidenen Personen. Solche technischen Fehler dürfen in einer Verkaufsversion einfach nicht mehr vorkommen und verhindern eine deutlich höhere Wertung. Und das ist echt schade, denn spielerisch kann True Crime: New York City den Vorgänger überflügeln.
Cop-Thriller mit Film-Flair
Die Beleuchtung kann nicht mit der PS2- und Xbox-Version mithalten.
True Crime: New York City bietet im Vergleich zum Vorgänger ein deutlich höheres Maß an Abwechslung. So sind die Zufallsverbrechen wesentlich vielfältiger. Neben der Entschärfung von Bomben müsst ihr beispielsweise Geiselnahmen beenden oder Autodiebstähle aufklären. Eine der Stärken des Titels ist auch die gelungene Präsentation der Zwischensequenzen. Die Charaktermodelle sehen gut aus und wirken durch die professionelle englische Synchronisation sehr glaubwürdig.
Mickey Rourke, Christopher Walken und Lawrence Fishburne lassen den Titel zu einem interaktiven Thriller werden, der vor allem aufgrund der expliziten Sprache nichts für Kinder ist. Auf spielerischer Ebene sind die Ballerpassagen eindeutig das Highlight. Eine komfortable Zielhilfe und die Möglichkeit, nahezu das gesamte Interieur zu zerlegen, bergen ein gutes Maß an Unterhaltung.
