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  • Thief: Deadly Shadows

    Um unbemerkt an das Bücherregal zu kommen, löschen wir die Fackel mit einem Wasserpfeil. Um unbemerkt an das Bücherregal zu kommen, löschen wir die Fackel mit einem Wasserpfeil. Garrett kann's nicht lassen. Der Meisterdieb stiehlt sich vom PC auf die Xbox. Schon lange, bevor Sam Fisher auch nur daran dachte, einmal als Geheimagent durch die Gegend zu schleichen, gab es einen
    flinken Dieb, der 1998 das Genre der Stealth-Action-Spiele revolutionierte. Jetzt macht sich Langfinger Garrett bereits zum dritten Mal auf Beutezug. Auf der Xbox feiert er mit Deadly Shadows sein Konsolendebüt - und braucht sich dabei ausnahmsweise mal nicht zu verstecken, zumindest nicht hinter den durchaus harten Konkurrenten Sam Fisher (Splinter Cell), Nummer 47 (Hitman: Contracts) und Alex Denton (Deus Ex: Invisible War).

    Fantastische Prophezeiung
    Am augenscheinlichsten hebt sich Thief: Deadly Shadows von diesen drei Spielen durch das mittelalterlich angehauchte Fantasy-Szenario ab. In Garretts düsterer Heimatstadt gibt es verschiedene Orte, an de-nen der Meisterdieb sein Handwerk ausüben darf. Beauftragt wird er dabei von der Bruderschaft der Hüter, die an eine düstere Prophezeiung glaubt. Während seiner "Besorgungen" für die Hüter sieht es so aus, als wäre der Meisterdieb Teil dieser Prophezeiung. Leider dauert es einige Zeit, bis sich die spannende Story entfalten kann. Bis man ganz in ihren Bann gezogen wurde, ist bereits gut die Hälfte des Spiels vorüber.

    Wie klaue ich was?
    Langweilig ist der Titel trotz der bedächtigen Story-Entwicklung dank zahlreicher Lösungswege dennoch nicht. Zwar sind die Missionen alle recht ähnlich aufgebaut (dringe in Ort A ein und stehle Gegenstand B), dafür ist die Vorgehensweise jedes Mal völlig anders. Das zeigt schon eine der ersten Missionen sehr deutlich. Um in das Schlafgemach eines Bischofs einzudringen, können Sie entweder sämtliche Wachen außer Gefecht setzen, damit Sie in das gut geschützte Zimmer gelangen, oder die Kirchenglocke läuten, damit der Bischof mitsamt Bodyguards in das Kirchenschiff gelockt wird. Dann können Sie ungestört nach dem begehrten Objekt suchen, ohne auch nur einen Wächter aus dem Hinterhalt bewusstlos geschlagen zu haben. Entscheiden Sie sich in dieser Situation für das Läuten der Glocke, müssen Sie natürlich erst einmal in den Kirchturm gelangen. Auf dem Weg dorthin geraten Sie wiederum in etliche prekäre Situationen,
    die Sie auf unterschiedliche Art und Weise angehen können. Aufgrund der verschiedenen Lösungsansätze und durch vier Schwierigkeitsgrade, die Sie zu Beginn jeder einzelnen Mission neu wählen dürfen, ist auch für einen ordentlichen Wiederspielwert gesorgt.

    Handwerkszeug eines Diebes
    Egal für welchen Lösungsweg Sie sich entscheiden, Sie kommen nicht umhin, die meiste Zeit zu schleichen und alle schattigen Ecken der Levels gut zu nutzen. Eine Anzeige am unteren Bildschirmrand gibt an, in welchem Maße Sie für Ihre Umwelt sichtbar sind. Aber auch Garretts Diebeswerkzeuge (siehe INFO "Die kleine Diebes-Fibel") sind außerordentlich hilfreich beim Lösen verschiedener Aufgaben. Es ist durchaus möglich, von all diesen Gegenständen Abstand zu halten und das Abenteuer nur mit einem Knüppel bewaffnet zu bestehen. Wie Sie vorgehen wollen, liegt also ganz und gar bei Ihnen. Und werden Sie doch einmal ertappt, verstecken Sie sich einfach ein paar Minuten im Schatten und warten, bis die Wachleute wieder an ihre Posten zurückkehren. In solchen Momenten des Versteckspielens verliert Thief: Deadly Shadows aber leider etwas an Tempo. Und die KI-gesteurten Wachen, die nach erfolgloser Suche einfach wieder zu ihren Posten zurückkehren, als ob nichts gewesen wäre, sind auch wenig überzeugend.

    Düster und genial
    Ebenfalls nicht vollends gelungen ist die technische Umsetzung. Die hervorragenden Lichteffekte zeigen zwar eindrucksvoll, was die Xbox drauf hat, dafür läuft der Titel zu keinem Zeitpunkt flüssig und die Animationen sind von gestern. Die hohen Ladezeiten drücken den Spielspaß zusätzlich - zumindest wenn Sie einer der Spieler sind, die nach einem gescheiterten Manöver immer wieder ihren letzten Spielstand laden. Dann warten Sie für ganze 30 Sekunden, bis Sie sich wieder im Spiel befinden. Dennoch taucht man durch die tolle Atmosphäre schnell und tief in die Welt von Thief: Deadly Shadows ein und gewöhnt sich selbst an die heftig ruckelnde Darstellung. Dafür sorgen auch die stimmige Sounduntermalung und die hervorragende englische Sprachausgabe. Wer des Öfteren innehält, kann arglose Stadtbewohner oder sogar Wachen belauschen und entnimmt den Unterhaltungen wertvolle Hinweise auf den Fundort weiterer
    kostbarer Schätze.

    Thief: Deadly Shadows (XB)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Thief: Deadly Shadows
    Thief: Deadly Shadows
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Ion Storm
    Release
    11.06.2004

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Thief: Deadly Shadows
Thief: Deadly Shadows
http://www.videogameszone.de/Thief-Deadly-Shadows-Spiel-38531/Tests/Thief-Deadly-Shadows-323981/
29.06.2004
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2004/06/01wasserpfeil.jpg
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