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  • The Technomancer im Test: Elektrisierend sind nur die Technomancer-Skills
    Quelle: Focus Home Interactive

    The Technomancer im Test: Elektrisierend sind nur die Technomancer-Skills

    In The Technomancer geht es nach Mars: War Logs zum zweiten Mal auf den Mars. Wir waren auf dem roten Planeten und haben das Rollenspiel der Entwickler von Spiders Studio durchgespielt. Im Test lest ihr, warum das Abenteuer gute Ansätze verfolgt jedoch nicht mehr als Durchschnittskost zu bieten hat.

    Es ist vermutlich kein Zufall, dass der Nachbarplanet der Erde nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt wurde. Auch wenn es der Menschheit in der Zukunft gelungen ist die rote Staubkugel zu besiedeln, bleibt die alte Gewohnheit, gegeneinander Krieg zu führen. Nachdem vor langer Zeit der Kontakt zur Heimat Erde abgerissen ist, konkurrieren mehrere mächtige Unternehmen um die Vorherrschaft und führen erbitterte Kriege um den wertvollsten Rohstoff auf dem Mars: Wasser.

    Mit The Technomancer widmen die Entwickler von Spiders Studio nach Mars: War Logs bereits das zweite Spiel diesem Szenario. Diesmal schlüpft der Spieler in die Rolle des jungen Zachariah, der gerade erst seine Ausbildung als Technomancer abgeschlossen hat. Während er beginnt als frisch gebackener Offizier in Ophir, der Hauptstadt des Wasser-Unternehmens Abundance, seinen Dienst zu leisten, wird er unweigerlich in eine Verschwörung gegen ihn und seinen Orden verstrickt.

    Das Geheimnis hinter den Kräften der Technomancer, die elektrische Energie aus ihrem Körper als Waffen einsetzen können, steht auf dem Spiel. Mit Hilfe einiger Weggefährten muss Zachariah zunächst fliehen. Er nimmt den Kampf mit seinen Widersachern auf und verfolgt nebenbei noch ein weiteres Ziel. Seit ewigen Zeiten ist es das Bestreben der Technomancer einen Weg zu finden, den Kontakt mit der Erde wiederherzustellen.

    Was kümmert mich fremdes Leid?

          

    Was spannend klingt, nimmt aber leider lange Zeit nicht wirklich Fahrt auf. In den ersten Spielstunden plätschert die Story nur vor sich hin. Auch die Charaktere, denen wir begegnen, bieten kaum Tiefgang. So treffen wir die Anführerin einer Rebellion, die offensichtlich gute Die vermutlich emotional gedachte Entscheidung über das Schicksal der Rebellenanführerin verfehlt in den ersten Spielstunden klar ihre Wirkung. Die vermutlich emotional gedachte Entscheidung über das Schicksal der Rebellenanführerin verfehlt in den ersten Spielstunden klar ihre Wirkung. Quelle: PC Games Absichten verfolgt. Nun steht der Spieler vor der Entscheidung, den Rebellen zu helfen, die Anführerin einfach zu ermorden oder neutral zu bleiben. Aber das Spiel führt die Charaktere und ihre Motive nicht glaubwürdig genug ein.

    Da wir als Spieler zu wenig über die anderen Figuren erfahren, verlieren solche Entscheidungen an Gewicht. Es ist einfach keine emotionale Bindung da. Immerhin zeigt diese Situation wie das Spiel dem Spieler Freiheiten in der Bewältigung seiner Aufträge gewährt. Gegner töten oder nur bewusstlos schlagen? Informationen dem Vorgesetzten melden oder doch lieber den Rebellen zuspielen? All das hat Auswirkungen auf das Karma von Zachariah und die Beziehung zu verschiedenen Fraktionen.

    Dies wirkt sich wiederum auf folgende Situationen aus. Mit einer schlechten Beziehung zu den Mutanten braucht man zum Beispiel nicht auf Hilfe hoffen, wenn man sie vielleicht benötigt. Um das Standing bei den Fraktionen zu verbessern, stehen auch zahlreiche Nebenquests zur Verfügung. Viel mehr als das übliche "besorge mir dieses" und "bekämpfe jene Gegner" haben diese optionalen Missionen allerdings nicht zu bieten.

    Hier war ich doch schon mal

          

    Durch das permanente Back-Tracking kämpfen wir uns ständig durch die gleichen Feindgruppen. Durch das permanente Back-Tracking kämpfen wir uns ständig durch die gleichen Feindgruppen. Quelle: PC Games Außerdem tritt bei den ganzen optionalen Aufgaben der Mangel an unterschiedlichen Schauplätzen am deutlichsten zu Tage. Zwar verschlägt es Zachariah im Verlauf der Geschichte in neue Hub-Gebiete, Dungeons und verschiedene kleinere lineare Level - doch am häufigsten geht es regelmäßig nach Ophir zurück. Die Stadt mit ihren drei verwinkelten Ebenen dient als Hauptkampfplatz. Das regelmäßige Back-Tracking wird so schnell zum Nerv-Faktor. Beim zwanzigsten Kampf gegen die immer gleichen Gegner an den immer gleichen Stellen der immer gleichen Karte kommt einfach kein Spaß auf. Durch die nicht vorhandene Möglichkeit zur Schnellreise wirken die ständigen Wiederholungen wie erzwungene Spielzeitstreckung. Da hilft auch das im Grunde abwechslungsreiche Kampfsystem nicht.

    The Technomancer im Test-Video

          
    04:09
    The Technomancer: Das Mars-RPG im Test-Video
    Spielecover zu The Technomancer
    The Technomancer

    Fähigkeiten, Talente und Attribute

          

    Drei verschiedene Kampfstile stehen zur Verfügung, bei denen jeweils andere Waffen zum Einsatz kommen. Der Kämpfer, der bevorzugte Stil der Technomancer, setzt auf einen Stab, mit dem er vor allem gegen mehrere Gegner ordentlich austeilt. Der Gauner setzt seinen Gegnern mit einem Dolch in der rechten und einer Pistole in der linken Hand zu. Für ihn sind Ausweichmanöver und Angriffe von hinten von größter Bedeutung. Eher Im Fähigkeiten-Baum spezialisieren wir uns auf einen der drei Kampfstile beziehungsweise die Technomancer-Fähigkeiten. Im Fähigkeiten-Baum spezialisieren wir uns auf einen der drei Kampfstile beziehungsweise die Technomancer-Fähigkeiten. Quelle: PC Games defensiv geht es der Wächter an, der mit Schild und Keule ausgestattet ist und vor allem darauf aus ist, Schaden zu absorbieren und Gegner mit Schildschlägen zu unterbrechen.

    Unabhängig vom gewählten Kampfstil beherrscht Zachariah seine Technomancer-Fähigkeiten. Mit diesen setzt er seine Waffe unter Strom, schützt sich mit einem Schild und wirft tödliche Lichtbögen auf seine Gegner. In vier Fähigkeitsbäumen werden die einzelnen Stile im Spielverlauf gezielt ausgebaut. Dazu gibt es bei jedem Stufenaufstieg einen Punkt zur freien Verteilung. Alle drei Level steht ein neuer Punkt zur Steigerung der Attribute Stärke, Gewandtheit, Kraft und Ausdauer zur Verfügung, die jeweils für einen der Kampfstile von Vorteil sind.

    Außerdem verfügt Zachariah über sogenannte Talente, die nach jedem vierten Stufenaufstieg ausgebaut werden können. Neben nützlichen Dingen wie Schlösserknacken und Tarnung gehören dazu zum Beispiel Charisma und Wissenschaft, mit denen Einfluss auf Dialoge genommen werden kann. So lassen sich mit ausreichend ausgebauter Überredungskunst unter anderem Kämpfe vermeiden oder NPCs von der eigenen Sache überzeugen.

    Du bist nicht allein

          

    Diese umfangreiche Kontrolle über den eigenen Charakter überträgt sich leider nicht auf die Begleiter. Bis zu zwei NPC-Gefährten stehen dem Helden zur Seite, unterstützen ihn im Kampfgeschehen und haben auch eine eigene Meinung zu dessen Taten. Bei einem guten Verhältnis winken spezielle Begleitermissionen und sogar Romanzenoptionen. Im Kampf ist die Kontrolle über die Helfer allerdings auf die Einstellung einer offensiven oder defensiven Kampfweise beschränkt. Entsprechend dumm stellen sie sich gelegentlich an. Auch beim Ausbau dieser Charaktere hat der Spieler nichts zu melden. Aktiven Einfluss auf Fähigkeiten und Attribute wie zum Beispiel in Mass Effect gibt es nicht.

    Gefährten wie Amelia und Nisha stehen uns im Kampf zur Seite und verstricken uns in persönliche Nebenquests. Gefährten wie Amelia und Nisha stehen uns im Kampf zur Seite und verstricken uns in persönliche Nebenquests. Quelle: PC Games Aber immerhin lassen sich die Begleiter nach eigenem Geschmack ausrüsten. Bei Gegnern und in Truhen finden sich unzählige Rüstungen, Waffen und andere Gegenstände. Außerdem bieten die zahlreichen Händler verschiedene Ausrüstung zum Verkauf an. Leider mangelt es unter all der Masse an Ausrüstungsgegenständen an der Klasse. Im gesamten Spielverlauf kommt selten das Gefühl auf sich bei Bewaffnung und Ausrüstung merklich zu verbessern. Wir haben während des gesamten Tests genau zweimal die Brustrüstung getauscht, weil es ansonsten kaum etwas Besseres für unseren gewählten Kampfstil zu finden gab. Wird man absolut nicht fündig, bleibt noch die Möglichkeit des Eigenbaus.

    Mit ausgebautem Herstellen-Talent und den zahlreichen Rohstoffen, die von Gegner erbeutet und durch Zerlegen gewonnen werden, entstehen an einer Werkbank die gewünschten Gegenstände. Zunächst beschränken sich die handwerklichen Fähigkeiten von Zachariah auf sinnvolle Upgrades für Waffen und Rüstung. Mit entsprechend fortschrittlicheren Rezepten stehen dann auch mehr Optionen zur Verfügung.

    Wie schon beim Vorgänger merkt man auch The Technomancer sein geringes Budget an allen Ecken und Enden an. Zwar wurde die grafische Darstellung der betagten Silk Engine verbessert, gegenüber modernen Blockbustern wirkt die Präsentation dennoch sehr altbacken. Die Animationen sehen teilweise etwas steif und abgehackt aus. Abgesehen von ein paar recht schicken Zwischensequenzen ist die Inszenierung der Story eher trocken und unspektakulär. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Die englischen Sprecher machen ihren Job dafür sehr ordentlich. Genre-Fans bekommen gut und gerne 30 Spielstunden durchschnittliche RPG-Kost, die allerdings auch einen stolzen Preis von knapp 45 Euro (PC) beziehungsweise 55 Euro (Konsolen) kostet.

    Fazit und Wertung

          


    The Technomancer (PC)

    Spielspaß
    69 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    The Technomancer (PS4)

    Spielspaß
    69 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Interessantes Mars-Szenario
    Handlungen wirken sich auf Einfluss bei Fraktionen aus
    umfangreiches Charaktersystem
    Quests auf verschiedene Weise lösbar
    drei verschiedene Kampfstile + Technomancer-Fähigkeiten
    vier Schwierigkeitsgrade, jederzeit änderbar
    Kontrolle über Ausrüstung der Gefährten
    Ordentlicher Umfang mit zahlreichen Nebenquest
    keine deutsche Sprachausgabe
    abgehackte Animationen
    altbackene Grafik
    wenig Gegnervielfalt
    keine Schnellreise
    viel Backtracking durch die immer gleichen Gebiete
    Begleiter-Fähigkeiten nicht beeinflussbar
    Story kommt lange nicht in Fahrt
    Charaktere mit kaum Tiefe
    hölzerne Inszenierung

    01:34
    The Technomancer: Launch-Trailer des Mars-Rollenspiels
    Spielecover zu The Technomancer
    The Technomancer
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1200124
The Technomancer
The Technomancer im Test: Elektrisierend sind nur die Technomancer-Skills
In The Technomancer geht es nach Mars: War Logs zum zweiten Mal auf den Mars. Wir waren auf dem roten Planeten und haben das Rollenspiel der Entwickler von Spiders Studio durchgespielt. Im Test lest ihr, warum das Abenteuer gute Ansätze verfolgt jedoch nicht mehr als Durchschnittskost zu bieten hat.
http://www.videogameszone.de/The-Technomancer-Spiel-55856/Tests/Elektrisierend-sind-nur-die-Technomancer-Skills-1200124/
30.06.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/10/Technomancer__2_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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