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  • The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test - Kreativer Koop-Spaß trifft öden Einzelspieler-Modus

    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test - Frische Mehrspieler-Ideen, öder Einzelspieler-Modus Quelle: Nintendo

    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test: Wir haben das neue Zelda-Abenteuer für Nintendo 3DS für euch unter die Lupe genommen. Dabei müssen sich die Traditionalisten unter den Zelda-Fans auf einige Neuerungen gefasst machen. Besonders in puncto Handlung und Humor steuert das neue Zelda in eine ganz neue Richtung.

    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test: Während Wii-U-Besitzer mit The Wind Waker HD zwar schon ein grandioses The Legend of Zelda-Remake auf ihrer Konsole spielen können, lässt der exklusiv für die Heimkonsole entwickelte Teil noch auf sich warten. Ach, wie gut haben es da im Vergleich 3DS-Spieler, die nach Ocarina of Time 3D, A Link Between Worlds und Majora's Mask 3D in Tri Force Heroes bereits ins vierte 3DS-Abenteuer des beliebtesten Zipfelmützenträgers der Welt ziehen dürfen. Allerdings: Statt eines vollwertigen Heldentrips erwartet uns diesmal ein Koop-zentrierter Fantasy-Spaß für zwischendurch.

    First-World-Flüche

    In Tri Force Heroes verschlägt es unseren spitzohrigen Protagonisten nicht wie gewohnt nach Hyrule, sondern in das Land Textilia. Dort sucht der König verzweifelt nach Helden, die sich für ihn auf gefährliche Missionen begeben, um das sogenannte Lady-Kleid zu suchen. Dieses benötigt er nämlich für seine Tochter, die liebreizende Prinzessin, die von einer bösen Hexe mit einem fiesen Fluch belegt wurde. Seitdem ist die vorher stets schick gekleidete junge Dame in einen mausgrauen Einteiler gepfercht, den sie nicht mehr ablegen kann. Das ist in einem Land, welches sich voll und ganz variantenreicher Kleidung jedweder Art verschrieben hat, natürlich eine absolute Katastrophe! Diese kurze Zusammenfassung zeigt bereits: Links neuestes Abenteuer nimmt sich selbst überhaupt nicht ernst und steht damit in starkem Kontrast zu so ziemlich allen anderen Ablegern der Reihe. Keine Frage, der Humor ist gelungen – so, wie er ist, wäre er aber vielleicht besser in Paper Mario oder Mario & Luigi aufgehoben. Ob einem das gefällt oder nicht, ist Geschmacksache, Zelda-Liebhaber müssen sich aber auf jeden Fall erst einmal an diesen Umstand gewöhnen.

    Kleidungskoller

    Der Klamottenwahn hat aber auch einen spielerischen Zweck, erlaubt er es uns doch, unseren Helden mithilfe einer riesigen Auswahl an verschiedenen Kostümen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu verkleiden. Wer etwa in einem Areal reich an Gewässern unterwegs ist, sollte auf das Zora-Kostüm setzen. Ein cooles Feature, das zudem sehr gut funktioniert! Um die feschen Fetzen freizuschalten, sind neben einem Rubin-Obolus auch Materialien notwendig, mithilfe derer die kompetente Schneiderin von Textilia das entsprechende Einzelstück anfertigt. An Materialien gelangen wir, indem wir die jeweils vier Levels in den acht verschiedenen Gebieten absolvieren. Als Belohnung winkt dann eines der Kleinode. Richtig gelesen: Eine offene Welt gibt es in Tri Force Heroes nicht. Stattdessen gelangen wir von einer kleinen Hubwelt aus in thematisch unterteilte Areale wie einen Vulkan, ein Waldstück, eine Wüste oder ein verschneites Gebirge.

    Die heldige Dreifaltigkeit

    Die Bosskämpfe sind teilweise recht knackig gestaltet. Die Bosskämpfe sind teilweise recht knackig gestaltet. Quelle: Nintendo In den Levels erwartet uns dann im Kern das, was man sich von einem The Legend of Zelda-Spiel erwartet, nämlich Rätsel und Kämpfe gegen jede Menge kleine und große Bösewichte. Weil ein Held zu wenig ist, sind wir diesmal allerdings in drei Versionen von uns selbst unterwegs – ähnlich wie in den Four Swords-Spielen, wo wir mit vier Recken ins Abenteuer zogen. Die Missionen kann man wahlweise alleine oder im Mehrspieler für drei Personen absolvieren. Zwei- Spieler-Runden sind hingegen nicht möglich. Wir raten allerdings dringend davon ab, alleine loszuziehen, denn das macht ungefähr so viel Spaß wie ein Besuch der örtlichen Kläranlage: Anstatt die zwei Computer-Begleiter mit einer KI auszustatten, hat Nintendo unverständlicherweise beschlossen, dass wir uns um jede ihrer Aktionen selbst kümmern müssen. Heißt im Klartext, dass wir unsere Kumpel ständig durch die Gegend tragen oder ununterbrochen zwischen den Helden wechseln müssen, um Land zu sehen. Nicht einmal eine Funktion, um unsere Kameraden an unsere Seite zu rufen, gibt es! Kurz gesagt: Der Singleplayerpart wurde ganz gehörig verbockt. Wir wollen diesen Punkt nicht ignorieren, es ist aber bei aller Kritik klar, dass der Fokus eindeutig auf der Koop-Erfahrung liegt – und dank lokalem Spiel, Online-Mehrspieler und Downloadplay für 3DS-Besitzer ohne das Spiel ist es zum Glück auch sehr einfach, hier Mitspieler zu finden. Zu dritt macht das Spiel dann auch ordentlich Spaß.

    Der Turmbau zu Textilia

    Die Levels sind noch einmal in vier Untergebiete aufgeteilt. Am Beginn des ersten Gebiets bekommt jedes Mitglied des tollen Trios neben seinem Schwert eines von acht praktischen Items in die Hand gedrückt, die wir auf der zweiten Seite unseres Tests im Detail vorstellen. Das funktioniert also anders als bei The Four Swords, wo wir in den Levels mehrmals zwischen verschiedenen Gegenständen hin und her wechseln konnten. Der Vorteil dieser Entscheidung: Die Levels bieten deutlich abwechslungsreichere Abschnitte, welche stets auf dem perfekten Zusammenspiel der Items aufbauen. Da müssen etwa mit dem Wasserstab Säulen aus dem Boden gezaubert werden, damit Spieler 2 eine Bombe über einen Abgrund werfen kann, die Spieler 3 auf der anderen Seite auffängt und damit eine Wand sprengt. Das funktioniert super und macht viel Laune! Zelda-Veteranen dürften zwar die meisten Situationen schnell durchschauen, trotzdem wurden die Umgebungsrätsel aber sehr gut und abwechslungsreich gestaltet.

    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test - Nette Koop-Ideen im neuen 3DS-Zelda The Legend of Zelda: Tri Force Heroes im Test - Nette Koop-Ideen im neuen 3DS-Zelda Quelle: Nintendo Auch für alte Serienhasen neu: Die Totem-Formation, bei der die drei Heroen auf die Schultern des jeweils anderen springen, um auf diese Weise etwa hoch gelegene Schwachpunkte von Feinden zu erreichen, Schalter zu aktivieren oder durch einen beherzten Wurf auf ansonsten zu hohe Vorsprünge zu gelangen. Der unterste Spieler übernimmt dabei das Laufen und der oberste kümmert sich um den Einsatz von Schwert und Item. Eigentlich eine kreative Idee, die jedoch unter einer eher mäßigen Umsetzung leidet. Das Totem steuert sich leider recht umständlich, sodass etwa die getragenen Spieler keine Möglichkeit haben, ihrer Situation zu entkommen. Oft löst man das Totem auch aus Versehen aus, wenn man etwa von einem erhöhten Bereich neben einem Mitspieler auf dem Boden landen will. Zu häufig findet man sich dann in den Händen des unfreiwilligen Lastenträgers wieder. Das sorgt in den normalen Levels für Ärger, in der Nähe von Abgründen für unerwünschte Bildschirmtode und wird in den Bosskämpfen teilweise sogar zur Tortur. Die großteils sehr kreativ gestalteten Obermotze sind nämlich oft mörderisch schwer und erlauben kaum Fehler – wie auch der Rest des Spiels, das uns eine hammerharte Passage nach der anderen vor die Füße wirft.

    So ein kniffliges Zelda-Abenteuer haben wir seit dem zweiten Teil für das NES nicht erlebt! Umso nerviger ist die Tatsache, dass wir nach einem virtuellen Ableben trotz dreier Feen pro Level, die uns wiedererwecken können, das jeweilige Untergebiet noch einmal von vorne starten müssen. Klar, wenn alle Feen weg sind, heißt's Game Over. Solange wir diese nicht aufgebraucht haben, hätten wir es aber vorgezogen, direkt am Ort des Niedergangs wieder loslegen zu können. Auch etwas mehr Anspruch abseits des Schwierigkeitsgrades hätte dem Titel gut getan, denn sobald man alle Gameplaymechaniken verinnerlicht hat, gibt es kaum noch Elemente, die einen überraschen. Somit entpuppt sich The Legend of Zelda: Tri Force Heroes zu unserer Überraschung trotz einiger sehr cleverer Elemente und Ideen schlussendlich als deutlich weniger rund und unterhaltsam als gedacht. Die Tatsache, dass es sich "nur" um ein Spin-off handelt, merkt man dem Titel spielerisch stark an. Grafisch hingegen ist er sehr gut gelungen und macht sogar dem hübschen A Link Between Worlds Konkurrenz. Anstatt den Stil des ersten exklusiven 3DS-Zelda zu kopieren, hat man sich für eine hübsche Mischung aus diesem und jenem von The Wind Waker entschieden. Der ziemlich belanglose Sound hingegen zeigt wieder, dass es schon deutlich hochwertigere Nintendo-Produktionen als Tri Force Heroes gab.


    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes (3DS)

    Spielspaß
    74 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    6/10
    Multiplayer
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Unterhaltsames Koop-Gameplay
    Schwere, aber kreative Bosskämpfe
    Zelda-untypische, aber nette Atmosphäre
    Interessant gemachtes Verkleidungs-Feature
    Im Kern ausgesprochen simpel aufgebaut
    Unintuitiv steuerbare Totem-Formation
    Gebiete müssen bei K.o. neu gestartet werden
    Extrem schwacher Singleplayer-Part
    Fazit
    „Ein guter Mehrspielertrifft auf einen öden Singleplayer-Modus. Das kannst du besser, Link!“

    05:21
    Zelda: Tri Force Heroes - Trailer mit neuen Details und Koop-Spieszenen
  • The Legend of Zelda: Tri Force Heroes
    The Legend of Zelda: Tri Force Heroes
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Nintendo
    Release
    4. Quartal 2015
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The Legend of Zelda: Tri Force Heroes
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http://www.videogameszone.de/The-Legend-of-Zelda-Tri-Force-Heroes-Spiel-55732/Tests/Test-Review-1175711/
27.10.2015
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2015/06/zelda_tri_force_heroes_3ds-pc-games_b2teaser_169.jpg
zelda,test,action-adventure,nintendo
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