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  • The Division: Auf der Suche nach Spaß im Endgame - Kolumne

    The Division Kolumne: Auf der Suche nach Spaß im Endgame (1) Quelle: Ubisoft

    Tägliche Herausforderungen, die keine sind, unmotivierende Belohnungen, Dark Zone ohne PvP: Das Endgame von The Division bietet Vielspielern gegenwärtig einfach zu wenig. In der Kolumne schildert PC Games-Redakteur Max Falkenstern, warum er seine Agenten-Karriere vorläufig an den Nagel hängt.

    Hinweis: Der Artikel entstand vor Bekanntgabe des Changelogs für Update 1.0.2. Der nächste Patch scheint sich einem Großteil der geschilderten Probleme in The Division anzunehmen. Ob die Änderungen greifen, muss sich allerdings noch zeigen. Wir werden die Entwicklung des Action-Rollenspiels weiter begleiten.

    Erinnert sich noch jemand an die Loot Cave in Destiny? So nannten Spieler eine Höhle, aus der endlos viele Feinde herausströmten. Man brauchte nur wenige Meter davor sein Zelt aufzuschlagen und dann lässig bei Chips und Bier auf den Eingang zu ballern. Nach kurzer Zeit war das Inventar schließlich gefüllt mit seltener Ausrüstung. Eine effektive, wenngleich auch langweilige Methode, um an Beute zu gelangen, mit der Destiny seinerzeit noch geizte. Mittlerweile hat auch The Division seine eigene "Loot Cave" in Form eines Bossgegners, der unweit eines Checkpoints immer wieder von den Toten aufersteht und garantiert Phoenix Credits und legendäre Items abwirft.

    Warum überhaupt die Anekdote? Exploits dieser Art mögen für Online-Spiele wie The Division prinzipiell nicht ungewöhnlich sein, doch sie legen Parallelen zu einem gravierenden Problem offen, das einst die Destiny-Community und nun die Fans von The Division beschäftigt. Das Endgame, primär die Jagd nach besserer Ausrüstung, macht in The Division nicht so viel Laune, wie es eigentlich sollte. Über die Gründe wird insbesondere auf Reddit heftig debattiert: Tägliche Herausforderungen sind schnell abgehakt, die Dark Zone wird entgegen ihrer ursprünglich erdachten Bestimmung kaum als PvP-Gebiet wahrgenommen und lohnenswerte Beute gibt es selten.

    Das Endgame, primär die Jagd nach besserer Ausrüstung, macht in The Division nicht so viel Laune, wie es eigentlich sollte. Das Credo: Bevor ich in der Dark Zone ähnlich langweiligen Kram mache und dafür länger brauche, kürze ich den Weg mit dem Exploit doch einfach ab. Überfliegt man die Kommentare auf Reddit, scheinen nicht wenige gewillt, dem zuzustimmen. Ich zähle mich aus den oben kurz skizzierten Gründen ebenfalls dazu. Nach Erreichen von Stufe 30 war für mich schnell die Luft raus. Nur weil Freunde und Kollegen erst kürzlich den Maximallevel erreicht haben und wir nun in einer Gruppe zusammen spielen können, klinke ich mich noch täglich auf die Server ein. Denn eigentlich macht The Division im Koop ja Spaß - es gibt nur kaum etwas zu tun und wenig, worauf man hinarbeiten könnte!

    The Division im Testvideo
    10:16
    The Division im Testvideo: Gut, aber nicht überragend
    Spielecover zu The Division
    The Division

    Herausforderungen ohne Spannung

    Wer das Endgame in The Division erreicht, dem stehen grundsätzlich zwei Optionen offen. Zum einen das Spielen täglich wechselnder Haupteinsätze in höheren Schwierigkeitsgraden, zum anderen Ausflüge in das Dark Zone genannte PvP-Gebiet. Beide Modi verlieren schnell an Reiz. Warum? Ganz einfach: weil die Belohnungen häufig auf ganzer Linie enttäuschen. Am gestrigen Sonntagabend landete etwa die Mission "Lincoln Tunnel Checkpoint" in der Rotation - bei Vielspielern derzeit ungemein beliebt, da vergleichsweise kurz und ohne böse Überraschungen (Stichwort. Shotgun-Gegner!).

    Auf "Schwer" springen neben einigen Phoenix Credits im Bestfall zwei oder drei violette Gegenstände raus - meist nichts Weltbewegendes, was man nicht schon im Shop für ein paar Credits erstehen könnte. Ich absolviere die Tages-Missionen seit über einer Woche regelmäßig und konnte von den erbeuteten Gegenständen praktisch überhaupt nichts verwerten. Die gleiche Mission auf "Herausfordernd" garantiert einem zumindest einen goldfarbenen High-End-Gegenstand, doch auch hier blieb der Wow-Effekt bisher aus.

    Mit paar Phoenix Credits kauft man sich in The Division schnell brauchbare Ausrüstung zusammen. Was man auf dem Schlachtfeld findet, ist hingegen meist Schrott. Mit paar Phoenix Credits kauft man sich in The Division schnell brauchbare Ausrüstung zusammen. Was man auf dem Schlachtfeld findet, ist hingegen meist Schrott. Quelle: PC Games Paar Handschuhe, ein Rucksack, Knieschoner - gibt's alles mit ganz bequem und ohne Stress mit teils besseren Werten beim speziellen Ausrüstungshändler. Und ich spiele wie bereits erwähnt seit etlichen Stunden. Alles halb so wild, wenn denn der Weg zum Ziel spaßig wäre. Ist es bei The Division für mein Empfinden aber nur bedingt. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad strapazieren einem die Bulletsponge-Gegner die Nerven noch mehr als ohnehin schon, zumal die Gefechte durch überdimensionierte Lebensbalken nicht wirklich fordernder werden.

    Auch in zufällig zusammengewürfelten Gruppen säubert man die Arenen irgendwann mit nahezu schlafwandlerischer Sicherheit von Stufe-32-Gegnern ohne das sich am Ende das befriedigende Gefühl einstellt, etwas erreicht zu haben. Kommunikation ist nicht erforderlich, Teamwork beschränkt sich auf das Wiederbeleben von Kameraden. Weil in den Gefechten Überraschungen ausbleiben, ertappte ich mich und meine Mitspieler dabei, wie wir vor lauter Langeweile selbst wahnwitzige Situationen schufen, etwa indem wir blindlings den Nahkampf suchten.

    Dark Zone ohne PvP

    Gefangen in der Wiederholungsschleife: In der Dark Zone erledigen wir die selben Gegner wie schon im Rest Manhattans. Spannung will aufgrund seltener PvP-Begegnungen kaum aufkommen. Gefangen in der Wiederholungsschleife: In der Dark Zone erledigen wir die selben Gegner wie schon im Rest Manhattans. Spannung will aufgrund seltener PvP-Begegnungen kaum aufkommen. Quelle: PC Games Bietet wenigstens die im Vorfeld stark beworbene Dark Zone genug Nervenkitzel für unterhaltsame Stunden? Nur in der Theorie. Denn das von Ubisoft Massive erdachte PvP-Konzept geht aus Gründen der Spielbalance nicht auf. Wer in The Division andere Agenten angreift, wird zum Abtrünnigen erklärt und wird damit für andere Spieler zur Jagd freigegeben. Schafft man es als Abtrünniger nicht vor Ablauf eines Countdowns am Leben zu bleiben, drohen einem gravierende Sanktionen (Verlust der Dark Zone Erfahrungspunkte, Dark Zone Schlüssel und Dark Zone Credits).

    Wer in der Dark-Zone-internen Rangleiter bereits zig Stufen erklommen hat, wird unter Umständen für Stunden zurückgeworfen und muss den mühsam erspielten Fortschritt wieder aufholen. Die Strafe steht dabei in keinem Verhältnis zum möglichen Gewinn. Denn was das potenzielle Opfer an Beute dabei hat, ist im Vorfeld nicht klar. Die Erfahrung, dass sich das Risiko für ein paar violette (und meist nutzlose) Gegenstände kaum lohnt, macht man einmal und lässt PvP schließlich bleiben. An fremden Spielern in der Dark Zone zieht man dann achselzuckend vorbei.

    Doch auch wer PvP in der Dark Zone ausblendet, wird unweigerlich enttäuscht. Als Einzelkämpfer oder in der Gruppe ziehen Agenten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, wo computergesteuerte Gegner kurz nach ihrem Spawn schon wieder ins Gras beißen. Die in puncto Wertigkeit überschaubar gute Beute bringen Agenten schließlich beinah gefahrlos - mit Abtrünnigen ist schließlich ja kaum zu rechnen - an einen der Heli-Landeplätze in der Dark Zone. Gähn! Spezielle Missionen? Coole Zufallsereignisse? Besonderheiten im Bezug auf Gegner? Fehlanzeige.

    Das Ausfliegen des Loots ist weniger dramatisch als es anfangs klingt. In Dark Zone im Rang aufsteigen ist aktuell kaum mehr als Zahlenkosmetik. Außergewöhnlich coole Belohnungen erwarten einen dann nicht. Quelle: PC Games Entwertet wird das Spielkonzept zusätzlich vom Fortschrittssystem innerhalb der Dark Zone. Spezielle Händler bieten einem ab Rang 30 beziehungsweise 50 besondere Gegenstände zum Kauf an. Doch ein Großteil des Angebots ist de facto nutzlos. Wer vorher etwas Zeit in die täglichen Herausforderungen investiert hat, wird beim Dark-Zone-Händler mit Erreichen der Stufe 30 höchstwahrscheinlich nichts Brauchbares vorfinden. Ab Level 50 können Agenten gegen Phoenix Credits auch High-End-Items erwerben, den hohen Zeitaufwand rechtfertigen die bisher dargebotenen Gegenstände aber nicht. Vergleichbare Items können mit Endgame-Währung schon früher im Shop der Operationszentrale erstanden werden.

    Wie soll es weitergehen?

    Dass beim Endgame in The Division reichlich Verbesserungsbedarf besteht, hat Ubisoft Massive bereits registriert. Am morgigen Dienstag dürfte das Studio ein Update zu geplanten Änderungen bekanntgeben. Nicht nur ich knüpfe daran die Hoffnung, dass es Ubisoft gelingt, die Weichen für mehr Langzeitspaß zu stellen. Liebe Entwickler: Macht das Spielen von Herausforderungen fordernder und belohnt Spieler dementsprechend. Die für April angekündigten Übergriffe könnten schon mal für Abwechslung sorgen.

    Dreht außerdem an den nötigen Stellschrauben, um PvP in Dark Zone als denkbare Option zu etablieren und der Quarantänezone den ursprünglich erdachten Zweck zurückzugeben. Fügt allgemein attraktivere Beute ins Spiel, etwa außergewöhnliche Gegenstände, mit denen sich Vielspieler brüsten können. Dann kehre ich liebend gerne nach New York zurück! Angesichts der bisherigen DLC-Pläne, blicke ich vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

    Übrigens bot auch Destiny zum Verkaufsstart wenig Inhalte und litt unter den eingangs erwähnten Problemen der Spielbalance. Bungie konnte das Ruder spätestens mit der Veröffentlichung der König-der-Besessenen-Erweiterung jedoch umreißen. Ähnliches erwarte ich nun bei The Division. In dem Zusammenhang gewähre ich Ubsioft also einen Vertrauensvorschuss. Gerne würde ich eure Meinung zum Endgame in The Division hören. Nutzt die Kommentare und nehmt bitte an unserer Zufriedenheitsumfrage teil!

    06:21
    The Division: Die Pandemie in Kanada - stylischer Trailer mit Artworks
    Spielecover zu The Division
    The Division
  • The Division
    The Division
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Massive Entertainment AB (SE)
    Release
    08.03.2016

    Aktuelle Online-Spiele Releases

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The Division
The Division: Auf der Suche nach Spaß im Endgame - Kolumne
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http://www.videogameszone.de/The-Division-Spiel-37399/News/Spass-im-Endgame-Kolumne-1189872/
21.03.2016
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2016/03/thedivision_1-pc-games_b2teaser_169.jpg
the division,action-rollenspiel,ubisoft
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