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  • The Cave im Test: Knobelspiel mit viel Charme und Herz - Jetzt mit Test der PC-Version

    Wir testen The Cave für PC und Xbox 360. Ron Gilbert, der Erfinder von Monkey Island und Maniac Mansion, meldet sich mit einem neuen, ungewöhnlichen Adventure zurück. Ein ebenso kleines wie feines Knobelspiel mit viel Charme und Herz - und doch bleibt es unter seinen Möglichkeiten. Lest bei uns im Test alle Vor- und Nachteile von The Cave.

    In The Cave erlebt man verrückte Dinge. Unterirdische Zoos. Zeitreisen. Affen, die Nuklearsprengköpfe bedienen! Sie alle entspringen der wilden Fantasie von Design-Legende Ron Gilbert (Monkey Island, Maniac Mansion, Deathspank), der nach rund 20 Jahren wieder ein waschechtes Adventure abliefert. Wir haben die PC-Version und die Xbox 360-Fassung von The Cave für euch getestet.

    Update: Wir haben den Test um einen Absatz zu den Unterschieden der PC- und Xbox 360-Fassungen ergänzt. Und natürlich wurde die PC-Wertung hinzugefügt.

    Hinter dir, ein dreiköpfiges Team!

    Das günstige Download-Spiel (15 Euro über Steam) basiert auf einer hübschen Grundidee: Zu Beginn wählt man aus sieben Spielfiguren drei aus. Dieses Trio schickt man nun in die Tiefen einer Höhle hinab, wo jeder Held ein dunkles Geheimnis über sich erfährt. Das alles wird durchweg zynisch kommentiert, und zwar von der Höhle selbst. Ja, das uralte Gewölbe kann sprechen. Ist das logisch? Nö! Aber es ist witzig.

    Die Wahl der Helden lässt sich nachträglich nicht ändern und hat Auswirkungen auf das gesamte Spielerlebnis – gute wie auch schlechte. Zunächst einmal hat jeder Held eine Sonderfähigkeit: Der Ritter macht sich beispielsweise unverwundbar, der Hillbilly kann unter Wasser atmen und die Wissenschaftlerin ist in der Lage, bestimmte Computer zu hacken. Ein paar Rätsel können so unterschiedlich gelöst werden.

    Viel wichtiger jedoch: Jede Spielfigur steht auch für einen eigenen, auf sie zugeschnittenen Level im Spiel. Diese Abschnitte sind nämlich nur zugänglich, wenn man den passenden Helden in seiner Gruppe hat. Wer etwa mit den bösen Zwillingen loszieht, der kann ein gruseliges Anwesen erkunden; wer die Kinderchen jedoch nicht dabei hat, läuft an dieser Stelle einfach in den nächsten Level. Bedeutet: Wer wirklich alles von The Cave sehen will, muss das Spiel drei Mal durchspielen und dabei weite Abschnitte wiederholen. Da The Cave aber ohnehin keine zusammenhängende Story erzählt, entpuppt sich diese strenge Leveleinteilung als unnötige Maßnahme. Es wäre besser gewesen, die Helden einfach hin und wieder wechseln zu dürfen, um so alle Levels in einem Rutsch zu erleben.

    Leise Helden, laute Höhle

    Die Spielfiguren sind stumm und interagieren auch sonst nicht miteinander. Das ist einfach schade, da The Cave so viel Potenzial für witzige Dialoge verschenkt! Zwar trifft man selten auf NPCs, doch auch mit denen kommt kein Dialog zustande. Zum Glück gibt es aber noch die (ausschließlich englische) Erzählstimme der Höhle: Sie plappert von früh bis spät, kommentiert gut gelaunt das Spielgeschehen und gibt lockere Pointen zum Besten, die für viel Witz und Stimmung sorgen.

    The Cave: Adventure im Jump & Run-Anzug. The Cave: Adventure im Jump & Run-Anzug. Quelle: PC Games Adventure im Jump & Run-Anzug

    Das Gewölbe selbst ist ein fantasievoller, beinahe mystischer Ort. Das Heldentrio wandert durch hübsche Stollen und Schächte, besucht einen liebevoll inszenierten Jahrmarkt, stiftet Chaos in einer Raketenabschussbasis, erkundet zwischendurch Tempelruinen, reist in die Steinzeit und legt sich unterwegs mit Drachen, Jägern und Dinos an. So viel Abwechslung hätte locker für zwei Spiele gereicht.

    Auch wenn The Cave dabei stets wie ein Jump & Run aussieht, ist es keines. In seinem Kern ist The Cave ein Adventure, ein Knobelabenteuer, das sich am ehesten noch mit The Lost Vikings vergleichen lässt. Action-Hasser dürfen beruhigt aufatmen: Es gibt keine Kämpfe und auch keine komplizierten Reaktionsaufgaben. Die Steuerung ist schlicht gehalten, eine Taste zum Benutzen, eine zum Springen und eine zum Aufheben genügt. Dass die Kontrolle der Figuren manchmal ungenau und schwammig ist, käme in einem Jump & Run wohl einer Katastrophe gleich, doch in einem Adventure stört es nicht weiter – Gegner gibt es ohnehin nicht und tödliche Fallen sind selten. Und falls ein Held doch mal ins Gras beißt, respawnt er sofort ein paar Meter daneben, das Spiel wird nicht mal unterbrochen. Absolut fair.

    Laufen, springen, denken

    Der Spieler kann jederzeit zwischen seinen drei Helden wechseln. Da ist es praktisch, dass die zwei übrigen Spielfiguren automatisch nachrücken, wenn man sich zu weit von ihnen entfernt. So bleiben einem unnötig lange Laufwege erspart. Dieser Komfort ist aber auch nötig, denn man verbringt einige Zeit damit, Wege mehrmals entlangzumarschieren oder Leitern wiederholt rauf- und runterzuklettern. In The Cave werden nämlich alle Figuren direkt gesteuert. Es gibt also keine Möglichkeit, einfach per Doppelklick einen Raumausgang anzusteuern.

    The Cave bietet außerdem einen lokalen Multiplayer-Modus mit bis zu drei Spielern an einem Gerät, einen Online-Modus gibt es nicht. Da Double Fine dabei leider auf eine Splitscreendarstellung verzichtet, entpuppt sich der Koop-Modus als belangloser Bonus, der das Spiel nicht aufwertet.

    Nicht klassisch, trotzdem gut

    Wer PC-Adventures gewohnt ist, muss in The Cave umdenken. Beispielsweise kann man Hotspots nicht untersuchen, denn es gibt kein "Schau an"-Kommando, wie in diesem Genre üblich. Auch ein Inventar sucht man vergeblich, stattdessen kann jeder Held nur ein Item aufheben und an anderer Stelle einsetzen. Klingt vielleicht umständlich, klappt in der Praxis aber gut, da die Hotspots stets in der Nähe liegen und man nie zu viele Items gleichzeitig verwaltet. Die Rätsel sind für Gelegenheitsspieler genau richtig dosiert, für Profis jedoch zu leicht geraten: Simple Schalter- und kleine Kombinationsaufgaben, bei denen man beispielsweise Wasser in ein Lavabecken pumpen muss, damit sich darüber ein Heißluftballon mit Dampf füllt, dürften niemanden überfordern.

    Physik-Knobeleien wie in Trine gibt es nicht, selbst die wenigen Schieberätsel basieren eher auf Humor und Fantasie, nicht auf realistischen Naturgesetzen. Eine Hilfe-Funktion fehlt dabei komplett – wer mal nicht weiterkommt, muss eben herumprobieren. Doch selbst wenn man mal stecken bleibt, ist The Cave in rund fünf Stunden problemlos durchgespielt. Durch die zusätzlichen Figuren lockt danach zwar ein weiterer Durchgang, doch da man dann einige Levels stur wiederholen muss, ist das Spiel beim zweiten Anlauf weit weniger spannend.

    Update: Die PC- und Xbox 360-Version von The Cave im Vergleich
    Grafisch sind die Spiele nahezu identisch, die PC-Fassung profitiert aber von der höheren Auflösung. Löblich: Am PC lassen sich mehrere grafische Details wie FXAA und Tiefenschärfe an- und abschalten, auch die Auflösung darf man natürlich frei verändern (bis runter zu uralten 4:3-Einstellungen wie 640x480). Auch bei der Framerate hat der PC die Nase deutlich vorn: Wo es bei der Xbox 360 hin und wieder zu unschönen Rucklern kommt, läuft's das Spiel bereits auf durchschnittlichen PCs geschmeidig.

    Die Steuerung per Gamepad ist auf beiden Plattformen etwas ungenau und schwammig, allerdings fällt das angesichts der sehr simplen Jump & Run-Mechanik nicht allzu sehr ins Gewicht. Am PC darf man natürlich auch mit Maus und Tastatur spielen, hier gibt es dann einen Mauscursor wie in anderen Adventures üblich - damit lassen sich Charaktere direkt per Klick auswählen, außerdem kann man die Figuren bequem per Mausrad durchschalten. Generell ist es auch möglich, das Spiel nur mit der Maus oder nur mit der Tastatur zu spielen. Mit der Tastatur alleine geht das auch ganz gut, die Maus-Variante fühlt sich jedoch beim Springen zu ungenau an. Darum bevorzugen wir die Kombination von WASD und Maus.

    Alles in allem hinterlässt die PC-Version zwar einen leicht besseren Eindruck, doch die Unterschiede sind nicht so groß, dass dadurch eine Aufwertung gerechtfertigt wäre.

    Das Fazit
    Auch wenn The Cave nicht alle Erwartungen erfüllt, ist es trotzdem ein schönes, kleines Knobelspiel geworden, vor allem da ihm das Kunststück gelingt, launige Rätsel mit schrägem Humor zu verbinden. Wenn man Batterien mithilfe von Zitteraalen auflädt oder einen Wahrsager kurzerhand als spieleigenen Cheat missbraucht, so mag das furchtbar unrealistisch sein, doch es entspricht ganz der Logik, mit der ein kreativer Kauz wie Ron Gilbert die Welt betrachtet – und daran teilzuhaben ist eben doch ein besonderes und seltenes Vergnügen.

    05:31
    The Cave: Ron Gilberts neues Adventure im Videotest

    The Cave (X360)

    Spielspaß
    79 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    The Cave (PC)

    Spielspaß
    79 %
    Grafik
    -
    Sound
    -
    Multiplayer
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Atmosphäre und Witz dank des starken Erzählers
    Clever aufgebaute, mit Humor gespickte Puzzles
    Stimmiger Grafikstil mit oft hübschen Umgebungen
    Fair und verzeihend, der Spielfluss wird nie unterbrochen
    Gutes Sound-Design
    Sehr kurze Spielzeit (ca. 5 Stunden beim ersten Durchgang)
    Charakterwahl bestimmt, welche Levels man besuchen darf
    Für Adventure-Profis durchweg zu einfach
    Hauptfiguren bleiben stumm und interagieren nie miteinander
    Ziemlich unspektakuläres Finale
    Keine deutsche Sprachausgabe

  • The Cave
    The Cave
    Publisher
    Sega
    Developer
    Double Fine Productions
    Release
    1. Quartal 2013

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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1044870
The Cave
The Cave im Test: Knobelspiel mit viel Charme und Herz - Jetzt mit Test der PC-Version
Wir testen The Cave für PC und Xbox 360. Ron Gilbert, der Erfinder von Monkey Island und Maniac Mansion, meldet sich mit einem neuen, ungewöhnlichen Adventure zurück. Ein ebenso kleines wie feines Knobelspiel mit viel Charme und Herz - und doch bleibt es unter seinen Möglichkeiten. Lest bei uns im Test alle Vor- und Nachteile von The Cave.
http://www.videogameszone.de/The-Cave-Spiel-16391/Tests/The-Cave-im-Test-Update-Test-der-PC-Version-1044870/
24.01.2013
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2013/01/02_Boot.jpg
adventure,double fine
tests