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  • Tenchu: Wrath of Heaven

    Das Schicksal der ahnungslos vorbeischlendernden Wache ist schon besiegelt. Das Schicksal der ahnungslos vorbeischlendernden Wache ist schon besiegelt. Wenn die Daimyos (Großgrundbesitzer) im alten Japan ihre Fehden um die Herrschaft austrugen, geschah dies nicht immer mit Hilfe großer Armeen. Häufig waren es einzelne Krieger, die losgeschickt wurden, um für den entscheidenden Vorteil in der Auseinandersetzung zu sorgen. Da die Samurais durch ihren Ehrenkodex nicht für derartige Aufgaben geeignet waren, heuerten die Daimyos Ninjas an. Diese schattenhaften Kämpfer verfügten nicht nur über ungewöhnliche Kampftechniken, sie waren auch Meister darin, ihre Gegner lautlos und effektiv auszuschalten.

    TÖDLICHES DREIGESPANN
    Selbstverständlich spielt auch der dritte Teil der Tenchu-Serie wieder in einer mystischen Version des mittelalterlichen Japan, wo Sie diesmal als einer von drei Schattenkriegern für das Gute eintreten. Zu den aus den PSone-Vorgängern bekannten Charakteren Rikimaru und Ayame stößt diesmal der kampfstarke Doktor/Assassine Tesshu, der jedoch erst freigeschaltet werden muss. Insgesamt 26 Aufträge (je zehn mit Rikimaru und Ayame und weitere sechs mit Tesshu) warten darauf, gemeistert zu werden. Für jede Mission gibt es obendrein drei verschiedene Layouts, bei denen die Gegner in den Levels unterschiedlich verteilt sind. Wer das Spiel also komplett durchzocken will, ist damit ziemlich lang beschäftigt. Zudem macht es durchaus Sinn, das Spiel mit allen Charakteren zu lösen, da Sie nur so alle Aspekte der Handlung durchschauen werden.
    Spielerisch unterscheidet sich das dritte Tenchu nicht gravierend von den beiden Vorgängern, orientiert sich aber eher am indizierten ersten Teil der Serie. Vor dem eigentlichen Auftrag dürfen Sie erst einmal 15 Gegenstände aus Ihrem Ninja-Spielzeugarsenal auswählen. Darunter befinden sich so nützliche Dinge wie Wiederbelebungszauber, Heiltränke, Wurfsterne, Rauchbomben und vieles mehr, was man als schattenhafte Killermaschine so brauchen kann. Natürlich steht Ihnen von Beginn an nur eine kleine Auswahl dieser Gegenstände zur Verfügung. Neue Ninja-Gimmicks müssen gefunden oder nach und nach freigespielt werden. Nach einer kurzen, informativen Einleitung, in der unter anderem die Missionsziele erklärt werden, geht es dann aber endlich los.

    DIE IM DUNKEL SIEHT MAN NICHT
    In einer typischen Tenchu-Mission dreht sich alles darum, unbemerkt in 3rd-Person-Ansicht durch einen meist weitläufigen Level zu schleichen und Gegner möglichst ohne großes Aufsehen aus dem Hinterhalt abzumurksen. Sind Ihnen neun dieser Stealth Kills in einem bestimmten Level geglückt, erlernen Sie eine neue, nützliche Ninja-Fähigkeit (siehe INFO Die Kräfte der Ninja), die Sie fortan in jedem folgenden Auftrag mit diesem Charakter einsetzen dürfen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Sie die Mission auch erfolgreich beenden. Damit ein Angriff aus dem Hinterhalt gelingt, müssen Sie darauf achten, dass das Opfer nicht auf Sie aufmerksam wird. Glücklicherweise verfügen die Ninja in Wrath of Heaven über eine Art sechsten Sinn, an dem Sie sehen können, wie es um die Aufmerksamkeit eines Wachpostens steht. Wie kurz vor der Entdeckung Sie stehen, verrät zudem der über Dual Shock simulierte Herzschlag des Charakters. Aber keine Bange: Selbst wenn eine Wache (beispielsweise durch die Leiche eines Kameraden) alarmiert wurde, hält dieser Zustand nicht ewig an. Schon nach kurzer Zeit verliert sie das Interesse und begibt sich wieder auf ihren ursprünglichen Kontrollgang. Aufgrund der eher schwachen KI stellen Sie die Gegner - etwas Geduld und gute Beobachtungsgabe vorausgesetzt - vor keine größeren Probleme. Wer dennoch beim Anschleichen entdeckt wird, muss entweder fliehen oder sich einem direkten Kampf stellen. Bei diesen Fights kommt es vor allem darauf an, die individuellen Fähigkeiten der drei Hauptcharaktere sinnvoll zu nutzen und nicht blind um sich zu hacken. Damit im Kampfgetümmel die Übersicht nicht komplett verloren geht, dürfen Sie übrigens jederzeit per Druck auf die R2-Taste den am nächsten stehenden Gegner anvisieren. Halten Sie diese Taste gedrückt, sind auch schnelle Sidesteps zum Ausweichen leicht zu bewerkstelligen. Während die Gegner anfangs über vergleichsweise wenig Lebenspunkte verfügen und noch recht leicht zu besiegen sind, treffen Sie später auf Martial-Arts-Spezialisten und Dämonen, die Ihnen ganz schön zusetzen. Von den diversen Endgegnern ganz zu schweigen. Wie erfolgreich Sie waren, bekommen Sie am Ende jedes Levels vorgerechnet. Bonuspunkte gibt es, wenn Sie viele Stealth Kills auf ihrem Konto haben oder kein einziges Mal gesehen wurden. Wer übrigens nicht gern alleine durch Tenchu streifen will, der wird sich über den umfangreichen Mehrspielerpart freuen. Neben dem witzigen Coop-Modus, bei dem sogar Stealth-Kill-Combos mit beiden Charakteren möglich sind, gibt es auch einen Competitive-Mode, bei dem man gegeneinander antritt.

    GENIALES SPIEL MIT KLEINEN MÄNGELN
    Klingt bisher ziemlich viel versprechend, oder? Dummerweise hat Tenchu mit ein paar ziemlich nervigen Mängeln zu kämpfen. Einer davon ist die prinzipiell gut durchdachte Steuerung, die jedoch ziemlich hakelig und gewöhnungsbedürftig ist. Vor allem zielgenaue Aktionen mit dem Enterhaken oder Sprünge werden nicht selten zum reinen Glücksspiel, was unweigerlich für Frust sorgt. Grafisch gesehen ist Wrath of Heaven ein durchweg solides Spiel, das jedoch mit Clipping-Fehlern, ungünstigen Kameraperspektiven und teilweise recht verwaschenen Texturen zu kämpfen hat. Die erstklassigen Charaktermodelle der Protagonisten, viele liebevolle Details und eine ganze Reihe netter Effekte gleichen dies aber wieder aus. Richtig cool sind die zahlreichen Zwischensequenzen (bei Stealth Kills, vor Boss-Kämpfen usw.), die eine tolle Atmosphäre erzeugen. Dies gilt auch für den wirklich erstklassigen Sound und die noch bessere Musikuntermalung, die eine gelungene Mischung aus modernen Einflüssen und traditioneller japanischer Musik darstellt. Für zusätzliche Authentizität sorgt die Option, das Game mit japanischer Sprachausgabe anstelle der englischen zu erleben. Wer mit beiden Sprachen auf Kriegsfuß steht, wird sich freuen, dass zumindest Menüs und Bildschirmtexte ins Deutsche übersetzt wurden.

    Bildergalerie: Tenchu: Wrath of Heaven
    Bild 1-3
    Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (4 Bilder)

    Tenchu: Wrath of Heaven (PS2)

    Spielspaß
    85 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    9/10
    Multiplayer
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
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Tenchu: Wrath of Heaven
Tenchu: Wrath of Heaven
http://www.videogameszone.de/Tenchu-Wrath-of-Heaven-Spiel-36861/Tests/Tenchu-Wrath-of-Heaven-162160/
16.04.2003
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