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  • Tekken 4

    Hwoarang prügelt Paul durch eine Telefonzelle. Hwoarang prügelt Paul durch eine Telefonzelle. Als deutscher Tekken-Fan ist man es ja schon gewohnt, dass man die Spiele erst Monate nach den Japanern in den Läden findet. Im Falle von Tekken 4 dürfte sich diese unzeitgemäße Verzögerung ziemlich nachteilig für Namco auswirken, denn der direkte Konkurrent Virtua Fighter 4 ist schon länger erhältlich und hat die Qualitäts-Messlatte sehr hoch gelegt! Entschieden ist durch diesen Vorsprung aber freilich noch nichts, denn immerhin handelt es sich bei Namcos neuer Prügelei nicht um ein reines Update mit neuen Kämpfern und besserer Grafik - diesmal wurde spielerisch endlich einiges verbessert!
    LINKS, ZWO, DREI, VIER!
    An der Steuerung der Vorgänger wurde prinzipiell nichts geändert: Nach wie vor haben Sie mit vier Knöpfen (linker und rechter Schlag, beziehungsweise Tritt) und dem Steuerkreuz alles im Griff. Durch kurzes Antippen nach oben können Sie springen, durch längeres Drücken in die Tiefe des Raumes laufen - ähnlich sieht's beim Ducken und dem Ausweichen "zur Kamera hin" aus. In den bei Tekken erstmals dreidimensionalen Arenen ist diese Bewegungsfreiheit auch bitter nötig, denn sehr leicht kann es passieren, dass man in eine Ecke gedrängt wird und dadurch zusätzlichen Schaden nimmt. Praktischerweise haben die Entwickler für diesen Fall die Möglichkeit geschaffen, einen Gegner zu packen und in eine von vier Richtungen zu schieben - entweder gegen eine Wand oder hinter sich, um den Spieß einfach umzudrehen. So langsam scheint sich die Tag-Battle-Hysterie im Prügelspiel-Bereich wieder gelegt zu haben, und so kommt Tekken 4 wieder ohne "echte" Teamkämpfe daher - natürlich sind weiterhin Gruppenmaches möglich, aber nur noch streng einer gegen einen, immer der Reihe nach. Die Spielbarkeit ist trotz der manchmal recht komplizierten Eingabekommandos hervorragend und das komplexe Spielsystem wird im 3D-Bereich nur noch von Virtua Fighter überboten. Die zahlreichen Kämpfer mit ihren unzähligen Moves motivieren Prügelfans auf lange Zeit, Anfänger werden vor allem mit Capoeira-Kämpferin Christie und Taekwondo-Experte Hwoarang auch ohne viel Übung schnell Erfolge feiern.
    FLIMMERFREIE COMIC-OPTIK
    Grafisch hat Namco erstklassike Arbeit abgeliefert: Die Animationen sind zum großen Teil hervorragend und die Arenen können sich wirklich sehen lassen. Ob animiertes Wasser, durch das die Kämpfer waten, oder zersplitternde Telefonzellen, die Opfer der knallharten Matches werden - hier wird was fürs Auge geboten. Besonders lobenswert sind die Zuschauer im Hintergrund, in einer Arena feuern sogar Dutzende an Schaulustigen die Kämpfer an! Witzigerweise lässt Namco den Spielern selbst die Wahl zwischen einem gestochen scharfen, flimmernden Bild (wie etwa bei Virtua Fighter 4) und einem flimmerfreien, weichgezeichneten in der Art von Tekken Tag Tournament. Eine Option, die wir gerne öfter sehen würden!
    Während Tag Tournament eher einen realistischen Look hatte, wirkt Tekken 4 insgesamt ein wenig comichaft, was durch die Designs der drei Neulinge nochmals verstärkt wird - vor allem die steife Frisur von Boxer Steve Fox und der gewaltige Körperbau von Craig Marduk sind nicht eben realistisch. Bei den übrigen 16 Kämpfern hat Namco auf einige obskure Teilnehmer der früheren Turniere verzichtet, neben den Veteranen King und Yoshimitsu erinnern nur noch das Bärenduo Kuma/Panda und der Kampfroboter Combot an die Stilbrüche der Vergangenheit. Der mengenmäßige Verlust wiegt übrigens auch nicht schwer - viele "Vermisste" waren ja schon immer nur Variationen der normalen Kämpfer. Jin Kazama hat man passenderweise ein fast komplett neues Move-Repertoire verpasst, was angesichts der Rückkehr des spielerisch ähnlichen Kazuya sicher eine gute Entscheidung war. Und die neue Kämpferin Christie Monteiro ist spielerisch fast eine exakte Kopie von Eddy Gordo, der später sogar als alternatives Christie-Outfit spielbar ist.
    WAS GIBT'S SONST NOCH?
    Bisher waren die Extras bei Heimumsetzungen typisch für Namcos Prügelspiele, doch Tekken 4 enttäuscht gerade in der bisherigen Paradedisziplin. Eine schlichtweg langweilige und viel zu lange 3D-Version der seitlich scrollenden Massenprügelei Tekken Force (bekannt aus dem dritten Teil für die PSone) ist die einzige "richtige" Dreingabe. Hierbei prügeln Sie sich durch nicht-enden-wollende, strunzdumme Gegnerhorden, bis irgendwann der etwas schlauere Levelboss auftaucht - und dann das ganze der nächsten Umgebung (insgesamt vier Levels) noch mal. Der neue Trainingsmodus ist auch eher ein modifizierter Time-Attack-Modus - hier geht's darum, wer am schnellsten 20 vorgegebene Moves ausführt. Mit dem brillanten Trainingsmodus von Virtua Fighter 4, der einem jeden einzelnen Move und die komplette Spielmechanik erläutert, hat dies leider nichts zu tun. Immerhin lässt sich nach wie vor jederzeit eine komplette Moveliste aufrufen.
    Immerhin gibt's im Gegensatz zum Vorgänger wieder gerenderte Endsequenzen, auch wenn die wenigsten so cool wie das Namco-typisch hervorragende Intro sind. Dazu kommen im Story-Modus gezeichnete Vorgeschichten und Epiloge mit Text und dröger Sprachausgabe. Die Geschichten bieten dabei wie gewohnt für jeden Kämpfer im Mini-Format menschliche Dramen irgendwo zwischen Seifenoper und Van-Damme-Film. Wer's mag ... Die Musik schwankt wie in den letzten Teilen der Serie zwischen unauffällig und nervig. Die Soundeffekte sind gewohnt knackig und erstmals kriegen die Kämpfer ganze Sätze und nicht nur ein paar Kampfschreie auf die Reihe - wurde auch Zeit! Zum Abschluss müssen wir Namco noch mal ein Lob aussprechen: Die PAL-Version hat im Gegensatz zum Vorgänger einen 60-Hz-Modus und leidet damit nicht an den bisher Tekken-typischen Geschwindigkeitsverlusten. Besitzer eines Progressive-Scan-tauglichen NTSC-Fernsehers können sogar den entsprechend hochauflösenden Modus nutzen! Wer also noch nicht die Import-Version besitzt, der kann unbesorgt zugreifen, wenn die deutsche Version am 18. September in die Läden kommt - und sollte darauf gefasst sein, den von Sony empfohlenen Preis von happigen 70€ zahlen zu müssen.

    Tekken 4 (PS2)

    Spielspaß
    87 %
    Grafik
    9/10
    Sound
    7/10
    Multiplayer
    -
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18.09.2002
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