Games World
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Playstation als Startseite festgelegt.
  • Wie schlägt sich die PS2-Umsetzung von Tekken 4 gegen die harte Konkurrenz?

    In dieser Arena prügeln Sie sich vor einer großen Menschenmenge In dieser Arena prügeln Sie sich vor einer großen Menschenmenge Seit Ende März ist die lange erwartete PlayStation-2-Fassung von Tekken 4 in Japan erhältlich. Während deutsche Fans der Serie noch bis zum Herbst auf die PAL-Fassung warten müssen, haben wir uns die japanische Fassung schon mal genau angeschaut. Wie gut ist die Spielhallen-Konvertierung im Vergleich zum Arcade-Original? Was hat sich seit Tekken Tag Tournament geändert? Und wie schneidet sie im Direktvergleich mit den aktuellen PS2-Referenzprüglern wie Virtua Fighter 4 und Dead or Alive 2 ab?
    Modernisiertes Spielsystem
    Eine der offensichtlichsten Schwächen der Tekken-Spiele waren bisher die endlosen Arenen. Spätestens im PS2-Direktvergleich mit den interaktiven Riesenstages von Dead or Alive 2 wurde dies deutlich. Nun hat Namco endlich nachgezogen, und Tekken 4 brilliert mit ansehnlichen, teilweise recht großen und üppig bevölkerten Arenen, deren Wände ins Spielgeschehen integriert und teilweise sogar zerstörbar sind. Um die ganze Fläche der Umgebung nutzen zu können, hat man sinnvollerweise gleich die Möglichkeit der freien Bewegung im Raum implementiert - durch Druck nach oben oder unten positionieren Sie Ihren Kämpfer neu oder weichen Angriffen schnell aus. Zudem wurde die bisherige Wurf-Kombination Linker Punch+Kick mit einem neuen Manöver belegt, mit dem Sie den Gegner in die Richtung Ihrer Wahl schubsen können - je nach Position natürlich auch direkt gegen eine Wand. Doch keine Sorge, ansonsten blieb die Steuerung weitgehend unangetastet. Trotz aller Änderungen dürfte es Tekken-Fans nicht schwer fallen, sich umzugewöhnen.
    Kompromisslösung
    Grafisch müssen Sie die Unterschiede zur Spielhallen-Vorlage mit der Lupe suchen - angesichts der PS2-verwandten Arcade-Hardware ist dies aber keine große Überraschung. Während die Stages also deutlich verbessert wurden, sehen die Kämpfer kaum besser aus als bei Tekken Tag Tournament. Teilweise scheinen die Texturen und vor allem die Details in den Gesichtern sogar etwas nachgelassen zu haben. Ein weiterer Wermutstropfen ist die ersatzlose Streichung des Tag-Team-Modus. Man kann nur vermuten, ob die aufwendigen Stages zu technischen Problemen (Speichermangel?) bei Tag-Team-Matches geführt hätten, oder ob die Namco-Entwickler mit dem Spielmodus im Vorgänger einfach generell unzufrieden waren. Eigentlich hätte man denken sollen, dass Namco es diesmal all denen zeigen würde, die das halbherzig realisierte Tag-Team-Feature kritisiert hatten - schade um die vergebene Chance! Immerhin haben die Tekken-Kämpfer mittlerweile endlich sprechen gelernt, auch wenn die Unterhaltungen kaum über das Niveau von Pro-Wrestler-Tiraden hinausgehen. Die Musikuntermalung ist wie bei den letzten drei Tekken-Teilen zum großen Teil unauffällig und zum kleinen Teil nervig.
    Neue Spielmodi?
    Die bisherigen Tekken-Spiele überzeugten bisher immer durch viele versteckte Features und exklusive Spielmodi für die Heimversionen, doch ausgerechnet in der bisherigen Paradedisziplin schwächelt Namco. Sicher, auch bei Tekken 4 stehen am Anfang nur knapp ein Dutzend Kämpfer zur Wahl, so dass man die anderen erst freispielen muss. Diesmal gibt's für jeden Kämpfer sogar gezeichnete Story-Sequenzen (mit Standbildern und etwas Sprachausgabe) und gerenderte Videosequenzen. Aber irgendwie hat man das doch alles schon mal gesehen. Waren die letzten Tekken-Episoden zumindest noch für witzige Spielmodi gut, so entpuppt sich das 3D-Remake des Tekken-Force-Modus aus dem dritten Teil als ebenso öde wie das Original und mehr Bonusfeatures gibt es nicht! Erwähnenswert wäre höchstens noch der neue Trainings-Modus, doch ist das Ausführen von 20 vorgegebenen Moves gegen die Zeit nicht wirklich abendfüllend. Der Practice-Modus (nicht zu verwechseln mit dem Training-Mode!) ähnelt stark dem aus den Vorgängern und wirkt gegen das geniale Komplett-Trainingsprogramm eines Virtua Fighter 4 mächtig veraltet.
    Die Prügel-Praxis
    Hat man sich erstmal an den taktischen Einsatz der Arenabegrenzungen gewöhnt, spielt sich Tekken 4 kaum anders als der Vorgänger. Das liegt natürlich auch an der Kämpferriege, die nur wenige Neulinge bietet. Der interessanteste von ihnen ist der britische Boxer Steve Fox, der durch die fast komplette Beschränkung auf Schläge ganz anders gespielt werden muss als bei Tekken sonst üblich. Der zweite Debütant ist Craig Marduk, ein Shootfighter von gewaltigen Proportionen, dessen harter Kampfstil ein wenig an den (diesmal fehlenden!) Jack aus den Vorgängern erinnert. Sehr offensichtlich sind dagegen die Gemeinsamkeiten der Kampfstile von Neuling Nummer drei, Christie Montiero, und Eddy Gordo -(mehr dazu im Extrakasten zu den zusätzlichen Kämpfer-Outfits). Die anderen Kämpfer sind allesamt schon aus den Vorgängern bekannt und nicht großartig verändert, wobei Jin Kazama hier die löbliche Ausnahme darstellt - sein Moverepertoire wurde fast komplett überarbeitet! Besonders einfallslos dagegen ist der Roboter Combot, der genau wie Mokujin aus den Vorgängern in jeder Runde den Kampfstil eines der anderen Kämpfer annimmt. Davon abgesehen muss man Namco aber in einem Punkt loben: Mit Ausnahme des Bären Kuma finden sich im Spiel diesmal weit weniger Witzfiguren und einfallslose Beinahe-Kopien (King -> Armorking, Jack -> P.Jack, Yoshimitsu -> Kunimitsu und so weiter) als bisher. Der geschrumpfte Kader ist daher nicht wirklich als Nachteil zu sehen.
    Zu wenig Neues
    Letztendlich bleibt als Fazit die Erkenntnis, dass Tekken 4 insgesamt sehr gut aussieht und sich auch ziemlich gut spielt, doch fehlt dem Spiel zum absoluten Top-Hit einfach das gewisse Etwas - seien es neue Ideen, eine bahnbrechende Grafik oder einfach der letzte Schliff am Gameplay (die Kämpfer sind immer noch ziemlich unausgewogen). Richtungsweisend sind daher vor allem zwei unbedeutend scheinende Optionen bezüglich der Grafik: Als erstes PS2-Spiel unterstützt Tekken 4 den flimmerfreien Progressive-Scan-Modus moderner Top-Fernseher. Und Leute mit normalen TV-Geräten haben immerhin die Wahl zwischen einem gestochen scharfen, aber dafür flimmernden Bild, oder einer weichgezeichneten, ruhigen Darstellung. Eine Option, die Schule machen sollte - zumindest in diesem Punkt ist Tekken 4 unserer (flimmernden) neuen Prügelreferenz Virtua Fighter 4 voraus.

  • Aktuelles zu Tekken 4

    Test PS2 Tekken 4 0

    Tekken 4

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 09/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 10/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 08/2016
    PC Games 10/2016 PCGH Magazin 09/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
47610
Tekken 4
Wie schlägt sich die PS2-Umsetzung von Tekken 4 gegen die harte Konkurrenz?
http://www.videogameszone.de/Tekken-4-Spiel-36802/News/Wie-schlaegt-sich-die-PS2-Umsetzung-von-Tekken-4-gegen-die-harte-Konkurrenz-47610/
30.04.2002
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2002/04/leute.jpg
news