Gamecast TV: Interaktive TV-Serie soll aus Kombination zwischen Spielen und Fernsehen entstehen
Eine interaktive TV-Serie, kombiniert aus Computerspielen und Fernsehen, entsteht derzeit im Rahmen des Forschungsprojekt Gamecast TV an der Universität Mittweida.
An der Universität im sächsischen Mittweida wird derzeit an dem Forschungsprojekt namens Gamecast TV gearbeitet, um Computerspiele und Fernsehen zu einer interaktiven TV-Serie verschmelzen zu lassen. Dabei geht es "um den alten Traum, von der Couch aus zum TV-Helden zu werden", so Thomas Schmieder, früherer Schauspieler und nun Medienstudent an der besagten Hochschule. Allerdings ist Gamecast TV nicht die Serie oder das Spiel selbst, sondern vielmehr ein System, dass aus jeder beliebigen Spielwelt eine Serie machen soll. Um dieses Vorhaben zu realisieren, beschäftigt das Projekt derzeit 60 Programmierer, Designer und Medienwissenschaftler.
Wie in einem Online-Rollenspiel loggen sich die Spieler in die Welt der Serie ein, wählen ihren Charakter, treffen auf andere Spieler und erledigen Missionen. Das System zeichnet dabei das gesamte Geschehen auf und gibt Fixpunkte einer Geschichte vor, damit das Durcheinander eine Struktur erhält. Mit "einer Art Google für 3D", wie Projektsprecher Schmieder sagt, wird anschließend die Story extrahiert: "Sie sucht uns die wichtigsten Szenen und Handlungsträger aus dem Spielgeschehen heraus." Am Ende werden die einzelnen Szenen von einem Regisseur geschnitten, die Kamera wird neu positioniert und das Ganze wird etwas aufpoliert. "Das Endprodukt soll aussehen wie ein 3-D-Animationsfilm", sagt Schmieder. Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Webseite von Gamecast TV.
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