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  • Super Street Fighter 4 im Test für PS3 und Xbox 360: Neue Ultra-Kombos, Online-Modi und Kämpfer - einfach super!

    Zehn zusätzliche Kämpfer, neue Ultra-Combos, klassische Bonus-Stages und bessere Online-Modi - Capcom möbelt Street Fighter 4 nochmals ordentlich auf. Weshalb in Super Street Fighter 4 (fast) alles "super" ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test.

    Prügel-Safari: Die Afrika-Stage ist die schönste und aufwendigste der fünf neuen Kampfarenen. Prügel-Safari: Die Afrika-Stage ist die schönste und aufwendigste der fünf neuen Kampfarenen. Der Release von Street Fighter 4 im Februar letzten Jahres wurde zum Phänomen. Zunächst einmal hat der Titel schon im Vorfeld Teile der Redaktion komplett lahmgelegt. Tagelang prügelten wir uns virtuell mit den Kollegen anderer Abteilungen, was letztlich in einem Computec-internen Wanderpokalturnier gipfelte. Ebenso wie der Autor dieser Zeilen hatten viele der Kollegen seit Street Fighter 2 keinen Bezug mehr zur Serie. Doch die spielerische Nähe von Teil 4 zur damaligen Automaten- und SNES-Version, gepaart mit der famosen 3D-Optik, ließ das Beat-'em-Up-Feuer wieder völlig neu entfachen. Fortan wurde in jeder freien Minute trainiert und während der Mittagspause nur noch über "Hitboxes", "One-Frame-Links" und "Focus Attack Dash Cancels" gefachsimpelt. Das Gesprächsniveau war damit noch nerdiger als in der benachbarten MMO-Redaktion - eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Mindestens genauso eindrucksvoll gestalteten sich die Geschehnisse außerhalb unseres Büros: In Videospielläden überall auf dem Globus gab's ein Treffen der Generationen - und das sowohl auf als auch vor den Bildschirmen. Auf den Demo-Displays prügelten sich altbekannte Recken aus den frühen Neunzigern wie Ken und Ryu mit völlig neuen Figuren wie dem mexikanischen Ringer El Fuerte oder der elektrisierenden Crimson Viper. Vor den Bildschirmen trafen Mitt- und Spätdreißiger auf pubertierende Joypad-Artisten, die hier zum ersten Mal mit dem Street Fighter-Virus infiziert wurden.

    FRISCHER WIND
    Street Fighter 4 hat einer ganzen Szene neues Leben eingehaucht und ein ganzes Videospiel-Genre aus seiner Nische wieder in den Mainstream gerückt. Nach nicht einmal einer Woche meldete Capcom bereits zwei Millionen verkaufte Einheiten weltweit. Obendrein ist der Markt für Arcade-Sticks komplett zusammengebrochen. Wer nicht schon Wochen vorher einen der bereits erhältlichen Hori-Sticks gekauft oder die begehrten offiziellen Teile von Mad Catz vorbestellt hatte, musste teilweise mehrere Monate auf ein Exemplar warten. Die Lager waren restlos leer gekauft. Weil deshalb plötzlich Hinz und Kunz zu Säge, Feile und Lötkolben griffen, um eigene Sticks zu basteln, sahen sich die drei weltweit größten Online-Shops für Automatenteile gezwungen, ihren Service vorübergehend einzustellen, um der Masse an eingehenden Bestellungen von 8-Wege-Joysticks und Pushbuttons Herr zu werden. Der absolute Wahnsinn! Ein gutes Jahr später folgt nun - ganz nach alter Capcom-Tradition - eine neue, dezent erweiterte und verbesserte Version.

    Eiersuche: Makoto startet ihre Ultra-Combo und zielt auf Adons Kronjuwelen. Eiersuche: Makoto startet ihre Ultra-Combo und zielt auf Adons Kronjuwelen.

    VORSTELLUNGSRUNDE
    Wichtigste Änderung in Super Street Fighter 4 ist die Erweiterung des Kaders auf nunmehr 35 Kämpfer. Von den zehn Neuzugängen sind allerdings nur zwei wirklich taufrisch, der Rest wurde diversen Vorgängern entlehnt. Die Auswahl der acht "recycelten" Haudegen fußt aber nicht etwa auf der Willkür Capcoms, sondern zum Großteil auf den Wünschen der SF4-Community. Wer frühere Inkarnationen der Kämpfer kennt, dürfte sich hier schnell zurechtfinden, wenngleich nicht alle Moves 1:1 übernommen wurden und einige Anpassungen an das SF4-Kampfsystem nötig waren. Völlig freie Hand hatten die Entwickler bei der Gestaltung der beiden Debütanten Juri und Hakan.

    Die ebenso flinke wie agile Juri ist der erste Street Fighter-Charakter koreanischen Ursprungs und benutzt erstmals die akrobatischen Kick-Techniken des Tae-Kwon-Do. Bei Hakan handelt es sich um einen türkischen Ringer, der sich vor und während seiner Fights ordentlich einölt, gern auf schmierige Tuchfühlung mit seinen Kontrahenten geht und die vermutlich ulkigsten Ultra-Combos der gesamten Riege zu bieten hat. Die neuen Figuren ergänzen das bestehende Line-up perfekt, stellen für geübte Street Fighter-Veteranen eine völlig neue Herausforderung dar und sorgen für mehr Abwechslung. Obendrein ermöglichen sie ganz besonders interessante Duelle. So könnt ihr jetzt beispielsweise zwei Boxer (Balrog, Dudley), zwei Muay-Thai-Kämpfer (Sagat, Adon), zwei Karate-Mädels (Sakura, Makoto) oder auch zwei Wrestling-Hünen (Zangief, Hakan) gegeneinander antreten lassen.

    ETWAS MAGER
    Gleichbleibende Qualität: Die Grafik und das Kampfsystem an sich blieben komplett unangetastet. Gleichbleibende Qualität: Die Grafik und das Kampfsystem an sich blieben komplett unangetastet. Quelle: Capcom Nicht ganz so viele Neuigkeiten gibt es in puncto Arenen, denn hier haben es gerade einmal vier wirklich neue Hintergründe auf die Disc geschafft. Das einstürzende Labor ist streng genommen nur eine Abwandlung des Geheimlabors aus Street Fighter 4. Dafür gefällt uns die afrikanische Oase umso mehr. Nilpferde kommen aus dem Wasser und stapfen ganz nah an die Kämpfer heran, im Hintergrund springen Zebras durchs Wasser, Erdmännchen vollführen lustige Kunststückchen. Das alles, während am Himmel eine Sonnenfinsternis kurzzeitig die Szenerie verdunkelt. Cool! Die Wolkenkratzerbaustelle, der chinesische Marktplatz und die indische Straßenszene bieten zwar auch viele animierte Details im Hintergrund, fallen aber nicht ganz so spektakulär aus. Wenig spektakulär ist streng genommen auch die Rückkehr der beiden klassischen Bonus-Stages, die euch zunächst nur zwischen den Fights im Arcade- Modus begegnen und später dann im Herausforderungsmodus auch einzeln anwählbar sind. Als alte SF2-Fans haben wir uns zwar enorm darauf gefreut, wieder ein Auto zu Schrott hauen und Holzfässer zertrümmern zu dürfen. Nach ein paar Durchgängen merkt man aber, dass die Reminiszenz an die alten SF-Zeiten eher nostalgischen denn spielerischen Wert hat. Nett gemeint sind die kleinen Intermezzi aber allemal, stören tun sie auf keinen Fall.

    FEIN-TUNING
    An den Offline-Spielmodi hat sich ansonsten wenig geändert. Wie im Vorgänger habt ihr die Wahl zwischen dem Arcade-Modus, der euch wie gewohnt in kurzen Anime-Vor- und -Abspännen die Story des jeweiligen Charakters nahebringt, und dem Versus-Mode, in dem ihr Einzel-Matches gegen einen zweiten Spieler oder die CPU austragt. Der Herausforderungsmodus wurde um die bereits erwähnten Bonus-Stages ergänzt, dafür fielen "Survival" und "Time Attack" der Schere zum Opfer. Komplett umgestrickt hat Capcom die "Trials": Pro Kämpfer gilt es nun, 24 separat anwählbare Combo-Herausforderungen mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad zu meistern. Cool: Wenn euch eine Combo vor ein unüberwindbares Hindernis stellt, überspringt ihr sie und macht vorerst einfach mit der nächsten Stufe weiter.

    Nervige Ladezeiten gibt es dabei nicht. In Sachen Online-Modi erwarten euch krassere Veränderungen: Der Championship-Modus aus dem Vorgänger, in dem ihr euch in verschiedenen "Leistungsklassen" nach oben gekämpft habt, wurde (zumindest in der uns vorliegenden Testversion) komplett gestrichen. Neben den normalen Ranglisten-Matches für zwei Spieler ist es nun allerdings endlich möglich, bis zu acht Leute in einer Lobby zusammenzubringen. Diese kämpfen dann wahlweise in zwei Gruppen ("Team-Battle") oder einzeln ("Endless-Battle") gegeneinander. Bei letztgenannter Variante gilt die Regel "Winner stays". Der Sieger bleibt im Spiel, die Herausforderer rücken nach. Absolut genial: Während sich zwei Mann virtuell verhauen, dürfen die anderen live zuschauen und übers Headset ihren Senf zum Kampfgeschehen abgeben. Wir freuen uns schon auf Anfeuerungsrufe, fiesen Trash-Talk und laute Jubelschreie.

    Wirbelwind: Knast-Flüchtling Cody hat einige fi ese Tricks auf Lager. Wirbelwind: Knast-Flüchtling Cody hat einige fi ese Tricks auf Lager.

    ALLES SUPER?
    Nun mag sich manch einer vielleicht fragen, warum Capcom das "Super"-Paket auf Disc und nicht einfach als Download-Erweiterung für Street Fighter 4 anbietet. Schenkt man den Worten von Senior Community Manager Seth Killian Glauben, so sind die Änderungen zu gravierend, um sie als DLC in SF4 integrieren zu können. Das bezieht sich nicht nur auf die neuen Inhalte, sondern auch auf die Balancing-Arbeiten, welche die Entwickler an den bisherigen Kämpfern vorgenommen haben. Thai-Riese Sagat beispielsweise ist zwar immer noch ein verdammt harter Brocken, aber dank kleinerer Veränderungen an der Stärke seiner Schläge und Tritte nicht mehr ganz so mächtig wie im Vorgänger. Außerdem wurde seine Lebensenergie dezent reduziert, sodass er jetzt nicht mehr ganz so viele Treffer wegsteckt.

    Chun-Li hingegen, die man bei Turnieren sehr selten zu Gesicht bekam, schlägt sich nun deutlich wackerer in der Arena, was unter anderem daran liegt, dass ihre zweite Ultra-Combo nahtlos an alle möglichen Schlagserien angehängt werden kann. Zweite Ultra-Combo? Richtig gelesen! Jeder der 35 Kämpfer beherrscht nun zwei Ultra-Moves, die jeweils durch andere Tastenkommandos ausgelöst werden. Allerdings müsst ihr euch vor Beginn des Matches entscheiden, welche Ultra-Attacke ihr im Duell einsetzen wollt. Dies macht das Kampfgeschehen nochmals taktischer und abwechslungsreicher. Unterm Strich sind es also wirklich dermaßen viele Neuerungen, dass man den veranschlagten Verkaufspreis von knapp 40 Euro als durchaus fair bezeichnen kann. Drei Kleinigkeiten hätten wir uns aber trotzdem gewünscht: Bereits integrierte alternative Kostüme, weitaus mehr als nur fünf neue Stages und vielleicht einen integrierten Mini-Turnier-Modus für On- und Offline-Sessions - komplett mit Startnummernauslosung, Baumdiagramm und virtueller Siegerehrung. Wir sagen dennoch: super!

    Screenshots aus unserem Test zu Super Street Fighter 4:

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    Super Street Fighter 4 (PS3)

    Spielspaß
    95 %
    Grafik
    8/10
    Sound
    8/10
    Multiplayer
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Mehr Vielfalt durch zehn neue Kämpfer und neue Ultra-Combos für die bisherigen Fighter
    Kleine Balancing-Ungereimtheiten unter den Original-Charakteren wurden ausgeglichen.
    Bonus-Stages sind eine nette Reminiszenz an Street Fighter 2 und ein toller Fan-Service.
    Kein integriertes Turnier-System, vor allem offline nur Matches 1-gegen-1
    Nur fünf neue Stages, eine davon ist sogar nur eine Abwandlung des bekannten Labors.
    Alternative Kostüme müssen wieder gesondert im PlayStation-Store erworben werden.
  • Super Street Fighter 4
    Super Street Fighter 4
    Publisher
    Capcom
    Release
    30.04.2010
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von DrakeBlackSoul
    Der Turniermodus wird doch gratis nachgereicht!
    Von Phox86
    Also ein DLC hätte es auch getan
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von DrakeBlackSoul Erfahrener Benutzer
        Der Turniermodus wird doch gratis nachgereicht!
      • Von Phox86 Erfahrener Benutzer
        Also ein DLC hätte es auch getan
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Super Street Fighter 4
Super Street Fighter 4 im Test für PS3 und Xbox 360: Neue Ultra-Kombos, Online-Modi und Kämpfer - einfach super!
Zehn zusätzliche Kämpfer, neue Ultra-Combos, klassische Bonus-Stages und bessere Online-Modi - Capcom möbelt Street Fighter 4 nochmals ordentlich auf. Weshalb in Super Street Fighter 4 (fast) alles "super" ist, lest ihr in unserem ausführlichen Test.
http://www.videogameszone.de/Super-Street-Fighter-4-Spiel-36084/Tests/Super-Street-Fighter-4-im-Test-fuer-PS3-und-Xbox-360-Neue-Ultra-Kombos-Online-Modi-und-Kaempfer-einfach-super-746039/
26.04.2010
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2010/04/Super_Street_Fighter_4_Test_Screenshots_02.jpg
street fighter 4,tekken 6,dead or alive
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