Wer glaubt, 2D und 3D lasse sich nichtvereinbaren, ist auf dem Holzweg.
Quelle: N-ZONE
Kaum sind die Gitterstäbe verschwunden, ist Carrie nicht mehr zu bremsen.
Die Spieleserie Paper Mario stand bislang immer für Rollenspiele allererster Güte. Der selbstironische Humor, das hochkomplexe Kampfsystem und der witzige Papier-Grafikstil machten die bisherigen N64- und GameCube-Ableger zu außergewöhnlichen Spielerfahrungen. Mit dem Wii-Sequel findet der bisher größte Gameplay-Umbruch der Serie statt. Denn in Super Paper Mario kehrt der pummelige Klempner zu seinen Wurzeln zurück: dem Jump&Run-Genre.
Eine neue Macht
Wieder einmal wurde die holde Schönheit und Herrscherin des Pilz-Königreiches, Prinzessin Peach, verschleppt. In neun von zehn Fällen zeichnet Oberschurke Bowser dafür verantwortlich - diesmal jedoch nicht! Während der Koopa-King in seiner Festung vor sich hinvegetiert, erfahren Mario und Luigi vom gekidnappten Blaublut und machen sich sogleich auf die Suche. In der Vermutung, dass Bowser hinter der x-ten Entführung der Prinzessin steckt, kämpft sich das Klempner-Duo bis zu dessen Schloss durch.
Dort angekommen, macht die versammelte Meute zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem neuen Oberfiesling des Pilz-Königreiches: Count Bleck. Dieser erlangte mithilfe eines verzauberten Buches übernatürliche magische Kräfte und outet sich sogleich als Entführer der Prinzessin. Nachdem Bleck seine Macht eindrucksvoll in Form eines interdimensionalen Strudels, der alle Anwesenden bis auf Mario verschlingt, unter Beweis gestellt hat, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.
Von A nach B
Quelle: N-ZONE
In letzter Sekunde wird der pummelige Papier-Klempner von Tippi, einem sogenannten Pixl, gerettet. Der kunterbunt leuchtende Schmetterling wird fortan an eurer Seite verweilen und hin und wieder hilfreiche Tipps zum Besten geben, ganz im Stil von Links kleiner Fee Navi. Doch dazu später mehr.
So findet sich Mario in der Stadt Flippside wieder. Dort werdet ihr vom weisen Zauberer Merlon in die grundlegende Geschichte einweiht. Demnach stiftet Finsterling Count Bleck mitsamt seinen Schergen richtig dick Unheil und nur vier Helden, angeführt von Mario, können die drohende Apokalypse abwenden. Dazu muss das sich im Spielverlauf komplettierende Quartett jedoch acht "Reine Herzen" finden, denen die Macht innewohnt, das Dunkel zu bannen.
Nachdem ihr die ellenlangen Einführungsdialoge überstanden habt, könnt ihr endlich selber Hand anlegen. Ausgangspunkt und Oberwelt stellt die aus mehreren Stockwerken bestehende und mit zahlreichen skurrilen Einwohnern versehene Papier-Stadt Flippside dar. Diese bietet euch alles, was ihr zum Bestreiten eurer Queste benötigt: ein Hotel, in dem ihr Lebensenergie regenerieren könnt, einen Shop, welcher sämtliche Items wie heilende Pilz-Shakes oder vernichtende Ice Storms zum Erwerb anbietet, und natürlich viele kleine Einwohner, die immer einen flotten Spruch auf den Lippen oder nützliche Tipps in petto haben.
Mit anderen Worten: alles, was ein Rollenspiel eben braucht. Infolge der Weitläufigkeit besagter City ergeben sich allerdings recht viele Laufwege, die spätestens nach dem zehnten Mal Hin- und Herhetzen in eine simple "Von A nach B"-Schnitzeljagd ausarten.
