Stormrise ist ein Echtzeitstrategiespiel, dessen Steuerung auf die Xbox 360 und PS3 zugeschnitten ist. Lohnt sich der Kauf?
Welch ein befreiender Moment es doch für den Tester war, als er zum ersten Mal aus der Sicht einer hoch über dem Schlachtfeld schwebenden Flugeinheit so etwas wie Übersicht über das Geschehen hatte! Stormrise ist anstrengend, da unübersichtlich. Vor allem aber ist Stormrise ein Echtzeitstrategiespiel der etwas anderen Sorte.
Quelle: Videogameszone.de
Unser Geschützturm leistet ganze Arbeit, während wir einem Verband aus Minihubschraubern und Buggys einen Angriffsbefehl erteilen.
Auf den ersten Blick mag das Game - aufgrund der Third-Person-Sicht - wie ein Actionspiel aussehen. Im Herzen steckt jedoch ein durchaus anspruchsvolles Strategiespiel mit stark taktischem Einschlag ... und einigen Mängeln. Trotzdem geht von Stormrise eine gewisse Faszination aus, was unter anderem an der interessanten Story liegt.
Familienfehde
Vor Tausenden von Jahren versuchte die Menschheit, das Wetter zu kontrollieren und löste dadurch gewaltige Feuerstürme aus, die das Leben auf der Erdoberfläche beinahe auslöschten. Zu Spielbeginn erwacht eure Spielfigur Commander Geary von den Echelon in einer Schlafkammer.
Unplanmäßig. Irgendetwas ist schiefgelaufen, denn viele der Echelon haben den Tiefschlaf, in den sie vor den Stürmen tief im Erdinneren geflohen waren, nicht überlebt. Dann greifen plötzlich Truppen der Sai an und nach einer (technisch unspektakulären) Zwischensequenz findet ihr euch in eurem riesigen Kampfroboter wieder und stürzt euch in die Schlacht. Was es mit den mutierten Menschen, die sich Sai nennen, auf sich hat, erfahrt ihr im Spielverlauf.
Quelle: Videogameszone.de
Meridian ist eine der Hauptfiguren der Sai und menschlicher, als sie aussieht.
So interessant die Story mit ihren Wendungen (ihr spielt während der Kampagne auch aufseiten der Sai) auch ist, die Erzählweise ist denkbar unspektakulär und teilweise dilettantisch. Das liegt zum einen an den oft hölzern klingenden deutschen Sprechern, zum anderen an den etwas naiv wirkenden Charakteren.
Alles neu
Geklotzt haben die Entwickler dafür mit der Steuerung. Das Whip-Select-System funktioniert tadellos. So steuert ihr die Einheiten: Ihr blickt einem eurer Trupps über die Schultern. Eure übrigen Trupps werden als Symbole am Bildschirmrand dargestellt, sofern sie sich außer Reichweite befinden. Wollt ihr zu einer anderen Einheit wechseln, bewegt ihr den rechten Ministick in Richtung derselben, bis das gewünschte Einheitensymbol (zum Beispiel ein Fadenkreuz bei Scharfschützen) aufblinkt.
Sobald ihr den rechten Ministick loslasst, blickt ihr fortan der neuen Einheit über die Schultern. Problematisch wird es erst, wenn ihr etwa fünfzehn Einheiten produziert habt und sich diese alle an einem Ort befinden. Die kleinen Symbole am Bildschirmrand sind dann aufgrund ihrer Häufigkeit nur schwer voneinander zu unterscheiden.
Quelle: Videogameszone.de
Ein mit Geschützturm ausgestatteter Knotenpunkt nimmt die gefürchteten Riftworms unter Beschuss.
Nicht selten wählt man dann im Eifer des Gefechts versehentlich die falsche Einheit aus. Die Programmierer behelfen sich mit einer Zoomfunktion, wodurch die Symbole größer dargestellt werden und somit leichter auszuwählen sind. Spezialfunktionen eurer Einheiten - etwa einen Schutzschild - wählt ihr gewohnt komfortabel über ein Radialmenü aus, das ihr mit dem linken Trigger öffnet.
Allerdings hat die Steuerung eine kleine Tücke. Sobald ihr nämlich einen direkten Angriffsbefehl gebt, stürmen eure Einheiten voran und nicht selten ins Verderben. Das muss man wissen, denn wenn ihr die eigenen Truppen in gesundem Abstand vor dem Feind zum Stehen bringt, beschießen sie den Feind automatisch, falls er sich in Feuerreichweite befindet.
