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  • Spielumfänge künstlich aufgeblasen: Ehemaliger Bulletstorm-Entwickler kritisiert Preispolitik

    60 Dollar für ein Videospiel sind im Jahr 2014 ein "klein wenig verrückt", findet jedenfalls der ehemalige Bulletstorm-Entwickler Adrian Chmielarz. Quelle: People Can Fly

    Aktuelle Videospiel-Highlights kosten im Handel bis zu 60 Euro. Und genau das sieht der ehemalige Bulletstorm-Entwickler Adrian Chmielarz als Problem an. Die gegenwärtige Preispolitik würde nach Meinung des Creative Directors zu einer höheren Erwartung der Kunden an das Spiel führen. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, blähen Entwicklerstudios die Spielumfänge künstlich auf. Gleichzeitig blieben viele Games aber nie durchgespielt.

    Adrian Chmielarz übt im Interview mit gamesindustry.biz scharfe Kritik an der Videospielbranche. Der frühere Creative Director von Bulletstorm hält den durchschnittlichen 60-US-Dollar-Preis für ein Spiel in der heutigen Zeit für ein "klein wenig verrückt." Die derzeit vorherrschende Preispolitik würde bei Spielern eine hohe Erwartungshaltung schnüren. Typische Triple A-Games wären eine Investition und als solche achten Spieler auf ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei orientieren sie sich häufig an dem Spielumfang. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, würden Entwicklerstudios und Publisher ihre hochbudgetierten Videospielproduktionen künstlich aufblähen.

    "Es besteht eine Notwendigkeit in Triple A-Spiele Füllstoff hinzuzufügen, seien es Sammelobjekte oder eine zusätzliche Welle von Feinden", analysiert Chmielarz. "Es ist bedauerlich und gleichzeitig ein Beweis dafür, dass die Welt verrückt ist. Denn es gibt Spieler, die längere Spiele fordern. Aber wenn du Statistiken auswertest und dann siehst, dass nicht einmal die Hälfte dieser Gamer die erste Spielhälfte beenden, muss etwas nicht richtig laufen, stimmt's?" Nach Angaben von Chmielarz würden zwischen 70 und 80 Prozent der Menschen ihre gekauften PC- und Konsolenspiele nie komplett durchspielen.

    Er glaubt, dass dies auch auf den Preis zurückzuführen ist. Niedrigere Verkaufspreise würden Entwicklerstudios ermöglichen, sich weniger Gedanken um Füllmaterial zu machen, sondern mehr um das eigentliche Spielerlebnis. Als großer Dead Space-Fan bedauert er zum Beispiel die Richtung, die EA mit der Gruselreihe eingeschlagen hat. Anstatt sich mit zwei oder drei Millionen verkauften Exemplaren zufriedenzugeben und das Budget entsprechend klein zu halten, wollte Electronic Arts Dead Space als eine Art neues Call of Duty positionieren.

    "Es könnte eine profitable Serie sein, aber nur wenn man klug in Bezug auf Budget und Inhalte handelt", glaubt Chmielarz, der heute bei The Astronauts am Indie-Projekt The Vanishing of Ethan Carter arbeitet. Seiner Meinung nach würden Publisher viel Geld liegen lassen, wenn diese glauben, dass man jede erfolgreiche Marke in einen Mega-Blockbuster transformieren muss. Branchenvertreter hätten bei der Jagd nach dem nächsten Bestseller verlernt, Mittelklasse-Hits zu produzieren und zu managen. Wie ist eure Meinung zu der aktuellen Preispolitik und den Aussagen von Chmielarz? Nutzt die Kommentarfunktion.

    Quelle: gamesindustry.biz

    00:46
    The Vanishing of Ethan Carter: Erstes Teaser-Video
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Ehemaliger Bulletstorm-Entwickler kritisiert Preispolitik
Aktuelle Videospiel-Highlights kosten im Handel bis zu 60 Euro. Und genau das sieht der ehemalige Bulletstorm-Entwickler Adrian Chmielarz als Problem an. Die gegenwärtige Preispolitik würde nach Meinung des Creative Directors zu einer höheren Erwartung der Kunden an das Spiel führen. Um den Ansprüchen gerecht zu werden, blähen Entwicklerstudios die Spielumfänge künstlich auf. Gleichzeitig blieben viele Games aber nie durchgespielt.
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02.06.2014
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2013/04/bulletstorm_b2teaser_169.jpg
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