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Spiele-Entwicklung

Unlimited Detail: Neue Technik zur Berechnung von 3D-Grafiken könnte Polygone ablösen

12.03.2010 17:38 Uhr
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Unlimited Detail nennt sich eine vielversprechende Technik, die das Berechnen und Darstellen von 3D-Grafiken revolutionieren soll. 3D-Objekte sollen nicht mehr aus vielen einzelnen Polygonen, also eckigen Flächen, bestehen, sondern aus unendlich vielen virtuellen Atomen. Das verspricht die Firma Unlimited Detail, die die gleichnamige Technik entwickelt.

Unlimted Detail: Bilder zur neuen Technik der 3D-Berechnung. (5) Unlimted Detail: Bilder zur neuen Technik der 3D-Berechnung. (5) Die Grafik in derzeitigen 3D-Spielen stellen Entwickler mittels sehr vieler Polygone her. Polygone sind Punkte, die miteinander verbunden werden und dadurch Flächen schaffen. Ein Baumstamm etwa wird mit einem sechseckigen Stab und Polygonen virtuell nachgebaut - die daraus entstandenen Flächen versehen die Entwickler mit Bildern respektive Texturen. Virtuell ist der Baum dann sechseckig und wirkt nur aus der Entfernung rund. Der Computer kann diese Fläche durch geometrische Berechnungen viel einfacher anzeigen, als einen runden Baum, der aus Millionen kleinen Polygonen besteht. Würde der virtuelle Baum mit unzähligen virtuellen Punkten nachgebaut, vergleichbar mit Atomen, dann dauert die Berechnung des Baumes entsprechend lange. Sehr lange. Aktuelle Computer brauchten für die Berechnung ewig. Zwar würde der Baum dann realistisch aussehen, Spielen wäre aufgrund der begrenzten Rechenleistung aber nicht mehr möglich.

Genau das aber verspricht Unlimited Detail. Sie wollen es geschafft haben, mit unendlich vielen Punkten ein Objekt darzustellen - ohne dass eine superschnelle Grafikkarte benötigt wird. Das, was zur Zeit unmöglich erscheint, soll also doch möglich sein?

Unlimted Detail: Bilder zur neuen Technik der 3D-Berechnung. (8) Unlimted Detail: Bilder zur neuen Technik der 3D-Berechnung. (8) Technisch vergleicht die Firma es mit einer Suchmaschine. Genauso wie man etwa bei Google nach "Baum" sucht und innerhalb von kürzester Zeit schier unendlich viele Ergebnisse erhält, so soll auch die neue Technik funktionieren. Google durchforstet ja nicht bei jeder Suchanfrage das gesamte Internet, sondern liefert lediglich gespeicherte Ergebnisse zu dem Stichwort "Baum" ab. Das soll auch Unlimited Detail machen. Die Technik speichert, wie das Bild aussehen soll und berechnet, so verspricht es der Entwickler, nur wie es auf dem Bildschirm dargestellt werden soll. Anhand eines Algorithmus. Der Computer berechnet nicht die Objekte mit den unzähligen kleinen Punkten. Er teilt der Hardware nur mit welcher Pixel welchen Punkt darstellen soll. Dementsprechend gibt die Auflösung des Bildschirms an, wie viele Punkte berechnet werden müssen. Eine Auflösung von 1024x768 hat demnach 786,432 Punkte. Jedes der Pixel bekommt eine andere Farbe und dadurch entsteht ein Bild, dass zum Beispiel einen realistisch ausschauenden Baum darstellt.

Ob diese Technik wirklich funktioniert, ist nicht gesichert. Mit Abstand und Misstrauen sollte die Entwicklung dennoch betrachtet werden. Sollte es aber funktionieren und sich durchsetzen, dann wäre das tatsächlich eine Revolution. Und möglicherweise das Ende von Polygonen.

Video zur neuen Berechnung von 3D-Grafiken:

Bitte Flash installieren, um den Player anzuzeigen.

Bilder zur neuen 3D-Technik "Unlimited Detail":

Bildergalerie (Ansicht vergrößern für Quellenangaben)
     
Moderation
12.03.2010 17:38 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
28.03.2010 17:06 Uhr
Zitat: (Original von FBSidious)
.....
Texturen und Beleuchtung können noch verbessert werden, was 3D-Modelle, z.B. von Menschen, angeht, ist die Grenze JETZT schon erreicht wie ich finde.
....

LoL dann solltest du besser mal genauer hinschauen... Ich habe noch kein Spiel gesehen, wo ich keine Grafikfehler finden konnte. Bei Menschen sind es fast immer die Hände (z.b.).
Ansonsten ist es ein Baum, ein Topf oder sonst was, das rund sein sollte.


Ich bin aber auch skeptisch gegenüber diesem Unlimited Detail zeugs. Aber ich bin ja auch nicht Programmierer oder so, also schreibe ich die Technik nicht ab. Denn sollte das nicht ein fake sein und sollte es zudem nicht zu schwierig anzuwenden sein, dann wäre das doch toll oder?


(Ausserdem wurden diese Grafiken von Programmierern gemacht, nicht Künstlern... klar siehts nicht sehr toll aus!)
Mitglied
Bewertung: 0
15.03.2010 16:30 Uhr
Bin skeptisch. Irgendwie erschließt sich mir nämlich nicht ob diese Technik auch zeitsparender in der Produktion ist. Der Vorteil dieser Technik ist im Grunde durch Tesselierung fast sinnlos.
Mitglied
Bewertung: 0
14.03.2010 20:22 Uhr
Die Idee ist schon ziemlich gut, aber den Bildern und dem Video merkt man einfach an dass diese Technik noch in den Kinderschuhen steckt! Beim betrachten kam es mir nämlich so vor als ob ich ein Spiel aus der 3D Anfangszeit betrachten würde nur ohne Pixel ^^'
Mitglied
Bewertung: 0
14.03.2010 03:15 Uhr
Mir leuchtet dieses Konzept nicht ein.

Es ist zwar toll, dass man einen innovativen Ansatz wählt, aber irgendwann sind auch Polygongrafiken einfach so detailliert, dass man keinen Unterschied erkennt.

Texturen und Beleuchtung können noch verbessert werden, was 3D-Modelle, z.B. von Menschen, angeht, ist die Grenze JETZT schon erreicht wie ich finde.
Zumindest was grafische Top-Titel angeht sind die Modelle von der geometrischen Form her nicht von ihren realen Vorbildern zu unterscheiden. Einzelne Haare könnten vlt. noch besser ausgearbeitet sein, aber das kommt noch, im Endeffekt braucht man wirklich nur leistungsfähigere Chips und kein von Grund auf neues System!

Die gezeigten Polygongrafiken sind extrem veraltet und spiegeln überhaupt nicht den aktuellen Stand der Technik wieder, klar war alles vor 5 Jahren noch eckig usw. und das ist es, wenn man pingelig sein will auch heute noch, aber da muss man schon verdammt nah heranzoomen und darin liegt nicht der Sinn von Videospielen.

Ob das alles aus kleinen Kreisen oder Vierecken besteht, interessiert keine Sau. Wenn ich zwei Meter von meinem TV entfernt bin, erkenne ich ja auch keine einzelnen Pixel.

Und was das Austauschen von in verschiedenen Detailstufen gestaffelten Modelle zugunsten der Weitsicht angeht: Die Grenze wird in wenigen Jahren erreicht sein, wenn man genauso viele Modelle austauscht, dass der Zuschauer den Unterschied GERADE nicht bemerkt. Man wird jedoch nie das finale Modell auch in 100 Metern Entfernung rendern. Das wäre einfach Blödsinn.

Wie gesagt: Realistischere Lichtsimulation und noch detailliertere Texturen, dann haben wir Fotorealismus. Dazu werden aber natürlich auch immer noch talentierte Designer gehören, die alles so modellieren, animieren und platzieren, wie wir es aus der Realität gewohnt sind.

Denn auch die leistungsstärksten Computer der Welt werden die Natur niemals "berechnen" können.
Mitglied
Bewertung: 0
13.03.2010 01:14 Uhr
Klingt irgendwie sehr utopisch für mich. Ich seh darin nicht wirklich ne alternative wenns ums 3D-Modelling geht... zumindest kann ichs mir nicht vorstellen. Wie der Rest hier auch, seh ich nur bewegte Bilder aber eben keine Reaktion oder gar Kollisionen von Objekten. Beeindruckend sind die Pyramiden mit den anscheinend relativ detailierten Viechern dann doch. Man stelle sich das mal als ne Polygon -Version vor, böse böse böse.

Wie bereits erwähnt, sind die Erklärungen ja über diese Technik auch noch recht dürftig. Eine art Hybride aus "Punkten" und Polygonen fänd ich da irgendwie logischer. Was sich nicht bewegt wird gepunktet  

naja, abwarten und weiter poly´s mappen  
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