Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Playstation als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Special: Unvergessliche Spielerlebnisse

    In unserem Special werfen wir einen Blick auf unvergessliche Spiele und was diese so besonders macht. Quelle: PC Games

    In unserem Special werfen wir einen Blick auf unvergessliche Spiele und was diese so besonders macht. Emotionalität und besondere Moment machen Spiele zu etwas Besonderem, etwas woran man sich gerne erinnert.

    Computerspiele – ein Thema ohne Grenzen. Allein die Menge an verfügbaren Titeln ist derart riesig, dass selbst Vollblutzocker rund um die Uhr vor dem PC sitzen müssten, wenn sie wirklich alles ausprobieren wollten. Dabei fragt sich der Außenstehende zu Recht: Warum überhaupt noch weiterspielen, wenn man ohnehin schon so viel gesehen hat? Die Antwort: Weil man immer auf der Suche nach etwas Besonderem ist.

    Eine einmalige Idee

    Wir fangen mit einem Exoten an, den nur wenige kennen: Narbacular Drop. Ihr steuert eine Prinzessin, die in einer düsteren Höhle gefangen gehalten wird. Sie kann zwar weder springen noch klettern, aber dafür Portale erzeugen, die einen Übergang zwischen zwei beliebig weit entfernt liegenden Stellen ermöglichen. Auf diese Weise puzzelt sie sich von einem Raum zum nächsten. Bitte? Was daran besonders sei, die Grundidee aus Portal für ein mittelmäßiges Freeware-Spiel zu klauen? Ganz einfach: Narbacular Drop ist ganze zwei Jahre älter! Valve heuerte im Nachhinein das zugehörige Team Nuclear Monkey Software an, gemeinsam bastelte man den berühmten Physik-Sooter. Fakt ist aber, dass Narbacular Drop zu seiner Zeit absolut einmalig und somit etwas Besonderes war.

    Womit wir bei einem Dilemma angelangt wären: Spiele wie Tetris, Shanghai oder Lemmings sind aufgrund ihrer jeweils revolutionären Spielidee alle zu ihrer Zeit besonders gewesen, doch unzählige Klone haben diesen Status kaputt gemacht. Selbst ein Minecraft, das man dank seines noch recht jungen Alters als etwas relativ Neues interpretieren könnte, verliert mit jedem Tag an Einmaligkeit, weil unzählige Nachahmer aus dem Boden schießen.

    Blick über den Tellerrand

    The Walking Dead: Einige Spiele werden durch ihre Emotionalität unvergesslich. Die Geschichte von Lee und Clementine aus The Walking Dead wird wohl kaum einen Spieler kalt gelassen haben. The Walking Dead: Einige Spiele werden durch ihre Emotionalität unvergesslich. Die Geschichte von Lee und Clementine aus The Walking Dead wird wohl kaum einen Spieler kalt gelassen haben. Quelle: PC Games Deshalb müssen wir über den Aspekt der grundlegenden Spielidee schauen und uns auf das Terrain des Genre-Mixes begeben. Das ehemalige Entwicklerstudio Bullfrog rund um den britischen Kreativkopf Peter Molyneux hatte in den 1990er-Jahren eine ganze Latte voller Besonderheiten im Portfolio: In Populous spielt ihr einen Gott, der für sein eigenes Volk die Landmassen ebnet und das feindliche mit Erdbeben oder Vulkanausbrüchen straft. Syndicate simuliert eine ferne Zukunft, in der die Welt von korrupten Konzernen beherrscht wird und der Spieler eine Handvoll Agenten durch allerlei Missionen dirigiert. Wer wiederum mehr auf Abenteuer aus 1001 Nacht steht, nimmt in Magic Carpet auf einem fliegenden Teppich Platz, jagt wertvollem Mana hinterher und wehrt sich gegen riesige Killer-Bienen, die euch an die virtuellen Teppichfransen wollen.

    Die genannten Titel sind völlig unterschiedlich, gleichwohl sie von einer ähnlichen Mischung profitieren. Sie verkaufen sich vordergründig als strategisch anspruchsvoll, sprechen dank ihres Echtzeitfaktors den Fan von Actionspielen an und verpacken all das in ein zugängliches Steuerungskonzept. Zudem existieren kaum Nachahmer, weshalb Bullfrog-Werke bis heute einmalig und ihren Anhängern in Erinnerung geblieben sind.

    Detailvernarrtheit

    Diese Übersichtskarte aus Daggerfall repräsentiert eine gigantische Spielfläche von über 160.000 Quadratkilometern. Diese Übersichtskarte aus Daggerfall repräsentiert eine gigantische Spielfläche von über 160.000 Quadratkilometern. Quelle: PC Games Euch klingt das zu trocken, ihr definiert unvergessliche Spiele lieber anhand neckischer Anekdoten? Dann dürftet ihr beim folgenden Klassiker aufhorchen: Metal Gear Solid. Wir ignorieren die technisch maue PC-Konvertierung und konzentrieren uns auf den Detailgrad, den sich nur ein Mensch wie die japanische Entwickler-Ikone Hideo Kojima ausdenken konnte.

    Bereits der Pappkarton, den ihr bei euch tragt und unter dem ihr euch jederzeit verstecken dürft, ist eine Skurrilität und mittlerweile zu einem Running Gag der Serie geworden. Darüber hinaus könnt ihr an einer ganz bestimmten Stelle einen kleinen Hund dazu animieren, euch unter dem Karton steckend anzupinkeln. Kurios, aber hilfreich. Der Sinn der Übung: Dank des Urin-Duftes, der euch fortan begleitet, greift euch keiner der gefährlichen Wolfshunde mehr an.

    Oder wo sonst, wenn nicht hier, lässt sich eine Söldnerin wie Meryl Silverburgh beim Umziehen überraschen, wenn ihr der Frau schnell genug auf das stille Örtchen folgt? Und wir fangen besser gar nicht erst mit Psycho Mantis an, der eure Gedanken liest und somit perfekt auf eure Angriffe reagiert, bis ihr vom eingestöpselten Joypad ablasst und ihn mit Maus plus Tastatur bekämpft … Manche Details sind derart unnütz, dass sie dem Spieler gar schaden. So befindet sich in eurem Inventar ein Päckchen Zigaretten, das bei Benutzung eure Lebensenergie reduziert. Doch all diese Feinheiten machen Metal Gear Solid zu etwas Erinnerungswürdigem, weil der Spieler fühlt, wie viel Freude die Entwickler an ihrem Baby hatten.

    Der eine Moment

    Nicht nur die Charaktere aus Gods Will Be Watching jubeln, nachdem der Spieler sie erfolgreich durch eines der mörderschweren Kapitel geleitet hat. Nicht nur die Charaktere aus Gods Will Be Watching jubeln, nachdem der Spieler sie erfolgreich durch eines der mörderschweren Kapitel geleitet hat. Quelle: PC Games Manchmal reicht auch ein kurzer Augenblick oder ein winzig kleines Detail, damit ein Spiel auf immer im Gedächtnis bleibt. Die zunächst trocken anmutende Grenzbeamten-Simulation (!) Papers, Please gewinnt spürbar an Dramatik, wenn ein Terrorist über die Mauer klettert und einen Grenzsoldaten mit einer Granate bewirft. Noch traumatisierender ist der Shooter Spec Ops: The Line, weil er den Spieler zu einer fürchterlichen Tat nötigt – und damit ein sonst so gewaltbetontes Genre in eine völlig andere Stimmungslage kippt.

    Der deutsche Entwickler Daedalic Entertainment schaffte ein ähnliches Kunststück mit Edna bricht aus, dessen absurder Humor gegen Ende aufgrund eines tragischen Mordes zur Randnotiz verkommt. Im Nachfolger Harveys Neue Augen hingegen steckt die Brillanz in einem der besten Rätsel überhaupt, obwohl es auf dem Papier betrachtet völlig unlogisch erscheint: Ihr müsst einen Clown mit einem Kronleuchter erschlagen, den ihr wiederum mit einem Luftballon in Schraubenschlüsselform (!) von der Decke hebelt. Die Idee ist so absurd, weshalb jeder sie ausprobiert – und sich alle diebisch darüber amüsieren, weil es tatsächlich funktioniert.

    Für einen richtigen Schock sorgte Call of Duty 4: Modern Warfare: Zunächst hetzt uns der Ego-Shooter durch typische Kriegsszenarien und springt fleißig zwischen zwei Spielcharakteren hin und her. Als wir während eines Rettungseinsatzes von einer Explosion erfasst werden und mit unserem Helikopter zu Boden gehen, macht sich schon Verunsicherung breit. Die folgende Szene lässt uns fassungslos auf einen Atompilz blicken und mit der Frage zurück: Wie zum Geier sollen wir hier rauskommen? Die Antwort: Gar nicht. Wir sind tot. Danach wird das Spiel nur aus Sicht des verbleibenden Charakters erzählt. Ein wahrhaft unvergesslicher Moment,der sich wohl jedem Spieler ins Hirn eingebrannt hat.

    Doch auch Spiele wie Brothers: A Tale of Two Sons, Final Fantasy VII oder Mafia schlagen in die gleiche Kerbe. Aufgrund der Spoiler-Gefahr deuten wir allerdings besser nur an, dass der Spieler hier kein wirkliches Happy End erfährt und ihn die Geschichten allein deshalb auf ewig verfolgen.

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1144485
Special
Unvergessliche Spielerlebnisse
In unserem Special werfen wir einen Blick auf unvergessliche Spiele und was diese so besonders macht. Emotionalität und besondere Moment machen Spiele zu etwas Besonderem, etwas woran man sich gerne erinnert.
http://www.videogameszone.de/Special-Thema-215651/Specials/Unvergessliche-Spielerlebnisse-1144485/
21.12.2014
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2014/12/_Aufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
panorama,special
specials