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  • Spec Ops: The Line im Test für PS3: Grenzerfahrung in der Wüste - Ab sofort erhältlich

    Spec Ops: The Line im Test für PS3: Wir haben den neuen Shooter des Berliner Entwicklerstudios Yager unter der Lupe genommen. Dabei gefiel uns besonders die wirklich gute und ernste Geschichte des Spiels. Das atmosphärische Setting bietet grundsolide Shooter-Kost. Unsere Eindrücke zu Spec Ops: The Line lest ihr in diesem Test.

    Spec Ops: The Line im Test für PS3: Auch wenn Spec Ops: The Line auf den ersten Blick wie ein typisch-stumpfer Militärshooter wirkt, steckt in Wahrheit doch mehr dahinter: Anders als in den alljährlichen Call of Duty-Aufgüssen erzählt Spec Ops keine Geschichte über Terroristen, von patriotischem Gehabe fehlt jede Spur und das US-Militär wird nicht als unbezwingbarer Heilsbringer gefeiert. Stattdessen hat sich das Berliner Studio Yager für seine düstere Story von Joseph Conrads berühmter Erzählung "Herz der Finsternis" inspirieren lassen – die diente schon als Grundlage für den Anti-Kriegs-Film "Apocalypse Now". Das Ergebnis: Ein spielerisch grundsolider Third-Person-Shooter, der sich mit guter Handlung und dichter Atmosphäre von dem Einheitsbrei abhebt.

    Noch zwei Hinweise zu unserem Spec Ops-Test: Unsere Testmuster zu Spec Ops: The Line waren zwar mehrspielerfähig, allerdings konnten wir vor Release noch keine Mitspieler ausfindig machen. Darum schauen wir uns den umfangreichen Mehrspielermodus erst dann an, wenn das Spiel erhältlich ist und sich die Server ein wenig gefüllt haben. Zudem: Die Kampagne von Spec Ops: The Line ist ausschließlich für Einzelspieler konzipiert. Entwickler Yager und Publisher 2K haben jedoch angekündigt, das Spiel kurz nach Release um kostenlose Koop-Szenarien zu erweitern, die unabhängig von der Geschichte verlaufen. Einen Termin für den Gratis-DLC gibt es derzeit noch nicht.

    Spec Ops: The Line - Das hat uns gefallen

    Gute, ernste Story

    Spec Ops: The Line handelt von drei US-Soldaten, angeführt von dem spielbaren "Helden" Captain Walker. Das Delta-Force-Team hat einen ungewöhnlichen Auftrag: Es soll die Ruinen von Dubai auf Lebenszeichen untersuchen, nachdem die Wüstenmetropole sechs Monate zuvor in einem gigantischen Sandsturm untergegangen ist. Was die drei Männer dort vorfinden, übersteigt jedoch ihre moralischen Grenzen: Die Stadtruine wird von einer Militärverwaltung regiert, Zivilisten wie Soldaten werden hingerichtet, es gibt zahllose Opfer. Das Trio bemüht sich die Lage aufzuklären, gerät aber unter heftigen Beschuss – und zwar nicht etwa von arabischen Terroristen oder dergleichen, sondern von US-Soldaten. Damit hebelt Yager gekonnt das übliche Feindbild-Klischee vieler Actionspiele aus und sorgt immer wieder dafür, dass man die Menschen, die man da beschießt, auch als solche wahrnimmt.

    Menschen sterben in The Line, auch Zivilisten geraten ins Schussfeld – hier spart Yager nicht mit schockierenden Szenen, in denen selbst Frauen und Kinder zu Tode kommen. Diese Bilder sind nur schwer verdaulich und verfehlen ihre Wirkung nicht: Man fühlt sich nicht mehr wie ein Held, sondern wie ein Täter. Das ist auch den drei Protagonisten anzumerken: Im Verlauf der sechs- bis siebenstündigen Kampagne verändern sich die "Helden", sie werden kaltherzig, brutal – man erlebt mit, wie die Männer regelrecht an der Gewalt zerbrechen. Und so hinterlässt das Spiel einen bitteren Nachgeschmack – genau das haben Yagers Autoren auch beabsichtigt.

    Atmosphärisches Setting

    Spec Ops: The Line im Test für PS3 - Das düstere Setting und die dichte Atmosphäre wirken äußerst packend und beklemmend. Spec Ops: The Line im Test für PS3 - Das düstere Setting und die dichte Atmosphäre wirken äußerst packend und beklemmend. Quelle: videogameszone Die Wüstenruine von Dubai ist nicht nur grafisch schön in Szene gesetzt, sondern auch angenehm unverbraucht. Noch dazu hat Yager für genügend Abwechslung gesorgt und zaubert vielfältige Umgebungen auf den Monitor. Zwar bleibt hier auch viel Potenzial ungenutzt, doch in der Summe ist die gespenstische Dubai-Kulisse ein klares Highlight des Spiels.

    Grundsolider Shooter

    Auch wenn The Line praktisch null frische Ideen hat, geht der spielerische Kern in Ordnung: Man schießt, geht in Deckung, sammelt Waffen auf, wehrt die Gegnermassen ab – das alles ist altbewährt, schon zigfach dagewesen. Genau das könnte man wohl aber über die meisten Shooter heutzutage sagen. Der Kritikpunkt "Ideenarmut" findet sich natürlich nicht grundlos in unserer Contra-Liste (nächste Seite). Doch fehlende Innovationen hin oder her, man sollte dem Spiel auch nicht seine Qualitäten absprechen: Spec Ops: The Line ist ein grundsolider Deckungsshooter, der Ballerspaß bringt – und das ist die Hauptsache.

    Kleine Entscheidungen

    Mehrmals im Spielverlauf gibt's Entscheidungsmomente, in denen man etwa zwischen dem Leben eines Zivilisten oder dem eines Informanten wählen muss. Diese Szenen haben zwar keinen Einfluss auf den Spielverlauf, gaukeln aber zumindest vor, dass man die Geschichte bis zu einem gewissen Grad lenken kann – fürs einmalige Durchspielen genügt das schon als Illusion. Erst ganz am Ende kann der Spieler dann wirklich Einfluss ausüben und sich zwischen drei verschiedenen Endsequenzen entscheiden.

    Guter Sound

    Das Kampfgeschehen wird von abwechslungsreicher Rockmusik untermalt – die ist mal leise und beklemmend, mal laut und treibend, passt aber in der Regel gut zum Spielgeschehen. Yager verwendet hin und wieder auch lizenzierte Songs, um den Kämpfen eine besonders schaurig-zynische Note zu verleihen. Die deutsche Sprachausgabe gibt dagegen weniger Grund zur Freude: Die Sprecher tragen ihre Texte recht abgelesen vor - da hatten wir von einem Spiel, das in Deutschland entwickelt wurde, schon etwas mehr erwartet. Immerhin: Im Hauptmenü der PS3-Fassung lässt sich auch die englische Sprachausgabe einstellen, und die klingt exzellent. Wer also entsprechende Sprachkenntnisse besitzt, sollte den englischen Stimmen den Vorzug geben. Ob auch die Xbox-360-Version multilingual sein wird, konnten wir vorab noch nicht überprüfen.

    Technisch nur okay, trotzdem schick

    Die PS3-Fassung hinterlässt einen technisch soliden Eindruck, kann aber längst nicht mit Grafik-Bomben wie Killzone 3 mithalten. Wie bei so vielen Spielen auf Basis der Unreal Engine 3 laden Texturen in neuen Szenen oft verzögert nach, manche Explosionseffekte wirken matschig und hin und wieder erscheint die Schattendarstellung ungewöhnlich grob. Doch auch wenn die Technik keine Wunder vollbringt, sieht das Spiel trotzdem gut aus: Yagers Grafiker kitzeln schicke Panoramen, schöne Lichteffekte und detailverliebte Levels aus der Engine heraus, außerdem sind die Umgebungen sehr abwechslungsreich.


    02:56
    Spec Ops: The Line - Wüsten-Shooter im Testvideo
  • Spec Ops: The Line

    Spec Ops: The Line

    Publisher
    2K Games
    Developer
    Yager Development
    Release
    29.06.2012
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von Iroquois-Pliskin
    Ich bin froh über jedes Sommerloch, da kann man mal durchatmen. Eine Phase, in der ich gar nix zu zocken hatte, gab es…
    Von ThreeSix187
    Zum Sommerlochstopfen langts allemal :D
    Von attitude2011
    Ich habe dem Spiel persönlich direkt so eine 80% Werttung aufgedrückt. Vieles was ihr schreibt deckt sich mit meinem…

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Spec Ops: The Line
Spec Ops: The Line im Test für PS3: Grenzerfahrung in der Wüste - Ab sofort erhältlich
Spec Ops: The Line im Test für PS3: Wir haben den neuen Shooter des Berliner Entwicklerstudios Yager unter der Lupe genommen. Dabei gefiel uns besonders die wirklich gute und ernste Geschichte des Spiels. Das atmosphärische Setting bietet grundsolide Shooter-Kost. Unsere Eindrücke zu Spec Ops: The Line lest ihr in diesem Test.
http://www.videogameszone.de/Spec-Ops-The-Line-Spiel-34183/Tests/Spec-Ops-The-Line-im-Test-fuer-PS3-Grenzerfahrung-in-der-Wueste-Ab-sofort-erhaeltlich-907851/
29.06.2012
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2012/06/Spec_Ops_The_Line_VGZ_06.jpg
spec ops the line,shooter,2k games
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