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  • Spec Ops: The Line im Hands-On-Test mit Video - Ein packender Shooter für PS3 und Xbox 360

    Ein schonungsloser Höllenritt durch die Ruinen Dubais - typisch hohles Militärgeballer oder cleveres Anti-Kriegs-Spektakel? In unserem Hands-On-Test erfahrt ihr, ob uns mit Spec Ops: The Line ein neues Shooter-Highlight für PlayStation 3 und Xbox 360 bevorsteht. Ein kommentiertes Video halten wir ebenfalls für euch bereit.

    Während unseres Hands-On-Tests zu Spec Ops: The Line stellten wir schnell fest, dass es sich bei dem Shooter um keinen einfachen Abklatsch von Call of Duty handelt. Schon das Setting ist ungewöhnlich: Die Entwickler von Yager führen euch in Spec Ops: The Line nach Dubai - in eine fiktive Variante. Sechs Monate vor Beginn der Handlung ist die Metropole in einem gewaltigen Wüstensturm untergegangen. Weil es Überlebende gibt, macht sich ein dreiköpfiges Team aus Delta-Force-Soldaten auf den Weg, die im Sand vergrabene Stadt zu durchkämmen und die Menschen zu retten. Der Höllenritt beginnt.

    Die Berliner Entwickler Yager haben sich für die düstere Story von Joseph Conrads berühmter Erzählung Herz der Finsternis inspirieren lassen. Selbige lag bereits dem Film Apocalypse Now zugrunde. Der Protagonist von Spec Ops: The Line gerät immer tiefer in einen aus Gewalt und Wahnsinn, als er die geisterhaften Ruinen erforscht. Schon bald fehlt vom patriotischen Gehabe jede Spur. Denn in Spec Ops: The Line macht man keine Jagd auf Terroristen oder Nazis, sondern kämpft gegen Soldaten des US-Militärs.

    Klassisch und gut

    Fiese Wahl: Retten Sie den Soldaten oder den Zivilisten rechts? Es gibt mehrere solcher Entscheidungen. Fiese Wahl: Retten Sie den Soldaten oder den Zivilisten rechts? Es gibt mehrere solcher Entscheidungen. Quelle: Videogameszone.de Der Spieler übernimmt die Rolle von Captain Walker; an seiner Seite sind zwei KI-gesteuerte Kameraden. Wenn sie nicht gerade die Story über Dialoge und Cutscenes vorantreiben, liefern sich die Helden von früh bis spät Feuergefechte mit den Gegnern. In dieser Hinsicht gibt sich der Deckungs-Shooter grundsolide. Walker verkraftet nur wenige Treffer, darum muss er Schutz suchen, die Umgebung nutzen und sich seine knappe Munition einteilen. Den KI-Begleitern darf man keine Befehle geben, einzig Ziele lassen sich für die Kameraden markieren - das ist okay, denn in den meisten Fällen arbeitet die KI ganz ordentlich.

    Nur hin und wieder stürmen die Kollegen auch mal blindlings vor oder ein Gegner latscht stur in Walkers Gewehrfeuer. Nicht ideal, aber verschmerzbar. Nur selten darf man die Umgebungen taktisch nutzen, etwa indem man die Glasdecke kaputtschießt und die darauf lauernden Gegner in die Tiefe stürzen lässt. Noch seltener kann man auch Wände durchbrechen, sodass große Mengen Wüstensand ins Gebäude dringen und die Feinde einfach unter sich begraben - alles streng vorgeskriptet. Das lineare Leveldesign bietet keinerlei Raum für Erkundungen, doch immerhin gibt's hin und wieder die Möglichkeit, leise vorzugehen und Gegner schleichend auszuschalten. Zudem kitzeln die Entwickler überraschend abwechslungsreiche Umgebungen aus ihrem Setting heraus, darum fühlt sich der Wüstentrip vielfältiger an, als er eigentlich ist.

    Hart an der Grenze

    Fetzig: Trotz der gewagten, spannenden Geschichte bietet The Line auch explosive, gelungene Action. Fetzig: Trotz der gewagten, spannenden Geschichte bietet The Line auch explosive, gelungene Action. Quelle: Videogameszone.de Das Besondere an The Line ist seine ernste, harte Story. In einer Szene nutzen Walker und sein Team etwa eine scheußliche Waffe, die Menschen bei lebendigem Leib verbrennt. Dazu lenkt man die Geschosse zunächst in typischer Call of Duty-Manier ins Ziel, ein entmenschlichter, mechanischer Vorgang, der wie ein sinnloses Minispiel wirkt. Danach aber wird Walker erbarmungslos mit den Folgen seines Handelns konfrontiert: Er bekommt die Grausamkeit der Waffe vor Augen geführt und muss erkennen, dass im Krieg nicht nur Soldaten zu Schaden kommen - Yager inszeniert diese Lehrstunde mit knallharten Szenen, einem Schlag in die Magengrube gleich, der jedes Erfolgserlebnis wegwischt. Man fühlt sich nicht länger wie ein Held, sondern wie ein Täter - so entfaltet Spec Ops eine unbequeme, selbstkritische Wirkung und geht damit fast schon als Anti-Kriegsspiel durch.

    Selten kann der Spieler auch moralische Entscheidungen treffen - in einer Szene muss man wählen, ob man lieber einem Soldaten oder einigen Zivilisten das Leben rettet. Solche Momente beeinflussen zwar nicht den Spielverlauf, regen aber zum Nachdenken an. Sie stehen in hartem Kontrast zu den wilden Kampfszenen, die oft von Rockmusik und derben Flüchen untermalt sind. Eine gewagte Gratwanderung, die dem mündigen Spieler mehr abverlangt als nur einen schnellen Abzugsfinger. Davon bleibt auch der Held des Spiels nicht unberührt: In den späteren Levels ist Walker vom Erlebten gezeichnet, er wirkt kaltherzig, Abschüsse kommentiert er hasserfüllt. Besonders heftig: Für Exekutionen von Gegnern wird der Spieler mit Extra-Munition belohnt. Keine Frage, das Spiel überschreitet moralische Grenzen. Die USK hat die selbstkritische Note des Spiels aber erkannt und ihm eine Freigabe ab 18 Jahren erlaubt - und zwar ungeschnitten. The Line bietet neben der Kampagne auch einen typischen Mehrspielermodus - den schauen wir uns in den nächsten Tagen an, wenn der finale Test ansteht.


    03:56
    Spec Ops: The Line - Gespielt - Der Wüsten-Shooter im Praxis-Test
    Spielecover zu Spec Ops: The Line
    Spec Ops: The Line
  • Spec Ops: The Line
    Spec Ops: The Line
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Yager Development
    Release
    29.06.2012

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Spec Ops: The Line
Spec Ops: The Line im Hands-On-Test mit Video - Ein packender Shooter für PS3 und Xbox 360
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http://www.videogameszone.de/Spec-Ops-The-Line-Spiel-34183/News/Spec-Ops-The-Line-im-Hands-On-Test-mit-Video-Ein-packender-Shooter-fuer-PS3-und-Xbox-360-885922/
25.05.2012
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2012/05/Spec_Ops_The_Line_Hands_on_Test__1_.jpg
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