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  • Sonic Und Der Schwarze Ritter im Test: Sonic bekommt ein Schwert - Hast du den Schneid? (Leser-Test von PlaqueOne)

    Sonic The Hedgehog startet wieder einmal in ein neues Abenteuer. Diesmal tritt der blaue Igel Wii-exklusiv in Sonic und der Schwarze Ritter" (kurz: Sonic TBK) auf. Dort springt der Stachelträger mal eben quer durch die Zeit in die vergangene Epoche des König Arthur, wo er mit einem Schwert bewaffnet das Reich Camalot vor bösartigen Legionen aus der Unterwelt schützen muss. Moment, da kann doch irgendetwas nicht stimmen ...

    Was eigentlich mehr nach einem selbst für Disney und Square-Enix zu kontroversen Storymischmasch als nach Sonic klingt ist wirklich Dreh- und Angelpunkt dieses in jedem Bezug ungewöhnlichen Spiels. Wie bereits der Vorgänger „Sonic und die Geheimen Ringe“ distanziert sich Sonic TBK sehr stark von traditionellen Spielen wie „Sonic Adventure“ oder „Sonic Unleashed“. Ob das etwas Gutes ist, wem dieses Spiel wohl gefallen wird und wem eher nicht, das will ich heute gewohnt objektiv für euch analysieren.

    Grafik, Sound und Präsentation
    on the ground to the sky …

    Vom blitzenden Schwert bis zum tafelrunden Ritter, von der belagerten Burg bis zur brennenden Mine, von der ersten Sekunde im Hauptmenü bis zum letzten Moment der Credits muss die stylische Präsentation keine noch so pedantische Analyse fürchten. Hier wurden keine Mühen gescheut um der arthurianischen Sage Leben einzuhauchen. Die Levels halten sich an historische Vorlagen und Motive, wodurch man schnell das Gefühl bekommt in ein authentisches Abbild einer mittelalterlichen Fantasiewelt einzutauchen. Dazu kommen visuelle Spielereien, wie im Wind wehendes Gras, kleine Tierchen die Lebensnahe auf die Präsens des Igels reagieren oder Gimmicks, die sich bis in die Spielmechanik erstrecken, wie zum Beispiel Stadtbewohner, die vor feindlichen Angriffen gerettet werden wollen … In der Welt von Sonic TBK zelebriert das Leben.

    Stellenweise wurde mit der Passion für das Original aber auch etwas übertrieben. Die Schauplätze liefern insgesamt zwar ein überzeugendes Bild, leider fehlt es ihnen aber teilweise an Charakter, insbesondere wenn man zum Vergleich Stages aus dem Vorgänger heranzieht. Gab es in „die Geheimen Ringe“ noch einprägsame Fantasy-Settings (wie altertümliche Ruinen auf dem Rücken fliegender Mantarochen) muss man nun mit den eher typischen Szenarien wie einem großen Schlachtfeld, einem nebligen See oder auch dem bekannten Avalon und Schloss Camalot vorlieb nehmen. Dennoch kann man jeder dieser Locations aufgrund der stimmigen Gestaltung eine gewisse Individualität nicht absprechen.

    Auch die technische Seite muss sich nicht hinter der beeindruckenden Detailliebe verstecken. Egal wie hochauflösend die Texturen, wie groß die Anzahl an dynamischen Objekten oder wie atemberaubend die Weitsicht wird - die digitale Arthur-Saga zeigt sich immer in hoher Geschwindigkeit und mit solider Framerate. Gekrönt wird das ganze noch durch das atemberaubende Shader- und Effektfeuerwerk, welches keine Wünsche offen lässt.

    Die Musik ist mindestens ebenso liebevoll gestaltet und bedarf allein bereits eines ausführlichen Lobes. Nicht nur passt sie immer wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und unterstreicht (trotz teilweise mangelnder Einprägsamkeit) die ohnehin schon epische Atmosphäre, dem geschulten Sonic-Kenner wird auch nicht entgehen, dass sich im ca. 80 Stücke umfassenden Soundtrack neben vielen neuen Kompositionen auch schöne Neuinterpretationen früherer Sonic-Lieder verstecken. Stilistisch kommen die meisten Stücke als eine dem Thema des Spiels folgende, abwechslungsreiche Mischung aus Instrumental-Rock und Klassik mit keltisch-mittelalterlichen Einflüssen daher, aber auch andere, sonictypische Musikrichtungen wie Rock oder Metal finden sich.

    Die Vertonung der Dialoge übernehmen die üblichen Sprecher mit den bekannten stärken und schwächen. Die englische Sprachausgabe variiert in ihrer Qualität erschreckend. Teils ist die Vertonung vorbildlich, an anderer Stelle ist die Synchronisation nervig oder einfach schlecht. Die japanische Sprachausgabe dagegen hält ein konsequent hohes Niveau ohne Aussetzer. Da ihr frei zwischen beiden Fassungen wechseln dürft und erstmals sogar die Kommentare während der Levels bei Bedarf ausschaltbar sind bleibt wirklich kein Sound-Wunsch offen, kleinere Mängel sind dabei so vernachlässigbar, dass sie keine weitere Erwähnung verdienen.

    In die Präsentation haben die Macher selbst abseits von Grafik und Sound sehr viel Hirnschmalz investiert, sodass es dem Spiel überraschend gut gelingt die beiden unvereinbar scheinenden Themen „Sonic The Hedgehog“ und „Legende von König Arthur“ unter einen Hut zu bringen. Das beginnt bei Sonic selbst, der, wie Eingangs erwähnt, nun ein Schwert führt und zum Tafel-Ritter des Windes aufsteigt, geht weiter über die Story, die ähnlich wie im Vorgänger durch (diesmal) wunderschöne, märchenbuchartige Illustrationen erzählt wird und endet damit, dass selbst die typischen Sonic-Objekte wie Ringe und Bumper nun optisch durch farbige Feen repräsentiert werden, die sich bedeutend besser in die Fantasiewelt einfinden. Diese Rechnung geht voll und ganz auf, auch wenn sie vor allem für Fans einen bitteren Beigeschmack hat: Das Setting mag noch so wunderschön sein, es ist so verfremdet, dass man es teils kaum mehr als Sonic-Spiel erkennt.

    Gameplay
    Ich nehm’ einma’ Sonic ohne alles …

    Die verschiedenen Stages folgen einem bestimmten Farbschema und strotzen vor kleinen Details. Die verschiedenen Stages folgen einem bestimmten Farbschema und strotzen vor kleinen Details. Quelle: Offizieller PR-release von Seag So makellos die Grafikbilanz des schwarzen Ritters auch sein mag, so unbefriedigend sind die ersten Spielstunden, wenn Sonic sein Schwert aus dem Stein zieht und sich in eine Welt voller Frustmomente stürzt. Ähnlich wie in „die Geheimen Ringe“ gibt es wieder ein RPG-ähnliches Trainingssystem, mit dem Sonic verschiedenste Fähigkeiten lernen und dem individuellen Wunsch des Spielers und variierenden Anforderungen der Missionen angepasst werden kann. Dieser Gedanke mag seine Stärken haben, kommt aber mit einer Kehrseite daher, die allein schon fast ausreicht um dem Spiel das sprichwörtliche Genick zu brechen: Sonic kann zunächst nämlich nahezu gar nichts. Leider versuchen die Macher nicht einmal dem entgegen zu wirken, sondern erschweren den Einstieg durch mangelhafte Erklärungen von teils zwingend erforderlichen Fähigkeiten sogar noch … schließlich ist Nichtskönner Sonic genau so hoffnungslos überfordert wie der Spieler selbst und das Game verkommt zu einer Mischung aus verstandlosem Geradeausrennen und Wiimotegefuchtel nur damit einer der zahllosen Gegner Sonic am Ende dann doch erwischt. So wird der Durchschnittszocker noch lumpige 4-6 Stunden weiter spielen, bis man das Spiel bereits durchgespielt hat, der Abspann über die Mattscheibe flimmert und die Disk schließlich mit einem Gefühl irgendwo zwischen Ernüchterung und Enttäuschung ins Regal wandert um dort zu verstauben. Unspaßig! Die hochwertigen Ressourcen und die vielen Bonusinhalte scheinen in Anbetracht des eigentlichen Gameplays geradezu verschwendet … Aber war das wirklich schon alles? Sind die verbleibenden Missionen und Fähigkeiten nur schmückendes Beiwerk?

    Wohl kaum! Wer „Sonic & The Black Knight“ jetzt aufgibt, der hat vom gesamten Spiel nur etwa 10% gesehen und zwar auch noch die schlechtesten 10%. Verdiente Kritik an dieser seltsamen grottenschlechten Designentscheidung hin oder her sei aber dennoch das Spiel in seiner Gänze beurteilt, also …

  • Sonic und der schwarze Ritter
    Sonic und der schwarze Ritter
    Developer
    Sonic Team
    Release
    13.03.2009
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Sixnend
    Ein paar Worte aus dem Satz scheinen im Stau zu stehen und sind nicht aufgetaucht. :oZum Test: Hat ja gedauert, aber…
    Von Retro-Fan
    Wollte gerade fragen, ob dir der Test nicht ein bisschen spät ist, dafür, dass SEGA nun alle "Minderwertigen" Sonics…
    Von PlaqueOne
    Nur falls sich jemand wundern sollte: Dieser Beitrag stammt noch aus der Lesertest-Rubrik von VGZ 2.0 und ist deswegen…
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Sixnend Gesperrt
        Zitat von Retro-Fan
        Wollte gerade fragen, ob dir der Test nicht ein bisschen ist, dafür, dass SEGA nun alle "Minderwertigen" Sonics aus den Regalen nehmen lässt :B

        Ein paar Worte aus dem Satz scheinen im Stau zu stehen und sind nicht aufgetaucht. :o

        Zum Test: Hat ja gedauert, aber schön, dass er nicht verloren ist.^^
      • Von Retro-Fan
        Wollte gerade fragen, ob dir der Test nicht ein bisschen spät ist, dafür, dass SEGA nun alle "Minderwertigen" Sonics aus den Regalen nehmen lässt  
      • Von PlaqueOne Erfahrener Benutzer
        Nur falls sich jemand wundern sollte: Dieser Beitrag stammt noch aus der Lesertest-Rubrik von VGZ 2.0 und ist deswegen nicht mehr ganz so taufrisch. Aber da es auf VGZ 3.0 keinen offiziellen Test zum Spiel zu geben scheint dürfte das eigentlich niemanden stören ^^

        greetz
        PlaqueOne
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Sonic und der schwarze Ritter
Sonic Und Der Schwarze Ritter im Test: Sonic bekommt ein Schwert - Hast du den Schneid? (Leser-Test von PlaqueOne)
Sonic The Hedgehog startet wieder einmal in ein neues Abenteuer. Diesmal tritt der blaue Igel Wii-exklusiv in Sonic und der Schwarze Ritter" (kurz: Sonic TBK) auf. Dort springt der Stachelträger mal eben quer durch die Zeit in die vergangene Epoche des König Arthur, wo er mit einem Schwert bewaffnet das Reich Camalot vor bösartigen Legionen aus der Unterwelt schützen muss. Moment, da kann doch irgendetwas nicht stimmen ...
http://www.videogameszone.de/Sonic-und-der-schwarze-Ritter-Spiel-33865/Lesertests/Sonic-Und-Der-Schwarze-Ritter-im-Test-Sonic-bekommt-ein-Schwert-Hast-du-den-Schneid-Leser-Test-von-PlaqueOne-791763/
05.10.2010
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2010/10/3073438097_dfc08011f5.jpg
sonic
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