FBI schaltet Megaupload.com ab: Verdacht auf Softwarepiraterie und Geldwäsche
Megaupload.com zählte zu den Top 100-Webseiten im Internet. Ob der Service noch einmal online geht, gilt es abzuwarten.
Die US-Polizeibehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) hat am heutigen Abend hiesiger Zeit, nach 2 Jahren Ermittlungszeit, zu einem schweren Schlag gegen die Filesharing-Szene ausgeholt und den bekannten One Click-Hoster Megaupload.com vom Netz genommen. Gleichzeitig wurden einige führende Köpfe des Internet-Angebots in Haft genommen. Ihnen wird Geldwäsche und das massenhafte Verletzen von Gesetzen zum Schutz des Urheberrechts vorgeworfen.
Laut Klageschrift soll Megaupload.com für Verluste in Höhe von 500 Millionen US-Dollar auf Seiten der Rechteinhaber verantwortlich sein. Die, wie es darin wörtlich heißt, "weltweit operierende kriminelle Organisation" habe mit ihren illegalen Aktivitäten mehr als 175 Mio. US-Dollar verdient. Wie die FBI-Ermittler betonen, hat die gegenwärtige Diskussion um die Anti-Piraterie-Gesetze SOPA und PIPA nichts mit der Sperrung zu tun.