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  • Sniper Elite 3 Preview: Offenere Welt, moderne Technik, brutale Szenen

    Wer einen realistischen Sniper-Shooter sucht, hat für gewöhnlich nicht viel Auswahl. Seit ein paar Jahren mischt nun aber das Indie-Unternehmen Rebellion mit. 2014 wollen sie mit Sniper Elite 3 einen gleichermaßen spielspaßtauglichen wie realistischen Shooter herausbringen - für PC, Xbox One und Playstation 4!

    Es ist ein kalter, nebliger Tag in Oxford. Typisch englisches Wetter. Wer hier durch das Industriegebiet spaziert, vermutet in den Backsteinhallen Werkstätten, Produktionslinien oder triste Lager. Hinter den Fassaden geht es aber auch kreativ zu. Knapp 100 Rebellion-Mitarbeiter sitzen im englischen Universitätsort, etwa zwei Autostunden von London entfernt, und entwickeln Videospiele. Marken wie Aliens vs. Predators und Star Wars: Battlefront waren darunter, nach 20 Jahren als unabhängiges Studio sind aber auch Eigenentwicklungen dabei. Eine davon ist Sniper Elite, dieses Jahr bereits in dritter Generation.

    Sniper Elite 3 in der Vorschau: Karl Fairburne kann auch lautlos töten. Sniper Elite 3 in der Vorschau: Karl Fairburne kann auch lautlos töten. Quelle: Rebellion Andrew M., ein ehemaliger Scharfschütze der britischen Armee, stellt uns den Titel vor. "Sniper – das ist die meistunterschätzte Militärgattung die es gibt", berichtet er. Er muss es wissen. In den Siebzigern war er im Mittleren Osten und Nordirland stationiert, wurde zum Scharfschützen. Und dazu gehört sehr viel mehr als nur eine ruhige Hand beim Schießen. "Ein Scharfschütze muss ein guter Beobachter sein, er muss sich tarnen können, er braucht Kenntnisse von Wind und Wetter. Vor allem aber muss er einen Plan haben und schnell reagieren können, wenn der daneben geht." Was Andrew M. beschreibt, klingt nach einem Besserungsversprechen an Fans. Zu viel Action, zu schlechte KI, zu wenig "Sniper" soll es in Sniper Elite V2 gegeben haben. Dafür aber eine Nazi-Zombie-Erweiterung, die in Deutschland natürlich erst geschnitten erscheinen konnte.

    Der dritte Teil will alles besser machen. Rebellion plant eine Rückbesinnung auf alte Werte. Das Motto: Observieren, Planen, Ausführen und Reagieren. Den letzten Begriff unterstreichen die Macher bei der Präsentation. Ein Plan ist nur so stark wie sein schwächstes Glied und Menschen, das weiß auch Andrew M. aus echten Einsätzen, verhalten sich nicht immer so wie man sich das ausmalt. Wie solche menschlichen Fehler aussehen, zeigt ein Gameplay-Ausschnitt von der Karte Halfaya Pass. Vier Ziele soll Protagonist Karl Fairburne ausschalten, die verteilt in dem riesigen Gebiet liegen. Die zwölf Level sind dreimal so groß wie im Vorgänger und etwas offener als im Vorgänger angelegt. Seinen Weg muss sich Fairburne selbst suchen. Hohes Gras und Schatten bieten ihm Schutz und so schleicht Senior Producer Andrew Shenton unerkannt zu seinen ersten Feinden. Mit Messer und einer schallgedämpften Pistole macht er sie kalt, kassiert dafür Punkte. Wer Feinde lautlos um die Ecke bringt, bekommt einen Bonus, wenn er sie auch noch vom Rest der Truppe isoliert noch mehr. Am Ende kann man sich durch das Punkteergebnis mit Freunden vergleichen.

    Dann kommt das Gewehr zum Einsatz. Vierfache Vergrößerung reicht schon aus, Shenton hält die Luft an und drückt ab. Kopfschuss – und wie! Das Spiel pausiert kurz, geht in eine Killcam über und zeigt auf ziemlich drastische Art, was ein Projektil auf die Entfernung mit Fleisch und Knochen anstellt: Die Masse zerbirst und platzt auf, dargestellt in einer Röntgen-Perspektive. Chris Payton, Head of Art und damit auch verantwortlich für die harte Kamerawahl, findet das zwar hart. Aber er will Spielern auch zeigen, was in Wirklichkeit passiert. "Natürlich enthält Sniper Elite 3 Gewalt und es ist kein Produkt für Kinder. Ich finde aber auch, dass Menschen ruhig erfahren sollen, was bei so einem Schuss passiert. In all diesen Shootern laufen wir rum und schießen wild um uns. Die Realität sieht anders aus und sie ist nicht schön. Wenn dir eine Kugel in den Kopf fliegt, bist du nun mal hinüber!"

    Versteck suchen, Fallen setzen, zugreifen

    Sniper Elite 3 in der Vorschau: Tarnen, planen und reagieren - so lautet das Motto. Sniper Elite 3 in der Vorschau: Tarnen, planen und reagieren - so lautet das Motto. Quelle: Rebellion Durch den Schuss schrecken wir leider ein paar Gegner auf, die den Rest des Plans zunichtemachen. Lange an einer Stelle verweilen soll man in Sniper Elite 3 nicht. Scharfschützen müssen sich häufig neu positionieren, sonst werden sie von unvorhergesehenen Patrouillen entdeckt. Wir lassen Karl auf einen Turm hochklettern, verminen ihn mit Fallen und entdecken: Er ist eines von ganz wenigen Sniper-Nestern. Das sind besonders geeignete Positionen, von denen aus man große Teile der Karte einsehen kann. Und gleichzeitig sind die Verstecke auch Sammelobjekte. Wer alle findet, bekommt ein Achievement. Mit diesen taktisch sinnvollen Collectibles will Rebellion Weinflaschen und Goldbarren ablösen, die im Vorgänger nicht so recht ins Bild gepasst haben.

    Weil Sniper Elite 3 im zweiten Weltkrieg spielt, gibt es für Großkaliber keine Schalldämpfung. Sobald Karl das Gewehr abfeuert, bricht im Wüstencamp der Deutschen die Hölle aus. Gut, dass man seine Schüsse tarnen kann. Im Grollen des Donners beispielsweise, oder wenn die Wehrmachtsoldaten Artillerieschüsse abfeuern. Und wenn keine natürliche Soundkulisse da ist, schafft Fairburne sich seine eigene. Er sabotiert Generatoren, jagt Munitionsdepots in die Luft oder schießt in die Motorhaube eines LKWs. Der stottert dann so schlimm, dass das Geräusch den Schuss verschluckt. Lustig: Auch in solchen Momenten gibt es nun eine Killcam. Sie zeigt wie die Kugel eindringt, Zahnräder zerfetzt und den Keilriemen durchtrennt.

    Anstatt durch einen Schlauch zu gehen, will Rebellion mehrere Spielwege eröffnen. Ob schleichend, mit dem Scharfschützengewehr oder auch mal explosiv mit Minen und Granaten, jede Aufgabe soll mehrere Lösungen bieten. So richtig offen ist die Welt aber nicht. Unsere Karte Halfaya Pass etwa unterteilt sich in mehrere Abschnitte, die zwar ohne Ladeunterbrechung aneinandergrenzen. Die Soldaten bleiben aber in ihren jeweiligen Sektoren. So endet die KI an den Levelgrenzen, richtig schlau agieren die deutschen Wüstenfüchse nicht.

    Story? Eher Nebensache.

    Sniper Elite 3 in der Vorschau: Rebellion will Realismus mit Spielspaß verknüpfen. Sniper Elite 3 in der Vorschau: Rebellion will Realismus mit Spielspaß verknüpfen. Quelle: Rebellion Einen Plot hat Sniper Elite 3 natürlich auch. Anscheinend ist der aber so unwichtig, dass die Entwickler bei der Enthüllung gar nicht groß darauf eingehen. Karl Fairburne, Protagonist aus den zwei Vorgängern, landet während dem Zweiten Weltkrieg in Nordafrika, wo er gegen Rommels Wüstendivision antritt. Gegen Deutsche, Italiener und vor allem einen besonderen Bösewicht tritt Fairburne an und soll den Vormarsch der Panzerdivisionen verhindern. Am Ende deckt er dabei einen finsteren Plan auf. Eine Wunderwaffe, die das Kriegsgeschick der Achsenmächte besiegeln soll.

    Nazi-Symbole, Swastika und historische Personen tauchen glücklicherweise nicht auf. "Wir wollen zwar eine realistische Welt erschaffen, aber so viel Wert legen wir auf all Adlerstandarten und Rommel nicht", erklärt uns der Leiter der Art-Abteilung. Dass es eine Erweiterung mit solchem Inhalt geben könnte, will Rebellion aber nicht abstreiten. Übung in Provokation hat das Studio ja: Für den Vorgänger erschien ein Add-On, in dem man Hitler töten muss.

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    Sniper Elite 3: Die Next-Gen-Power im zweiten Trailer demonstriert
    Spielecover zu Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3

    Technik von heute

    Die Ambitionen und Pläne sind groß. Rebellion will die Fehler seiner Vorgänger ausbügeln und den schmalen Grat zwischen realistischem, anspruchsvollem Scharfschützenspiel und zugänglichen Shooter finden. Die Macher wollen bessere KI, größere Spielgebiete, mehr Freiheit. Doch das alles findet seine Grenzen in der Technik. Die hauseigene, verbesserte Engine kann zwar jetzt auf Xbox One und Playstation 4 mehr Details und native 1080p auf beiden Plattformen darstellen. Dynamische Tesselation kommt zum Einsatz, eine Technologie die bisher nur PC-Spielen vorbehalten war. Intern errechnet die Engine runde Kanten an Objekten und rundet sie ab. Das passiert im laufenden Betrieb, sodass Charaktere und Umgebung aus jeder Perspektive an den wichtigen Stellen gut aussehen. Früher wäre es an diesen Stellen zu Treppchenbildung gekommen.

    Sniper Elite 3 in der Vorschau: Die Karten sind größer, wilder, offener. Sniper Elite 3 in der Vorschau: Die Karten sind größer, wilder, offener. Quelle: Rebellion Aber einen enormen Sprung nach vorn macht die Serie dadurch nicht. Die Gebiete wirken zwar wegen des ungewohnten Wüstensettings nicht mehr ganz so trist und konstruiert wie die Ruinen Berlins, richtige Augenweiden und Oha-Momente fehlen aber. Da hilft es auch nichts, dass die KI gefühlt ein wenig dazugelernt hat, aber immer noch sture Patrouillen abgeht. Regeln der Logik folgen feindliche Soldaten nämlich nicht. Noch immer wundern sie sich mehrere Sekunden wenn man durch ihr Sichtfeld rennt, geben keinen Alarm und folgen einem treudoof in finstere Ecken. Und wenn es mal zum offenen Kampf kommt, verstecken sie sich hinter den unpassendsten Deckungen oder ignorieren, dass neben ihnen gerade eine Munitionskiste explodiert ist. Das Balancing ist an diesen Stellen besonders schwierig, erklärt ein Producer. Immerhin soll Sniper Elite 3 trotz allem Anspruch an Realismus Spaß machen. Aber manchmal wirkt es einfach absurd.

    Die vielen Hilfestellungen nehmen außerdem viel von der Atmosphäre weg. Minimap mit Gegner-Radar, persistentes Markierungssystem und eine automatische Kugelberechnung machen aus Sniper Elite 3 ein ziemliches Casual-Abenteuer. Wie auch seine Vorgänger zieht die Komplexität aber in den höheren Schwierigkeitsgraden ohne Hilfen an.

    Sniper Elite 3 ist ein Third-Person Shooter, der im Zweiten Weltkrieg spielt. Sniper Elite 3 erscheint im zweiten Quartal 2014 für PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360 und Xbox One. Die Next-Gen-Versionen bieten dank Tesselation verbesserte Grafik.

  • Sniper Elite 3
    Sniper Elite 3
    Developer
    505 Games
    Release
    27.06.2014
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Kupferrohr
    sieht grafisch irgendwie aus wie eine mischung aus SoF Payback und Serious Sam 3
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Kupferrohr Erfahrener Benutzer
        sieht grafisch irgendwie aus wie eine mischung aus SoF Payback und Serious Sam 3
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Sniper Elite 3
Sniper Elite 3 Preview: Offenere Welt, moderne Technik, brutale Szenen
Wer einen realistischen Sniper-Shooter sucht, hat für gewöhnlich nicht viel Auswahl. Seit ein paar Jahren mischt nun aber das Indie-Unternehmen Rebellion mit. 2014 wollen sie mit Sniper Elite 3 einen gleichermaßen spielspaßtauglichen wie realistischen Shooter herausbringen - für PC, Xbox One und Playstation 4!
http://www.videogameszone.de/Sniper-Elite-3-Spiel-33574/Specials/Sniper-Elite-3-Preview-Offenere-Welt-moderne-Technik-brutale-Szenen-1108326/
06.02.2014
http://www.videogameszone.de/screenshots/medium/2014/02/Sniper_Elite_3_Screenshot_Enthuellung__1_-gamezone.jpg
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