Six Days in Fallujah: Veröffentlichung weiterhin möglich
Falludscha ist eine Stadt mit heute etwa 300.000 Einwohnern und liegt in der Nähe der irakischen Hauptstadt Bagdad. Falludscha war in den Jahren 2003 bis 2005 Schauplatz heftiger Gefechte.
Einige werden sich noch an die Kontroverse um den Atomic Games-Shooter Six Days in Fallujah im vergangenen Jahr erinnern. Ganz ähnlich wie bei dem kürzlich erschienenen Medal of Honor ging es um die brisante Entscheidung einen noch stattfindenden Krieg als Hintergrund für ein Videospiel zu verwenden. Im Zuge der hitzig geführten Debatte bekam Publisher Konami kalte Füße und suchte das Weite. Six Days in Fallujah liegt seitdem auf Eis, den Glauben an einen doch noch stattfindenden Release hat Atomics Peter Tamte aber noch nicht aufgegeben: "Ich hoffe wirklich, dass es noch nicht am Ende ist." Zur Fertigstellung fehlten aber die finanziellen Mittel. Keine Option, um die erneute Suche nach einem Finanzier zu erleichtern, sei es allerdings das heikle Irak-Szenario aufzugeben und das Spiel beispielsweise in "Six Days in Bullcrapistan" umzubenennen (vgl. Medal of Honor).
In diesem Zusammenhang bemängelt er, dass die Industrie nicht bereit sei, etwas Neues zu wagen und dass obwohl der US-Markt seit etwa 2 Jahren im Schrumpfen begriffen sei. Es sei dementsprechend durchaus auch wirtschaftlich sinnvoll einen Titel wie eben Six Days in Fallujah zu machen. Die Publisher müssten sich entscheiden, ob sie auch künftig nur "triviales (...) High-Tech-Spielzeug" auf den Markt werfen wollen oder ob sie sich um eine Weiterentwicklung zum ernstzunehmenden Medium bemühen wollen. Im Original nachlesen kann man Tomtes Äußerungen auf VG247.
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